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Sonnenaufgangswanderung mit Stirnlampe

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Sonnenaufgangswanderung mit Stirnlampe

Nächtlicher Aufbruch

Es ist noch tiefe Nacht, als mein Wecker klingelt. Halb schlafend mache ich mich fertig. Eine kleine Stimme in mir fragt, warum in aller Welt ich das tue, anstatt in aller Ruhe weiter zu träumen. 
Das Auto hält am Rand des Weges. Während der Fahrt habe ich vor mich hingedöst und bin noch immer nicht richtig wach. Die Nacht ist klar. Am Himmel sind weder Wolken noch der Mond zu sehen, nur unzählige Sterne. Ein unendlicher dunkler Nachthimmel, verziert mit kleinen glitzernden Punkten, deren Licht die Baumkronen des vor mir aufragenden Waldes streichelt.
Ich stelle meine Stirnlampe richtig ein und richte den Lichtstrahl auf die großen Bäume. Keine Bewegung am Horizont. Mir läuft ein Schauer über den Rücken. Wir sind bereit. Es ist Zeit zum Aufbruch. Allmählich fühle ich, wie sich meine Muskeln lockern und warm werden. Das Nebelgefühl löst sich auf. 

 

Der Aufstieg

Beim Aufstieg durch den Wald ist es vollkommen dunkel. Mein Blick ist auf den Lichtschein der Lampe gerichtet. Einzelheiten wie ein besonderer Stein, eine einzelne Blume und die Farbe der Blätter fallen mir auf. Dinge, die ich nicht bemerkt hätte, wenn mein Blickfeld nicht so eingeschränkt wäre. Die Bäume um uns herum haben seltsame Formen. Ich erschaudere erneut und gehe zu den anderen. 

Für einen Moment scheint die Zeit still zu stehen. Wir erreichen den Waldrand. Der Himmel hat sich orange-rosa gefärbt. Ich passe die Leuchtkraft meiner Lampe an. Endlich ist der Gipfel zu sehen. Ich bin jetzt vollkommen wach und beschleunige meine Schritte, um den Moment nicht zu verpassen.

Auf den letzten Metern des Aufstiegs bin ich total euphorisch. Wir sind genau rechtzeitig, um die Sonne allmählich aufgehen zu sehen. Ihre Strahlen streifen die Berge, bevor diese sich in ihrer vollen Größe zeigen. Ihre angenehme Wärme streichelt mein Gesicht und jetzt weiß ich, warum ich beim Aufstehen nicht auf die Stimme in meinem Kopf gehört habe.

Ich betrachte den Sonnenaufgang und sage mir, was für ein Glück ich habe, das erleben zu dürfen. Was für ein grandioses Schauspiel. Wir genießen die Ruhe und bestaunen den Anbruch dieses Tages, der so vielversprechend beginnt.

 

 

Bericht von Magali