Kilian Jornet

Kilian Jornet profile - photo © Monica Dalmasso
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Spain

ESP
Kopfbereich
Photo portrait: 
Kilian Jornet - photo © Monica Dalmasso
Date de naissance: 
27 Oktober 1987
Lieu de résidence: 
Chamonix (Frankreich)
Formation: 
STAPS (Sportwissenschaften und -techniken)
Statut actuel: 
Leistungssportler
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2012

«In meiner Kindheit lebten wir in der Berghütte Cap del Rec im Wintersportort Lles de Cerdanya in den katalonischen Pyrenäen. Dort habe ich zusammen mit meiner Schwester mit dem Skifahren angefangen. Noch bevor wir laufen konnten, hatten wir bereits unsere ersten Kilometer auf den Skiern zurückgelegt. Dort oben war der Sport unser einziges Vergnügen. Im Sommer nach der Schule liefen wir auf den Wegen oder im Wald in der Umgebung der Hütte herum und im Winter taten wir das Gleiche auf den Skiern. Im Alter von fünf Jahren hatten wir bereits mehrere Gipfel von 3 000 Metern erklommen, darunter der Aneto und die Posets. Im Alter von zehn Jahren haben wir die Pyrenäen überquert. So wurden wir aufgezogen, mit den Bergen im Hintergrund und dem Sport als Freizeitbeschäftigung.»

Colonne gauche

Wettkampfgeist
«Mit dreizehn Jahren hörte ich per Zufall vom katalanischen Zentrum für Skibergsteigen (CTEMC). Nachdem ich die Auswahlprüfung bestanden hatte, entdeckte ich das Skibergsteigen und fing an, ernsthaft zu trainieren. Von Maité Hernández habe ich gelernt zu kämpfen. Jordi Canals hat mich mit seiner Begeisterung angesteckt. Diese Zeit war sehr wichtig für mich. Ich trainierte jeden Tag und nahm an den spanischen und europäischen Meisterschaften teil. Nachdem ich mein Abitur in der Tasche hatte, beschloss ich 2005, mich auf den Wettkampf zu konzentrieren und nach Font-Romeu in Frankreich zu ziehen, eine Ausbildung zum Sportlehrer zu machen und meine Zeit zwischen Studium und Training aufzuteilen. Das tägliche Training war eine regelrechte Sucht.»
 
 
Die Entdeckung des Trailrunning

«Durch meine Kollegen beim Skibergsteigen habe ich das Trailrunning entdeckt. Sie laufen den ganzen Sommer, um fit zu bleiben und ihre Wettkampfsucht zu dämpfen. Sie haben mich überzeugt und ich habe eine solche Begeisterung für das Trailrunning entwickelt, dass ich heute beide Wettkampfperioden kombiniere.»
 
 
Zwei Aktivitäten / zwei Jahreszeiten
«Trailrunning und Ski sind für mich gleichbedeutend. Ich verbringe meine Zeit einfach gerne in den Bergen. Die Intensität der ununterbrochenen Anstiege von 30 Min. bis 1:30 Std. beim Skibergsteigen kommt mir im Sommer zugute. Die im Sommer geleisteten Anstrengungen geben mir enorm viel Kraft für den Winter.»
 
 
Wintertraining (Skibergsteigen):
- von November bis Dezember 20 bis 30 Stunden in der Woche
- während der Wettkampfperiode 15 bis 20 Stunden in der Woche und viel Erholung von Januar bis Mai.
 
Sommertraining:
- von Mai bis Oktober 20 bis 25 Stunden in der Woche (zwei Touren täglich, abwechselnd Rennradfahren und Laufen).
 

Colonne droite
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Summits of my Life

A movie about Kilian Jornet, by Seb Montaz.
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Alexander Huber

Alex Huber profile - photo © Sam Bié
Alex Huber profile - photo © Sam Bié

Deutschland

DEU
Kopfbereich
Photo portrait: 
Alex Huber - photo © Sam Bié
Date de naissance: 
30 Dezember 1968
Lieu de résidence: 
Berchtesgaden (Bayern)
Formation: 
Physiker
Statut actuel: 
Bergführer, professioneller Alpinist
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1993

Extrembergsteigen liegt mir im Blut
«Mein Bruder und ich waren durch unsere Eltern von Kindesbeinen an mit den Bergen und dem Bergsteigen vertraut. Mein Vater, der in den sechziger Jahren durch seine Speed-Begehungen der Droites-Nordwand bekannt wurde, hat uns die Liebe zum Extrembergsteigen vererbt.
Mein Zuhause - bei meiner Familie und meinen Freunden - ist die Basis meines Lebens. Was zählt, ist die Beständigkeit in jedem Lebensbereich. Eine neue Richtung kann ich nur einschlagen, wenn ich eine solide Ausgangsbasis habe, die mir als Sprungbrett dient. Deshalb arbeite ich auch seit über 15 Jahren mit den gleichen Sponsoren. 1997 habe ich an der Universität München meinen Master-Abschluss in Physik gemacht. Diese Ausbildung hat mir als Grundlage für mein Leben als Kletterer gedient.»

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Nina Caprez

Nina Caprez profile - photo © Stefan Schlumpf
Nina Caprez profile - photo © Lafouche

Switzerland

CHE
Kopfbereich
Photo portrait: 
Nina Caprez - photo © Stefan Schlumpf
Date de naissance: 
15 November 1986
Lieu de résidence: 
Grenoble
Statut actuel: 
Leistungssportlerin
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2010

Auf der Suche nach dem augenblicklichen Glück
"Ich habe sehr großes Selbstvertrauen. Ich bin eine selbstsichere Person. Das ist die Grundvoraussetzung in unserem Sport, um schwierige Routen zu bewältigen. Draußen sein, das Leben in vollen Zügen genießen, Menschen begegnen, die das Gleiche empfinden... Das bedeutet Glück für mich. Mein erster großer Wettkampf war die Jugend-Weltmeisterschaft in Peking. Es war das erste große Ereignis für die "kleine Nina". Ich liebe das Gefühl, bei einem Wettkampf erfolgreich zu sein. Aber der Wettkampf an sich berührt mich nicht sonderlich. Ich versuche ständig Fortschritte beim Sportklettern zu machen und Mehrseillängenrouten zu meistern, die mir wirklich am Herzen liegen. Ich bin in der Nähe des Rätikon, der legendären Wand für Mehrseillängenrouten, aufgewachsen. Ich habe dieses Gefühl von Höhe, Natur und Freiheit schon immer geliebt.
Laurent Triay war es, der mir von der "Ultime Démence" im Verdon erzählte. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich gefunden habe, wonach ich beim Klettersport suchte. Heute suche ich nach der wirklichen Herausforderung und konzentriere mich auf die Begehung von Mehrseillängenrouten. Das Klettern ist ein Weg, um zu sich selbst zu finden. Wenn ich meine ganze Kraft einsetze, in der ganzen Welt umherreise, Menschen aus allen Teilen der Erde begegne, dann wird mir bewusst, dass das wirklich Wichtige im Leben ist, glücklich zu sein. Das bedeutet das Klettern für mich. Es ist ein Sport, der auf der Leichtigkeit des Lebens basiert. Wir brauchen nichts als einen Stein, einen Gurt, Kletterschuhe und einen Seilpartner."

Colonne gauche

Mein Devise: Das Leben ist zu schön und die Tage sind zu kurz, um traurig zu sein
"Aber in Wirklichkeit möchte ich der Welt des Klettersports, den Spezialisten, Amateuren und Anfängern eine Botschaft zukommen lassen. Durch meine Art zu leben, habe ich gelernt, was das Wort "eigenständig" bedeutet. Mein Lebensinhalt ist, meine Projekte zu Ende zu führen. Um das zu schaffen, muss ich meine Gedanken und meine Energie auf das Wesentliche konzentrieren. Wenn mir die Begehung einer extremen Mehrseillängenroute gelingt, liegt das daran, dass ich glücklich bin, es zu tun. Ich fühlte mich schon seit langem von den Mehrseillängenrouten angezogen. Es war nur eine Frage der Zeit. Dann habe ich ernsthaft angefangen daran zu arbeiten und Mehrseillängenrouten zu klettern. Seit meiner Kindheit habe ich mich niemals sehr wohl in einem System gefühlt, das von Leuten geführt wird, die glauben alles zu wissen. Auf dem Gymnasium war ich sehr unglücklich, weil wir immer genau wissen mussten, was am nächsten Tag geschah. Dieses Gefühl hat mich daran gehindert, Fortschritte zu machen. Ich musste mich aus diesem Zustand befreien. Beim Klettern ist alles wichtig, die Art eine Linie zu betrachten, eine Routenführung zu planen und schließlich den Fels zu erleben. Ich bestimme selbst, was gut für mich ist. Ich übernehme die Verantwortung für meine Vorhaben und Entscheidungen und suche niemals nach einer Entschuldigung für das, was ich tue oder nicht tue. Ich bin zum Klettern geboren. Durch das Klettern reise ich um die ganze Welt an wunderschöne und verborgene Orte. Ich lerne, mache weiter und lerne wieder. Die Mehrseillängenrouten sind in mein Leben getreten, als ich dazu bereit war. Jedes Mal, wenn ich die Stufen überspringe, gibt es ein Problem Du musst dich natürlich bewegen und auf den Fels einstellen können. Aber jetzt höre ich auf mich, denn ich weiß, was mich stark macht. Ich bin mir meiner sicher, ich will das tun, wozu ich wirklich Lust habe und nicht versuchen, Dinge zu tun, die ich nicht will. Wie für viele andere Kletterinnen ist Lynn Hill auch mein Vorbild, aber die Person, die mir direkt dazu verholfen hat, auf diesem Gebiet Fortschritte zu machen, ist Cédric Lachat."
 
 
Die Wahl meiner Seilschaftspartner ist wichtig für mich
"Menschen, die mit mir in die Wand gehen, sind mehr für mich als eine Unterstützung, sie sind so etwas wie eine Stimulation. Um eine Mehrseillängenroute zu meistern, brauche ich Freundschaft und Vertrauen in meinen Seilschaftspartner. Ich klettere niemals mit Leuten, mit denen ich mich nicht wohl fühle. Ich muss eine gemeinsame Wellenlänge, Einverständnis und Verbundenheit fühlen. Mein Partner und ich müssen gleichberechtigt sein. Ich will, dass auch mein Partner die Route meistern will. Ich werde auf keinen Fall jemanden mitnehmen, nur um mich zu sichern."
 
 
Die wichtigsten Orte für mich sind der Verdon und Céüse
"In Céüse habe ich meine ersten Kletterferien verbracht. Der Ort hatte von Anfang an etwas Magisches für mich. In Verdon habe ich den Kletterstil gefunden, nach dem ich gesucht hatte, nämlich das Sportklettern in Mehrseillängenrouten. Ich habe selten eine so wunderschöne Landschaft gesehen!"
 
 
Außer dem Klettersport liebe ich Dinge, die Tempo haben
"Ich mache viele Skitouren. Ich bin mit Skiern an den Füßen geboren. Ich liebe die Leichtigkeit bei der Abfahrt eines unberührten Hangs, wenn ich die erste Spur mache. Außerdem arbeite ich gerne mit Holz und befasse mich mit Fotografie. Ich höre gerne Musik und koche gerne.
Wenn ich nicht klettern würde, wäre ich sicherlich Künstlerin geworden. Vielleicht würde ich beim Zirkus arbeiten."

Colonne droite
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Video playlist featuring Nina Caprez

Xavier De Le Rue

Xavier De Le Rue profile - photo © Xavier De Le Rue
Xavier De Le Rue profile - photo © Xavier De Le Rue

France

FRA
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Photo portrait: 
Xavier De Le Rue - photo © Xavier De Le Rue
Date de naissance: 
1 Juli 1979
Lieu de résidence: 
Saint Lary (französische Pyrenäen)
Formation: 
Industriekaufmann
Statut actuel: 
Berufssportler
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2008

Ich schätze mich glücklich, dass ich die Weiterentwicklung meines Sports miterleben darf
"Lange Zeit war ich mehr für meine Leistungen und Titel im Snowboard Cross bekannt, aber seit einigen Jahren kann ich mich meiner wahren Leidenschaft, dem Snowboard Freeride widmen. Ich bin viel auf Reise für verschiedene Filme. Außerdem verbringe ich viel Zeit in Wettkampfgebieten wie z.B. in der Freeride World Tour. Schon als Kind habe ich es geliebt, am Rande de Pisten durch den Pulverschnee zu brettern. Meine weitere Entwicklung war eine natürliche Folge meiner Liebe zum Sport. Es ist meine ganz persönliche Art, alles zu geben, die Berge zu genießen, zu reisen und meinen Horizont zu erweitern. Und es ist mein Beruf. Ich führe ein recht angenehmes Leben. Ich habe großes Glück und sollte mir das öfters mal ins Gedächtnis rufen. Ich liebe Pulverschnee, aber ich mag keine Lawinen. Eine etwas vereinfachte Darstellung, die meine Problematik jedoch gut umschreibt. Das Schwierigste für mich ist, den Schnee und die Bedingungen einzuschätzen. Es ist nie hundertprozentig. Du musst trotz aller Euphorie einen kühlen Kopf behalten. Schnee ist von Natur aus instabil, unvorhersehbar, überraschend. Manchmal setzt er sich in Bewegung und du nicht warum. Und manchmal bewegt er sich nicht und du weißt auch nicht warum. Die Leute von Petzl halten mich für einen Spezialisten, einen Experten für Lawinen, aber der Schnee wird niemals eine exakte Wissenschaft sein. Ich gehe nicht davon aus, dass eine Lawine ausgelöst werden könnte, sondern dass sie ausgelöst wird. Das Wenige, was ich zu diesem Thema weiß, habe ich durch jahrelange Beobachtungen und Gespräche mit den Leuten vom Pistendienst und jenen, die täglich Sprengstoff legen, sowie durch stundenlange Diskussionen mit erfahrenen Bergführern gelernt."

Colonne gauche

Vielseitigkeit
"Neben meinem Beruf, meiner Arbeit, den Dreharbeiten und der Öffentlichkeitsarbeit übe ich gerne kostenlos Aktivitäten wie Sportklettern und Bergsteigen aus. Ich liebe den Kontakt mit dem Fels und bin gerne in den Bergen. Es ist ein einzigartiger Moment für mich, nur zum Vergnügen, auch wenn es mir später beim Snowboarden viel hilft. Ich liebe das Surfen auf dem Meer, es ist ein gesunder Sport, das pure Gleitvergnügen unter den Füßen. Meines Erachtens gibt es keine idiotischere und gefährlichere Aktivität als das Downhill-Biken, aber es macht verdammt viel Spaß, idiotisch zu sein. Das ist ein gutes Thema, um über mein Bewusstsein zu sprechen. Es kommt immer darauf an, wie du den Sport betreibst... Ich drücke nie auf die Bremsen, ich habe keine Lust zu bremsen, keine Lust, die Dinge nur halb zu tun. Das erfordert eine größtmögliche Beherrschung der Aktivität. Um ein so großes Risiko einzugehen, musst du alle Eventualitäten einplanen, körperlich in Höchstform sein, großen Scharfblick hinsichtlich der Wahl der Strecke besitzen und verinnerlicht haben, was improvisieren im Notfall bedeutet."
 
 
Alaska
"Die Qualitäten von Alaska habe ich erst in diesem Jahr schätzen gelernt. Ich reise bereits seit mehreren Jahre nach Alaska. Die Heliskiing-Stationen mit ihrer Hektik und dem übercoolen Gehabe der Leute sagen mir nichts. In diesem Jahr aber habe ich zwei Wochen lang 80 km von den ersten Stationen, fernab jeglicher Zivilisation mein Lager aufgeschlagen und endlich das Besondere am Schnee von Alaska entdeckt. Alaska ist ein wahres Paradies für Spins. Den Rest könnte ihr euch selber ausmalen, wir konnten nicht genug bekommen. Zur Erklärung für alle nicht Eingeweihten, Alaska ist für seine Freeride-Küstenzonen bekannt, die unendliche Massen an Schnee bieten, und zwar nicht irgendeinen Schnee. Es ist ein Pulverschnee mit hohem Feuchtigkeitsgehalt, der sogar an den steilsten Hängen haftet. Er tendiert dazu, die berühmten "Spins" zu formen, bei denen es sich um eine Art vertikaler Schrammen handelt, zwischen denen ständig Schnee fließt und die abgesehen von der spielerischen Seite des Freeride ein klares Zeichen für Stabilität sind, was nach Schneestürmen mit drei Meter hohen Schneeansammlungen und Wind nicht zu verachten ist. Im Großen und Ganzen ermöglicht es dir, bei Bedingungen zu riden, die bei uns unvorstellbar sind. Die Zeit da oben, fernab von dem ganzen Trubel (Helikopter-Unternehmen, Freerider, die über ihre Sessions sprechen, Leute, die ein wenig Abenteuer in Alaska schnuppern wollen, bevor sie wieder nach New York zurückkehren) hat mir gut getan und dazu beigetragen, dass ich letztendlich Gefallen an dem Ort gefunden habe. Natürlich bist du zu Fuß nach mehreren Nächten im Zelt und dem Aufstehen um zwei Uhr morgens, um den Aufstieg zu bewältigen, nicht so effizient wie mit dem Hubschrauber (fernab von jeglicher Zivilisation, im Notfall auf dich selbst gestellt), wo du deine Leistung im Laufe des Tages steigern und nach und nach immer schwierigere Hänge riden kannst."
 
 
Eine neue Dimension
"Aber die Stresskomponente fällt weg und das ist wirklich angenehm. Nach einer langen Reise und der Zeitumstellung hat es mir gut getan, allein, ohne PC und ohne Telefon in meinem Zelt zu liegen, zu schlafen und nachzudenken. Bislang war ich kein Fan von Alaska, aber jetzt haben sich die Dinge geändert, es ist, als hätte sich eine neue Dimension aufgetan: kein Helikopter und Abstand zur Tourismusindustrie. Ich möchte vom Leben profitieren. Jeder Sport ist ein Mittel, um das Leben auszukosten. Die Berge in ihrer unverfälschten Schlichtheit ermöglichen dir, Abstand zu gewissen Oberflächlichkeiten des Lebens zu gewinnen und sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Für Leute, die ständig in den Medien gehandelt werden und die laufend in den Snowboard-Gebieten unterwegs sind, ist es ein gutes Mittel, um die Füße wieder auf den Boden zu bekommen."
 
 
Eine gewisse Art Ski zu fahren oder zu surfen
"Wenn ich vor einer Wand oder auf dem Gipfel stehe, kommt die Inspiration von alleine. Es gibt immer eine Linie, die sich von anderen differenziert, die mich anzieht und die ich fühle. Das kommt von innen. Du musst nur einen guten technischen Background haben, einen kühlen Kopf bewahren und die Lust dazu verspüren. Du brauchst einen starken Charakter, ein bisschen Weisheit, Liebe zum Risiko und zu zu den Bergen."
 
 
Erfahrung dient der Fantasie
"Erfahrung ist mein Mehrwert für alles, was ich leiste, zumindest hoffe ich das. Wenn ich mir eine Abfahrt ausgesucht habe und gestartet bin, halte ich nicht an, ich mache weiter, bis ich unten bin. Ich denke, das Wichtigste ist, sich in die Aktion, in die Aktivität hineinversetzen zu können. Der Rest folgt automatisch: eine möglichst genaue Analyse, mentale Stärke, Urteilungsvermögen, Kontrolle sowie das Gleichgewicht zwischen Emotion und rationaler Beherrschung. Dies alles ist nur möglich, wenn du im Vorfeld Schritt für Schritt und Jahr um Jahr eine enorme, langfristig angelegte Arbeit leistest. Und manchmal reicht schon ein Lächeln, um einen Tag perfekt zu machen. Du musst daran glauben..."
 
 
 
Eine Anekdote von Xavier

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Josune Bereziartu

Josune Bereziartu - photo © Rikar Otegui
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Photo portrait: 
Josune Bereziartu - photo © Rikar Otegui
Date de naissance: 
19 Januar 1972
Lieu de résidence: 
Baskenland (Spanien)
Statut actuel: 
halbprofessionelle Sportlerin
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2002

Ein Leben in Verbundenheit mit der Natur und das Streben nach dem Wahren
"Meine Klettertouren sind Teile meines Lebens, die ich intensiv ausleben will. Der Versuch, eine Route zu klettern, ist bereits der Anfang des zurückzulegenden Weges. Nur hin und wieder stehen am Ende des Weges Anerkennung und Sieg. Der Erfolg ist wichtig, aber noch wichtiger ist es, sich des Weges bewusst zu sein, der dich dahin geführt hat. Ich bin hartnäckig. Ich setze mich mit aller Kraft für meine Ziele ein. Wenn ich letztendlich das Ziel nicht erreiche, ist es nicht so schlimm, ich habe zumindest alles getan, um es zu versuchen. Ich liebe meinen Sport. Ich lebe gerne intensiv."

Colonne gauche

Die Natur voll auskosten
"Ich habe das Klettern zufällig durch eine Sendung im spanischen Fernsehen entdeckt. Es wurden zwei Frauen beim Klettern in der Verdon-Schlucht gezeigt. Es hat mich fasziniert. Ich war überrascht. Ich wollte diesen neuen Sport sofort ausprobieren. Es war wie eine offene Tür zu etwas, das für mich noch nicht existierte. Ich liebe kontrastreiche Landschaften. Ich lebe in San Sebastian, im Baskenland zwischen Ozean und Gebirge. Es ist ein wunderbarer Ort in einer natürlichen Umgebung. Wir haben nicht nur Kletterspots sondern auch das Meer. Aus den gleichen Gründen liebe ich auch Japan und seine Kultur. Ich lese immer wieder gerne "Das Meer der Fruchtbarkeit" von Yujio Mishima. Wenn ich nicht klettern würde, wäre ich auf dem Meer…"
 
 
Versuchen, versuchen und nochmals versuchen
"Das bedeutet, seine eigenen Grenzen immer weiter zu verschieben. Ich kann nicht nein sagen. Ich bin für alles Erdenkliche aufgeschlossen. Der Klettersport und die Berge haben mich gelehrt, geduldig zu sein. Ich will weiterhin meine eigenen Grenzen austesten. Es ist nicht witzig, keine Grenzen zu haben. Diese Grenzen sind es, die ich beim Klettern genieße. Nebenbei bemerkt, wenn ich eine 9a-Route bewältige, habe ich das Gefühl, effizient zu leben."
 
 
Eine Anekdote von Josune
"Vor einigen Jahren bin ich im Winter in den Riglos, einem seltsamen Kletterspot im Norden Spaniens, geklettert. Das Auto hatte eine Panne. Wir sind dann zu einem uns bekannten Automechaniker gegangen. Dieser hat uns einen Wagen geliehen. Es war schon spät, als wir an der Felswand ankamen und der Tag war kurz. Wir haben die Autoschlüssel mit Schnürbändern am Gurt befestigt. Bei der sechsten Seillänge war es dunkel. Die beiden letzten Längen waren eine echte Odyssee. Jeder gefundene Sicherungspunkt wurde zu einem wahren Rettungsanker. Auf dem Gipfel angekommen haben wir für den Abstieg die Schuhe angezogen. Wir haben uns mehrmals verirrt. Schließlich sind wir mit besorgter Miene beim Auto angekommen. Die Autoschlüssel? Wo sind die Autoschlüssel? Sie müssten am Fuße der Wand sein, oder? Wir können das Auto nicht aufschließen. Entschlossen machen wir uns am Fuße der Wand auf die Suche. Aber es sind keine Schlüssel zu finden. Die Schlüssel konnten also nur auf dem Gipfel der Visera sein. Ziemlich müde sind wir dann über den Pfad auf den Gipfel gestiegen und als wir dort ankamen, lagen die Schlüssel da, genau an der Stelle, an der wir die Schuhe angezogen hatten. Um drei Uhr morgens haben wir uns auf den Rückweg gemacht."
 

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