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Was packt Margo Hayes in ihren Rucksack?

Anfang 2017 kletterte Margo Hayes die Route „La Rambla“ und konnte damit als erste Frau ein Route im Schwierigkeitsgrad 9a+ durchsteigen. Die seit 2016 zum Petzl-Team gehörende Topkletterin hat eine Vorliebe fürs Sportklettern am Fels. Sie verrät uns, welche Ausrüstung sie für eine normale Klettertour mitnimmt.

20 März 2019

Klettern

  1. Einen Rucksack von The North Face. Wenn die Felswand gut erreichbar ist, nehme ich für eine Tagestour immer meinen Rucksack von The North Face. Er bietet ein mittleres Volumen, verfügt jedoch über zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten und hat ein geringes Gewicht. Der Hüftgurt liegt gut am Becken an, so dass die Schultern nicht übermäßig belastet werden. In den zusätzlichen Fächern lassen sich einzelne Ausrüstungsgegenstände und mein Proviant übersichtlich verstauen.
  2. Ein ARIAL 9,5 mm-Seil. Das ARIAL ist mein Lieblingsseil. Normalerweise nehme ich einen 80 m langen Strang, außer wenn ich in einem Gebiet mit besonders langen Routen klettere. Ich mag die Geschmeidigkeit des Seils und seinen Durchmesser, der das Handling erleichtert. Außerdem ziehe ich generell dickere Seile vor, weil sie nicht so schnell verschleißen. Sie halten lange und es dauert, bis du die Seilenden kürzen musst. Ein Durchmesser von 9,5 mm ermöglicht ein gutes Handling beim Clippen und außerdem läuft dieses Seil gut durch ein GRIGRI. Ich mache immer einen Knoten am Ende und notiere das Datum und die entfernte Länge, wenn ich Seil abschneide.
  3. Einen SITTA-Gurt. Meinen SITTA-Gurt benutze ich praktisch bei jeder Klettertour. Er ist sehr bequem und leicht.
  4. Einen Anorak von The North Face. Egal, wohin die Klettertour führt, einen Anorak nehme ich immer mit. Ich friere sehr leicht und klettere oft bis zum Einbruch der Dunkelheit. Wenn ich zwischen zwei Routen eine Pause mache, ist es mir wichtig, etwas Warmes zum Anziehen zu haben. So kann ich auch verhindern, dass meine Finger kalt werden. Außerdem weißt du nie, ob du nicht mehr Zeit als vorgesehen in der Kälte verbringst und ob das Wetter wirklich so ist wie angekündigt. Es ist besser, auf das Unvorhergesehene vorbereitet zu sein.
  5. Ein Trainingsboard. Ich habe gern mein nach Maß angefertigtes Trainingsboard dabei, wenn ich klettern gehe. Es hilft mir, mich aufzuwärmen und so Verletzungen zu vermeiden. Ich benutze es, um Klimmzüge zu machen und meine Finger zu aktivieren. Ich benutze es, bevor ich mit dem Klettern beginne und wenn ich zwischen zwei Routen eine lange Pause einlege.
  6. Einen METEOR-Helm. Zum Sportklettern nehme ich immer einen Helm mit. Bei Felsbändern und unregelmäßigen Felsflächen bin ich besonders vorsichtig. Der METEOR ist leicht und gehört zu den wenigen Helmmodellen, die du beim Klettern in der Route kaum spürst.
  7. Ein GRIGRI. Das GRIGRI ist mein bevorzugtes Sicherungsgerät und praktisch das einzige, das ich benutze. Auch wenn ich beim Sichern immer sehr umsichtig und aufmerksam bin, ist es doch beruhigend, ein System mit Bremskraftunterstützung zu haben. Die Art, wie das GRIGRI Seil ausgibt und einzieht, gibt mir Vertrauen. Auch beim Klettern bin ich ruhiger, wenn ich weiß, dass mein Sicherungspartner ein GRIGRI benutzt.
  8. SPIRIT-Express-Sets. In 95% der Fälle klettere ich mit SPIRIT-Express-Sets. Sie sind leicht, robust und mir gefällt das Handling beim Clippen des Seils. Verglichen mit anderen Express-Sets sind sie viel einfacher zu halten, wenn du dich beim Projektieren einer Route daran hochziehst. Die SPIRIT haben die perfekte Breite. Außerdem nehme ich eine Schlinge und einen oder zwei Verschlusskarabiner mit, um wieder absteigen zu können, falls ich es nicht bis zum Ende der Route schaffe.
  9. Besteck. Da ich gerne esse, habe ich immer mein Besteck bei mir. Ich bin es wohnt, an einem Klettertag mehrmals etwas zu essen und packe deshalb eine Gabel, ein Messer, einen kleinen Löffel und Stäbchen in eine kleine Dose, die immer in meinem Rucksack ist. Essen ist wichtig, denn Nahrung bedeutet Energie!
  10. Einen Bobo‘s-Haferriegel. Die Bobo‘s Haferriegel gehören zu meinen bevorzugten Snacks beim Felsklettern. Sie enthalten viele Kohlenhydrate für einen langen Klettertag und Zucker, um meinen Energiespiegel zu halten. Die Riegel geben Kraft und schmecken köstlich!
  11. Eine CU-Sicherungsbrille. Ich mag diese Brille, sie verhindert, dass ich beim Sichern einen steifen Nacken bekomme.
  12. Eine TIKKA-Stirnlampe. Ich liebe meine TIKKA-Stirnlampe. Sie hat eine lange Leuchtdauer und dank der verschiedenen Leuchtstufen passt sie sich unterschiedlichen Lichtverhältnissen an. Sie ist mir eine große Hilfe, wenn ich bei Dunkelheit auf Wegen laufe, um zu meinem Auto zu kommen.
  13. Eine SWELL-Thermosflasche. Meine SWELL-Thermosflasche habe ich fast immer dabei. In ihr bleibt mein Tee den ganzen Tag warm! Wenn es für Tee zu heiß ist, nehme ich sie, um mein Wasser kalt zu halten. Die Flasche sieht einfach gut aus und ist nachhaltig, das gefällt mir.
  14. Ein Pflegeset für meine Finger. Ich packe immer das kleine rosa Täschchen in meinen Rucksack. Es enthält einen Nagelknipser, Strappal-Tape, Feuchtigkeitscreme für die Hände, Lippenbalsam und andere kleine Pflegeprodukte, die ich bei einer Klettertour benötigen könnte.
  15. Einen Ball und ein Band für Aufwärmübungen. Ich benutze einen Therapieball zum Aufwärmen der Finger, bevor ich mit dem Klettern beginne oder am Trainingsboard übe. Man sollte mindestens 10 Minuten damit verbringen, die Durchblutung der Schultern anzuregen. Für Dehnungsübungen der Schultern und zum Aufwärmen der Rotatorenmanschette benutze ich das rote Band. Um Verletzungen weitestgehend auszuschließen, sollte man sich die Zeit nehmen, diese Übungen zu machen.
  16. Solution-Kletterschuhe von La Sportiva. Beim Klettern trage ich immer meine Solution-Kletterschuhe. Sie sind perfekt für meine Füße, die Ferse sitzt fest und das Hooken ist eine wahre Freude.
  17. Einen SAKAPOCHE-Chalkbag. Ich nehme meinen SAKAPOCHE-Chalkbag zum Klettern. Seine Größe und sein geringes Gewicht sind genau das Richtige für mich. Und meine Faza-Bürste passt perfekt in den Halter.
  18. Friction Labs-Chalk.  In meinen Magnesiumbeutel kommt Friction Labs-Chalk. Ich habe immer einen kleinen Vorrat dabei, falls meine Freunde etwas brauchen. Ich mag das Gefühl von Friction Labs Chalk auf meiner Haut, was bei Produkten anderer Hersteller nicht der Fall ist. Ich habe auch den Eindruck, dass es länger an den Händen bleibt.
     

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