Ablassen einer Last von 150 bis 280 kg mit dem I’D L am Anschlagpunkt - Petzl Deutschland
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Ablassen einer Last von 150 bis 280 kg mit dem I’D L am Anschlagpunkt

Wenn die Last über 150 kg wiegt, ist der Ablassvorgang sehr schwer zu steuern. In diesem Fall empfiehlt es sich, Techniken zur Erhöhung der Bremsreibung anzuwenden.

Warnhinweis

  • Lesen Sie aufmerksam die Gebrauchsanleitung vor dem Betrachten der folgenden Techniken.
  • Sie müssen die Gebrauchsanweisung verstanden haben, um diese zusätzlichen Informationen zu verstehen.
  • Das Beherrschen dieser Techniken erfordert eine Ausbildung und spezifisches Training
  • Üben Sie die Bedienung zunächst mit einer fachkundigen Person und in völliger Sicherheit, bevor Sie das Gerät selbstständig einsetzen.

Den Ablassvorgang erschwerende Faktoren:

  • Erhöhung der Last.
  • Abnutzungsgrad des verwendeten I’D.
  • Durchmesser und Zustand des verwendeten Seils (ein neues Seil neigt stärker zum Rutschen).
  • Hohe Ablassgeschwindigkeit.
  • Reibungen im System: Wenn der Seilverlauf durch Umlenkungen führt, ist die Bremsreibung höher, als wenn die Last frei hängt.

Techniken zur Erhöhung der Bremsreibung:

  • Verwendung eines Seils mit einem Durchmesser von über 12,5 mm.
  • Halbmastwurf an einem am Anschlagpunkt installierten Umlenkkarabiner.
  • Betätigung durch zwei Anwender (nur beim I’D vor 2019)

Bei einer freihängenden Last bis 280 kg ohne Umlenkung:

Erhöhung der Bremsreibung bei einer freihängenden Last bis 280 kg ohne Umlenkung 1/2.
Erhöhung der Bremsreibung bei einer freihängenden Last bis 280 kg ohne Umlenkung 1/2.
Erhöhung der Bremsreibung bei einer freihängenden Last bis 272 kg ohne Umlenkung 2/2.
Erhöhung der Bremsreibung bei einer freihängenden Last bis 272 kg ohne Umlenkung 2/2.

Bei einer Last bis 280 kg unter einer Umlenkung:

Erhöhung der Bremsreibung bei einer Last bis 280 kg unter einer Umlenkung.

Durch eine Umlenkung lässt sich die Bremsreibung im System erhöhen, um den Ablassvorgang besser steuern zu können.

Bei einer Last von über 150 kg sind zu Beginn des Ablassvorgangs alle Techniken zur Erhöhung der Bremsreibung anzuwenden. Wenn sich die Bremsreibung im Laufe des Ablassvorgangs als zu hoch erweist (leichtgewichtige Last, Reibung an einer Umlenkung, schlecht gleitendes aufgequollenes oder verschmutztes Seil...), kann der Anwender auf den Halbmastwurf verzichten, wobei das Seil weiterhin durch den Umlenkkarabiner am Anschlagpunkt läuft.

Achtung: In diesem Fall sollte der Anwender beim geringsten Anzeichen einer unkontrollierten Beschleunigung den Ablassvorgang stoppen und wieder den Halbmastwurf verwenden.