
„Normen haben eine Hebelwirkung: Sie zwingen dazu, sich zu hinterfragen, sich Herausforderungen zu stellen und Fortschritte zu erzielen. Dieser gemeinsame Rahmen stärkt die Seriosität des CSR-Ansatzes und schafft gleichzeitig einen Raum, in dem sich alle wiederfinden, koordinieren und innovativ sein können“, fasst Stéphane Rubatat, Leiter der Qualitätssicherung für Systeme & Produkte zusammen, der von Richard Cousin, Leiter der CSR-Abteilung und Co-Pilot des Ansatzes, unterstützt wird.
ISO 14001:2015 ist eine internationale Norm, die Organisationen dabei hilft, ihre Umweltauswirkungen sowohl zu kontrollieren als auch zu reduzieren, indem sie einen Referenzrahmen für die Bewertung, Steuerung und Verbesserung des Umweltmanagements von Unternehmen bereitstellt. Sie basiert auf einer klaren Kartografie und einer Prozessanalyse. Bei Petzl stehen diese natürlich im Zusammenhang mit dem 2023 eingeführten 1 %-CSR-Plan: 1% unseres Unternehmensumsatzes wird für die Finanzierung von Nachhaltigkeitsprojekten verwendet. Jedes Jahr überprüft jede Abteilung ihre Prozesse zur Planung, Umsetzung und Verbesserung ihrer Maßnahmen. Diese Dynamik wird durch Audits überprüft und gegebenenfalls werden Korrekturmaßnahmen vorgeschlagen. Die Norm ISO 14001:2015 bietet somit einen strukturierenden Rahmen für kontinuierliche Verbesserungen.
„Für Petzl bedeutete die Zertifizierung nach ISO 14001:2015, sich die Mittel zu verschaffen, um bei der Suche nach Lösungen kreativer, kohärenter und langfristig ehrgeiziger zu sein“, fügt Stéphane Rubatat hinzu.

Austauschen, debattieren, verstehen
Stéphane Rubatat hat eine wichtige Rolle inne: Alle internen Genehmigungen für die Einführung eines neuen Produkts oder die Validierung eines Prozesses laufen über ihn.
Für ihn ist die Norm ISO 14001:2015 in erster Linie „eine spannende Herausforderung”. In seinen Augen zählen die vierzig Tage, die er jedes Jahr mit den Auditoren und Auditorinnen verbringt zu den Tagen, die dem Wachstum des Unternehmens dienen. Als Mann der Praxis sucht Stéphane das Gespräch mit den Beteiligten, um die Schwierigkeiten zu verstehen, auf die sie bei ihrer Arbeit treffen. Für ihn gibt es keinen Ersatz für die direkte Beobachtung: hingehen, sich Zeit für den Austausch nehmen, Ansätze debattieren, verstehen. Und gemeinsam Lösungen finden.

Stéphane und Richard haben übrigens schnell erkannt, welche kollektive Dynamik diese Regulierungsarbeit auslösen könnte. Sie haben zusammen mit drei weiteren Fachkräften eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen und strukturiert: Diane Castelain, Leiterin für Umweltkonformität, Stéphane Brun, Leiter für Projektqualität, und Adrien Combes, Ingenieur für Risikoprävention. Die Gruppe trifft sich jeden Monat, um den Fortschritt der Maßnahmen zu verfolgen, Schwierigkeiten zu besprechen und Lösungen zu koordinieren. Ihrer Meinung nach erleichtert die Tatsache, dass sie zu fünft am Tisch sitzen, die Analyse sensibler Themen und ermöglicht es ihnen, Abstand zu gewinnen, um gemeinsam voranzukommen. Das pragmatisch aufgestellte Team stützte sich dabei weitgehend auf das, was bereits 1995 für die ISO 9001-Zertifizierung eingerichtet worden war.
Die Beteiligten mit ins Boot holen
Der Ansatz der Norm ISO 14001:2015 hat zu einer besseren Kenntnis der zahlreichen gesetzlichen Anforderungen geführt, da ein Rahmen für das Erfassen, Kennenlernen, Organisieren und Nachverfolgen dieser Verpflichtungen im Laufe der Zeit geboten wird. Insbesondere hat er es Manon De Gaulejac, Leitung der Abfallwirtschaft, ermöglicht, das Überwachungs- und Meldesystem zu verbessern und so eine bessere Konformität zu gewährleisten.
Diese Arbeit ist Teil eines umfassenderen Ansatzes, der darin besteht, alle Initiativen miteinander zu verknüpfen, um deren Bedeutung weiter zu betonen und die Zertifizierungen zu erfüllen, die für alle Beteiligten von Petzl relevant sind.

Die Anfragen, hauptsächlich der Kundschaft, nehmen stark zu. Richard Cousin gibt zu, dass er heute mehr als vierzig Anfragen pro Jahr erhält, während es Anfang 2020 nur wenige waren. Sie betreffen hauptsächlich ISO 14001:2015, EcoVadis und SBTi, drei Umweltstandards, die insbesondere bei Ausschreibungen im professionellen Bereich unverzichtbar geworden sind. Dies ist eine große Herausforderung für das Unternehmen, da dieser Bereich 65 % des Umsatzes ausmacht.
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