Enzo Oddo

Enzo Oddo profile - Photo © Arnaud Petit
Enzo Oddo profile - Photo © Sam Bié

France

FRA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Enzo Oddo profile - Photo © Arnaud Petit
Date de naissance: 
22 Februar 1995
Lieu de résidence: 
Côte d’Azur (Frankreich)
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2010

Enzo, in der Blüte seiner Jugend…
 
«Das Klettern von Kindheit an, das hat mir gefallen. Warum? Ich bin in Nizza geboren. Dort gibt es Felsen in Hülle und Fülle und keine schlechte Jahreszeit. Klettern ist ganz leicht. Meine Eltern sind geklettert. Bereits in meinen ersten Lebensjahren nahmen sie mich mit zu den Felsen. Sie sind wie mein Zuhause.
Bis zum Alter von dreizehn Jahren liebte ich die Felswände der Côte d’Azur, aber jetzt nach all den Reisen mit dem Petzl-Team ist das Vergnügen hier für mich nicht mehr so groß.»

Colonne gauche

Meine Lieblingslandschaften?
«Mit dem Team entdecke ich so viele fantastische Klettergebiete. Wir reisen in diese Gebiete, um neue Kletterrouten zu erschließen. Wir sind immer in der freien Natur und von der Außenwelt abgeschnitten. Die perfektesten für mich sind die Boulder in Bishop, Millau, im Tarn, im Briançonnais, Entraigues und Roche de Rame. In diesen Bergen fühle ich mich wohl. Ich brauche vielleicht Ruhe, Gelassenheit...»
 
Das Gefühl vorwärts zu kommen
«Was mir am Klettern gefällt? Ich weiß es nicht. Es gefällt mir einfach. Ich habe keine langfristige Motivation. Aber im Augenblick bin ich sehr motiviert. Es ist ein Ganzes, etwas das mir immer wieder neue Energie gibt. Was mir bei der Bewältigung einer Kletterroute gefällt, ist nicht der Erfolg. Es ist das Gefühl, dass es vorwärts geht. Das Gefühl zu haben, in dem was ich tue aufzugehen, wie ein Tag, an dem alles richtig läuft, ohne dass du weißt warum.»
 
Die Zukunft?
«Diese Frage stelle ich mir nicht. Ich werde sehen. Ich würde gerne weiterhin möglichst viel klettern. Ich sehe mich allerdings nicht bis zur Rente im Klettersport. Das ist nicht mein Ding! Ich habe keine Lust, das Staatsexamen als Kletterlehrer zu absolvieren oder eine Trainings- oder Ausbildungseinrichtung aufzumachen. Auf der anderen Seite kann ich mir ein Leben ohne den Klettersport aber auch nicht recht vorstellen. Ansonsten vertraue ich auf die Zukunft. Zu Anfang war es schwierig, meinen Eltern beizubringen, dass ich mit der Schule aufhöre. Heute unterstützen sie mich. Ich schulde ihnen großen Dank. Sie sagen, ich soll mein Leben so gut wie möglich meistern und das, wozu ich wirklich Lust habe, ernsthaft betreiben. Mit 17 Jahren kann man schon ein bisschen ernsthaft sein.»
 
Schwierigkeiten, Zwänge?
«An den Dingen arbeiten, in denen ich nicht gut bin. Ich muss dazu mich zwingen, meine Ausdauer zu trainieren. Im Übrigen nehme ich nicht an Wettkämpfen teil, also habe ich auch keine Zwänge. Wettkämpfe nehmen zu viel Zeit in Anspruch. Das Klettern in der Halle verkörpert nicht das, was ich mir vorstelle. Es ist etwas anderes. Ich schaffe es nicht, mich am Kunststoff zu verwirklichen. Für mich hat das nichts mit dem Sport zu tun, den ich in der Natur und in vollkommener Freiheit ausübe.»
 
Im Leben...
«Die Menschen, mit denen ich mich am besten verstehe, sind Kletterer. Im Augenblick bin ich nur mit Kletterern zusammen und oftmals mit Kletterern im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Mein Lieblingsbuch ist "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson. Mein Lieblingsfilm ist "A serious man" der Brüder Coen.»
 
Eine Anekdote von Enzo
«Auf einer Party unter Freunden im März 2011 frage ich einen Bekannten, ob er Lust habe zu klettern? Er ist einverstanden. Ich nehme ihn also mit auf eine Baustelle in der Nachbarschaft und klettere mit ihm zu einem Balanceakt auf den Kran. Er hat in seinem ganzen Leben noch nie einen Klettergurt angelegt. Es ist 3 Uhr morgens. Wir haben keine Erlaubnis. Wir haben weder eine Stirnlampe noch einen Helm. Wir sind gerade sechzehn Jahre alt. Wir haben ein Seil, ein GRIGRI und eine Schlinge für uns beide. Er braucht jedes Mal eine halbe Stunde, um eine Stange hochzuklettern. Wir wollten eine Trapeznummer wie im Zirkus vollführen, aber in der Mitte des Auslegers hat er keine Kraft mehr und stürzt. Er hat sehr große Angst. Die Lage auf dem Kran ist ziemlich kritisch. Charles zappelt herum. Wir sind trotz allem angeseilt. Ich drifte zur Seite. Ich bringe ihn nach unten. Es endet gut.»
 
Sie sprechen über Enzo:
Mike Fuselier
«Enzo ist für mich ein Jugendlicher, der voller Überraschungen und Spontaneität steckt. Mit Enzo zu klettern ist wie eine Schachtel Pralinen, du weißt nie, was als Nächstes kommt... Es gibt viele Anekdoten zu erzählen, aber eine ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Die Szene spielt sich in einem Guest House in Cuba ab. In einer Diskussion über amerikanische Filme hebt Enzo den Mut von Jean-Claude Van Damme hervor, der in der Lage ist, eine aus 10 m Höhe fallende Kokosnuss mit den Bauchmuskeln abzufangen. Wir wollten ihm diese fantastische Erfahrung ermöglichen und seinen Mut auf die Probe stellen. Also haben wir ihm kurzerhand die Augen verbunden und Wasserflaschen auf seine stahlharten Bauchmuskeln prasseln lassen. Seine Furcht ist schnell in eine Herausforderung umgeschlagen und Enzo wollte wissen, welche Schlagkraft er einzustecken könne. Das Spiel hat einige Minuten gedauert und Enzo hat die auf ihn niederprasselnden Schläge souverän weggesteckt - zumindest für den Augenblick. Am nächsten Tag konnten wir an den blauen Flecken die Zahl der eingesteckten Schläge abzählen. "Das stärkt die Muskulatur und ist gut für einen flachen Bauch", so der O-Ton von Enzo. Jetzt wisst ihr Bescheid...»
 
Aymeric Clouet
«In der Taghia-Schlucht im marokkanischen Atlasgebirge haben Arnaud und ich bei einer theoretischen Trainingssitzung mit praktischen Aufgaben Enzo die Grundtechniken der Bewegungsabläufe beim technischen Klettern mit einem Goutte d'Eau Hook sowie die Sicherheitshandgriffe und den Aufstieg am Seil mit Seilklemmen mit Griff erklärt. Nach einer Weile hat Enzo abgeschaltet, er hörte nicht mehr zu, war überhaupt nicht mehr anwesend und wir haben es aufgegeben und uns gesagt, dass wir später weitermachen würden. Kurz darauf wurde uns klar, dass er alles verstanden hatte. Enzo lernt schnell, er verarbeitet alles sofort und hat außerdem ein sehr gutes Gedächtnis. Dieser Junge ist einfach genial.»
 
Nina Caprez
«Ich habe eine sehr schöne Erinnerung an unsere Reise nach Kuba zusammen mit Enzo. Der Titel könnte eine kurze Psychoanalyse lauten.
Es ist der letzte Tag, und wir sind an den Strand gegangen. Gewöhnlich nimmt es Enzo mit der 'Sauberkeit der Kleidung' nicht so genau. Aber an diesem Tag hat er für die Rückkehr saubere Kleidung zum Wechseln mitgenommen. Er hat sich herausgeputzt für die Rückfahrt mit dem Bus. Wir hatten noch unsere Badesachen an und Cédric ist nichts Besseres eingefallen, als Enzos Klamotten mit Cola zu bespritzen. Angesichts der Seltenheit dieses Zustands bei Enzo (saubere, strahlend weiße Sachen) ist das, was dann geschah einfach köstlich. Enzo war furchtbar wütend und hat lautstark zum Besten gegeben "Verdammt noch mal, ich war perfekt!" Wir haben viel über diesen Satz gelacht, er übrigens auch, nachdem er sich darüber klar geworden ist, was er gesagt hat. "Ich war perfekt", der O-Ton von Enzo.»

Colonne droite
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Video playlist featuring Enzo Oddo

Stéphanie Bodet

Stéphanie Bodet profile - Photo © Stéphan Denys
Stéphanie Bodet profile - Photo © Sean Leary

France

FRA
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Photo portrait: 
Stéphanie Bodet - Photo © Thibault Saubusse
Date de naissance: 
14 März 1976
Lieu de résidence: 
Céüse, Hautes-Alpes (Frankreich)
Formation: 
Philologin (Lehramt), Ausbildung zur staatlich geprüften Kletterlehrerin
Statut actuel: 
professionelle Kletterin, freigestellte Literaturlehrerin
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1996

Das Leben in der Felswand ist eine echte Bereicherung und Selbstfindung
"Ich hatte das Glück, zusammen mit Arnaud fantastische Expeditionen und wunderschöne Reisen zu erleben. Alle Bigwalls, die ich geklettert bin, und ganz besonders die unbeschreiblichen Biwaks haben einen starken Eindruck bei mir hinterlassen. Um etwas zu schaffen, das mir am Herzen liegt, will ich das Beste aus mir herausholen. Ich lerne, Bigwall-Routen zu eröffnen und gleichzeitig wird mir bewusst, dass ich mich mehr und mehr einer gewissen Ethik zuwende, die meines Erachtens den Klettersport auf Dauer schützt. Ohne unnütze Risiken einzugehen, habe ich eine Vorliebe für schwierige Routen, die mir eine hundertprozentige Konzentration und Motivation abverlangen. Es bereitet mir praktisch kein Vergnügen mehr, eine irgendwie vorgezeichnete Route zu klettern. Ich habe nicht das Gefühl, dass dies eine elitäre Sichtweise ist, und ich glaube, dass wir auf jedem Niveau für die gleichen Werte eintreten können. In Céüse klettere ich zuweilen mit Kletterern der jungen Generation. Es macht Spaß zu sehen, dass uns die gleichen Dinge motivieren und dass sich nicht nur die "Alten" Gedanken um ethische Standpunkte machen. Sie stellen im Gegenteil in gewissen Punkten oftmals höhere Ansprüche und Forderungen als wir."

Colonne gauche

Keine Angst haben, sich weh zu tun
"Ich liebe das Klettern in jeder Form, wende mich seit ein paar Jahren jedoch mehr dem Klettern von Bigwall-Routen zu. Ich hätte mir nie träumen lassen, eines Tages von meinem Sport leben zu können. Als Kind wollte ich Schäferin oder Ägyptologin werden. Ich fühlte mich zum Unbekannten, zum Abenteuer und zu wild lebenden Pflanzen und Tieren hingezogen, so gesehen ist mein jetziger Lebensstil eigentlich nicht verwunderlich. Wenn ich klettere, konzentriere ich mich auf den Augenblick, die Zukunft beschränkt sich auf den nächsten Griff. Ich vergesse meine Sorgen, vergesse mich selbst und habe das Gefühl, mit dem Fels zu verschmelzen. Diesen Aspekt liebe und brauche ich. Ich finde ihn auch in anderen Aktivitäten wieder, wie z.B. beim Yoga, beim Schreiben oder bei der Gartenarbeit. Das Leben erscheint plötzlich so einfach. Beim Klettern fühle ich mich gut. Ich bin gerne draußen in der geschützten Natur, hier finde ich mein inneres Gleichgewicht. Mich reizt die Vielseitigkeit der Aktivität, Bouldern; Klettern an abgespecktem Fels oder der Aufbruch zu einer Expedition. Es kommt nicht oft vor, dass ich gleichzeitig mit den Felswänden auch eine andere Kultur entdecke. Ein Leben würde nicht ausreichen, um alle Facetten des Klettersports zu erkunden.
Klettern ist auch ein gute Schule, um Demut zu lernen. Ich versuche, meine Aufmerksamkeit nicht auf die Schwierigkeitsbewertung zu fixieren sondern darauf, was eine Route von mir verlangt oder was ich von ihr lernen kann. Ich fühle mich zu Kletterstilen hingezogen, die ich nicht beherrsche und die mir immer wieder das Gefühl geben, ein Anfänger in diesem Sport zu sein. Dadurch bleibe ich motiviert und neugierig. Letztendlich sind es oftmals Kinderträume, die sich konkretisieren oder Träume, die möglich werden, wenn du genügend Erfahrung gesammelt hast, um sie zu verwirklichen. Das trifft auch auf den Trango Tower zu. Ich habe schon als junge Wettkämpferin davon geträumt, aber dieser Traum hat sich erst einige Jahre später, nachdem ich mich ernsthaft mit dem Klettern im Gebirge befasst habe und mehr am Granit geklettert bin, erfüllt."
 
 
Natur und...
"Ich laufe viel und nehme mir dabei Zeit, um die Natur zu beobachten, nach Vögeln Ausschau zu halten und Tierspuren im Schnee ausfindig zu machen.
"Ich habe das Glück in den Hochalpen, am Fuße der Mauer von Céüse zu leben. Ich gebe zu, es ist mein Lieblingsort zum Klettern natürlich, aber vor allem wegen der Lebensqualität in der Umgebung von Gap. Die Gegend ist relativ unberührt, sie ist kaum verstädtert und hat abwechslungsreiche Landschaften zu bieten. Diese Qualitäten liebe ich auch im Verdon. In Céüse bin ich jedes Frühjahr auf Neue entzückt über das in der Felswand herrschende Treiben. Die Wand ist eine wundervolle Heimstatt für die Vögel und es macht mir Spaß, sie zu beobachten. Ich gehe davon aus, dass wir wie die Vögel die Erde nur gepachtet haben. Es ist kein Problem für mich, auf eine 8a zu verzichten, in der Vögel nisten. Es ist interessant, eine Alpenkrähe dabei zu beobachten, wie sie in einer Mulde ihre Jungen füttert oder dem Tanz der Schwalben zuzusehen, wenn sie hinter dem Wasserfall oder in der Biographie-Wand ihre feinen Nester aus Erde bauen. Eine andere Region, die mir am Herzen liegt, ist Taghia in Marokko, das ich wegen seiner Landschaften und der Menschen dort liebe. "Ich fahre jedes Jahr seit 8 Jahren nach Taghia. Ich habe dort ein paar sehr liebe Freunde gewonnen und kann mich auf Berberisch verständigen, wodurch meine Reisen noch interessanter werden."
 
 
Literatur...
"Ich lese seit meiner Kindheit. Ich habe Literatur studiert und mich eingehend mit gewissen Autoren befasst. Ich habe viele Klassiker gelesen, aber auch moderne Romane und vor zehn Jahren war mein Spezialfach die Reiseliteratur (Ella Maillard, Bruce Chatwin, Alexandra David-Néel usw.). Mir gefallen die Reiseberichte von Sylvain Tesson. Heute lese ich kaum noch Romane und habe eine Vorliebe für die Poesie entwickelt: Valérie Rouzeau, Philippe Jaccottet, Michel Jourdan, Yves Bonnefoy, Bashô, Emilie Dikinson, Henri Michaux usw. Den stärksten Eindruck hat bei mir das Buch "Die Erfahrung der Welt" von Nicolas Bouvier hinterlassen. Sein Stil berührt mich und ich mag seine Art, sich in seinen Schriften zurückzunehmen, um das Land, das er bereist und die Leute, denen er begegnet, in den Vordergrund zu stellen. Wenn ich dieses Buch lese, möchte ich so leicht sein wie eine Seifenblase und um die Welt fliegen. In diesem Jahr hatte ich für kurze Zeit mein Studium wieder aufgenommen, um an Bouvier zu arbeiten, aber ich habe mich von den Prosawerken Gionos über die Memoiren von Simone de Beauvoir und die Essays von Montaigne, Henri Miller und Kenneth White bis hin zur Philosophie von Nietzsche treiben lassen.  Letztendlich habe ich keine einzige Zeile geschrieben, aber interessante Bekanntschaften gemacht. Ich habe keinen Mentor sondern nur Schriftsteller, von denen einige bereits seit eintausend Jahren nicht mehr unter uns weilen, in denen ich mich erkenne und deren Fragen Ähnlichkeit mit meinen haben, die aber unendlich besser formuliert sind und mir das Gefühl geben, einer Gemeinschaft des Geistes anzugehören."
 
 
Ich habe keine wirkliche Devise, aber...
"Wenn ich mich zu hyperaktiv oder unzufrieden mit meinem Tag fühle, rufe ich mir gerne diesen schönen Satz von Montaigne in Erinnerung: "Ich habe heute nichts getan. Wie? Hast du nicht gelebt? Das ist nicht nur die wichtigste, sondern auch die rühmlichste deiner Beschäftigungen."
 

Colonne droite
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Philippe Ribière

Philippe Ribière profile - photo © Tony Lamiche
Philippe Ribière profile - photo © coll. P.Ribière

France

FRA
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Photo portrait: 
Philippe Ribière - photo © coll. P.Ribière
Date de naissance: 
12 März 1977
Formation: 
Fachabitur Buchhaltung und Höheres Fachdiplom Direktionsassistent
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2002

Meine Entwicklung
"Tag für Tag überwinde ich mein Handicap. Es ist wunderbar. Das Resultat ist jedenfalls umwerfend. Ich danke dem Klettersport. Ich wurde, so hieß es anfangs, mit dem Rubinstein-Taybi-Syndrom geboren. Mittlerweile hat sich die Diagnose geändert, es soll etwas anderes sein, eine mutierende Krankheit sagen sie in Erwartung der offiziellen Analysen. Nach zahlreichen Operationen haben meine Adoptiveltern mich zu sportlichen Aktivitäten angehalten, bei denen ich mich selbst verwirklichen kann. Mit sechs Jahren habe ich bei einem Familienurlaub in Saint Gerbais (Frankreich) das Klettern entdeckt. Ich fürchtete mich vor dem Abseilen, weil ich wusste, dass ich nicht genug Kraft hätte, um das Seil zu halten. Der Lehrer ließ mich mit einer zusätzlichen Sicherungsvorrichtung abseilen und ich schwang mich in die Tiefe. Ich erinnere mich an meine Panik und wie glücklich und stolz ich gleichzeitig war, es meinen Geschwistern gleichzutun. Meine Beine zitterten und mein Herz klopfte bis zum Hals, als ich am Boden ankam."

Colonne gauche

Ein paar Jahre später habe ich die Erfahrung in einem Ferienlager für Jugendliche wiederholt
"Unser Tag bestand aus Radfahren, Kayakfahren und Wandern. Als ich nach Hause kam, war ich begeistert von der Idee, mich einem Biking Club anzuschließen. Leider, oder zum Glück verweigerte der Leiter des Clubs mir ohne Angabe von Gründen die Lizenz. Daraufhin bin ich in einen Kletterclub eingetreten und stand zwei Jahre später im Finale der französischen Jugendmeisterschaften. Es war eine aufregende Erfahrung, denn es war meine erste Reise, bei der die Zeit keine Rolle spielte. Wir hatten viel Spaß, sind spät ins Bett gegangen und haben uns ungesund ernährt. Und vor allem waren wir frei. Es ist durchaus möglich, dass diese Reise einen Einfluss auf meine persönliche Entwicklung hatte. Heute ist meine Hauptaktivität das Sportklettern mit einer Vorliebe fürs Bouldern. Das Klettern hat mein Selbstvertrauen gestärkt, die Sicherheit meiner Arme und Beine verbessert und mir die Freude an der Bewegung im Freien vermittelt. Der Klettersport entspricht meinem Bedürfnis nach Einsatz. Klettern gibt meinem Leben einen Sinn. Das Klettern gibt mir die Möglichkeit, mich selbst zu verwirklichen, einen gewissen sozialen Status zu erreichen, die besten Kletterer kennen zu lernen und mit Hilfe der Vereinigungen Handi-grimpe und Evolution Tour Events für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu veranstalten."
 
 
Meine Devise ist, keine Devise zu haben
"Nichts ist wirklich schwierig. Alles ist eine Frage des Annehmens und der Wahrnehmung. Die Behinderung ist das schönste Geschenk, das die Natur für mich geschaffen hat. Meine Niederlagen hinter mir zu lassen ist das beste Mittel, mich zu offenbaren. Ich vergesse nicht, dass ich nur ein Sandkorn im Universum bin. Mein Ziel ist, meine Botschaft in eine einzige Richtung aber in alle Teile der Welt weiterzugeben, weil ich glaube, dass ich etwas bewirken kann. Meine Botschaft lässt sich so zusammenfassen: Einsatz, Ehrlichkeit, Achtung vor sportlichen Werten. Einer meiner Träume ist, Fortschritte in der Fotografie zu machen und das Unsichtbare einzufangen."
 
 
Meine Begegnungen
"Durch die mit Handi-grimpe veranstalteten Events bin ich Künstlern aus der Welt des Films, des Chansons und der Mode begegnet. Bei meiner Teilnahme an einem Film bat mich eines Tages ein Musiker um die Mitarbeit beim Soundtrack. Nach einmonatiger Arbeit schob er mich schließlich auf die Konzertbühne und ich habe meinen ersten Slam bestritten. Seither gehe ich, sobald sich die Gelegenheit bietet, zum Slammen und Jonglieren mit Feuer auf die Bühne."
 

Colonne droite
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The teaser of Wild One

 
 
The teaser of Evolution Tour

 
 
The video playlist featuring Philippe "Petitou" Ribière

Michaël Fuselier

Michaël Fuselier profile - photo © Boris Stephan
Michaël Fuselier profile - photo © Lafouche

France

FRA
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Photo portrait: 
Michaël Fuselier - photo © Tony Lamiche
Date de naissance: 
4 Januar 1981
Lieu de résidence: 
Grenoble (Frankreich)
Formation: 
Betriebswirtschaftsstudium, staatlich geprüfter Kletterlehrer
Statut actuel: 
Trainer des Clubs Maurienne Escalade, nationaler Erschließer für Wettkämpfe
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2005

Erster Gipfel
"Meine erste Klettertour war die Besteigung eines nicht unbedeutenden Gipfels. Das Klettern habe ich durch Jean Bonin, einem sehr guten Freund der Familie, entdeckt. Wir sind zusammen über eine klassische Route auf den Mont Aiguille (Vercors, Frankreich) gestiegen. Ich war damals 16 Jahre alt. Warum wurde an jenem Tag meine Begeisterung für den Klettersport geweckt? Der Mont Aiguille entspricht meiner Vorstellung eines Gipfels. Der Mont Aiguille hat eine große Bedeutung für mich. Eigentlich mag ich das Wort Gipfel nicht, es widerstrebt mir, einen Gipfel als eine Decke zu betrachten, die nicht zu überwinden ist. Mit dem Mont Aiguille beginnen auch meine Klettererinnerungen, das erste Seil, das meine Mutter mir schenkte, die vielen Kilometer, die ich auf einem alten Moped zurückgelegt habe, um in der Umgebung von Grenoble zu klettern."

Colonne gauche

Der Weg zum 9. Grad
"Ein Zitat von Marc Twain berührt mich ganz besonders: "Alle wussten, dass es unmöglich war, doch dann kam einer, der es nicht wusste und hat es einfach gemacht". Das Wettkampfklettern hat mir in sportlicher und menschlicher Hinsicht sehr viel gegeben. Beim Training habe ich Disziplin und Kampfgeist gelernt. Hier habe ich viele Menschen mit starken Charakteren und Temperamenten kennen gelernt, wie z.B. Laurent Boudier, mein Trainer, der mir eine gewisse Sichtweise vom Klettersport und vom Leben allgemein vermittelt hat. Mein Training lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Ausdauer, Disziplin, Einsatz, Neugierde und Begeisterung. Konkret gesprochen laufe ich regelmäßig, um die für diese Aktivität erforderliche Ausdauer und Selbstüberwindung zu trainieren und gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Die Einsamkeit beim Laufen ist eine hervorragende Gelegenheit, um deinen Gedanken freien Lauf zu lassen, ganz im Gegensatz zum Bouldern, wo du niemals alleine bist. Der Felsblock ist meine Sucht. Ich bin ständig auf der Suche nach einem neuen Felsblock oder einen neuen Linie, denn ich weiß, dass es für mich noch viel zu lernen und zu entdecken gibt. Die Herausforderung des 9. Grads ist in meinen Gedanken sehr präsent."
 
 
Entdecken, weitergeben, sich weiterentwickeln
"Das Rezept für ein perfektes Leben besteht darin, ein gewisses Gleichgewicht zu finden. Das Leben eines Kletterers ist nicht unbedingt ein "langer, ruhiger Fluss". Es besteht aus Tausenden von Schubladen, die geöffnet und geschlossen werden, wie gute und weniger gute Griffe in einer Wand, die im Laufe des Aufstiegs erscheinen und verschwinden und sich in unser Gedächtnis eingraben. Ich liebe das Gefühl, einer Art Sippe, einer Gruppe von Menschen anzugehören, die durch ihre Herangehensweise an den Sport, ihre Beziehung zur Umwelt und die Achtung vor gewissen Regeln einander ähnlich sind. Mir gefällt die Idee der Sippe, deren gemeinsamer Nenner das Klettern ist. Ich liebe es, mit Freunden aller Generationen zu neuen Spots aufzubrechen, sie gemeinsam zu entdecken, wobei jeder auf seine Kosten kommt. In meinem Job als Trainer gebe ich meine gelebten Erfahrungen heute an die Jüngeren weiter. Die Weitergabe von Erfahrungen ist eine Frage des gesunden Menschenverstandes. Sie ist sogar eine Pflicht. Ich versuche, so viele Dinge wie möglich zu vermitteln, zu erklären und mit möglichst vielen Leuten zu teilen. Ich liebe es, etwas aufzubauen, Ideen umzusetzen und aus gelebten Erfahrungen Inspiration zu schöpfen. Wenn ich den Verlauf einer Route vorbereite, gehe ich vor wie Tischler beim Bauen seiner Möbel. Ich arbeite übrigens gern mit Holz.
Ich habe nicht eine sondern mehrere Lieblingslandschaften. Sie sind abwechslungsreich und total verschieden. In den USA haben mir Spots wie Smith Rock und Red River Gorge besonders gut gefallen. Etwas Besonderes ist es für mich auch, ein paar Tage in Hampi, Indien, oder in der Wüste Algeriens und im Tassili verbringen zu dürfen. Es ist erstaunlich, so verschiedene Orte zu lieben, aber für mich bilden sie ein Ganzes. Die mineralischen Landschaften mit ihrer Fauna und Flora bieten ein einzigartiges und unvergessliches Schauspiel. Du musst diese Orte entdecken, um ihre Verletzbarkeit und ihre Verwundbarkeit zu verstehen. Die Einwohner dieser Orte haben alle ihre eigene Kultur und Lebensanschauung. Die Begegnung mit Menschen, die in einer ganz anderen Welt aufgewachsen sind und leben, ist eine große Bereicherung für mich."
 
 
Auf der Suche nach Wahrhaftigkeit
"Wenn alles machbar wäre, würde ich ohne Einschränkung überall auf der Welt umherreisen.
Ich würde eine Zeitreise unternehmen und mir die Persönlichkeiten und Orte, welche die Weltgeschichte geprägt haben, mit eigenen Augen ansehen. Ich würde nach dem wie und warum suchen und vor allem danach, was wahr ist und was nicht. Mein Leben ist eine ständige Hinterfragung dessen, was geschrieben steht.
Ich will den Dingen auf den Grund gehen und mich selbst davon überzeugen, ob es wahr ist. Ich will ich selbst bleiben, die Dinge spüren, die Natur jeden Tag neu erleben, nach meiner Methode und in meinem Beruf experimentieren anstatt Theorien aufzustellen, die Dinge zulassen, verarbeiten, wieder aufnehmen, überprüfen und anhand der gelebten Erfahrung der Wahrheit so nahe wie möglich kommen. Ich liebe es, meine guten und schlechten Erfahrungen zu analysieren und zu sortieren. Je mehr ich meine Klettergebiete variiere, je mehr Kletterer ich kennen lerne, je mehr Ideen und Widersprüche mir durch den Kopf gehen, desto mehr fange ich an mir vorzustellen, was mir bisher unvorstellbar erschien. Ich wage mehr, lasse mich von anderen inspirieren und je mehr ich entdecke, desto neugieriger werde ich, noch einen Schritt weiter zu gehen."

Colonne droite
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Liv Sansoz

Liv Sansoz - photo © Evrard Wendenbaum
Liv Sansoz profile - photo © Keith Ladzinski

France

FRA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Liv Sansoz - photo © Evrard Wendenbaum
Date de naissance: 
12 Februar 1977
Lieu de résidence: 
Savoie (Frankreich)
Formation: 
Master 2 Forschung auf dem Gebiet der Neurokognition und sozialen Kognition, staatliche geprüfte Kletterlehrerin
Statut actuel: 
Sportklettern
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1994

Leidenschaft, über sich selbst hinauswachsen, Demut, Begegnung und Achtung vor den Bergen
«Ich möchte meine Leidenschaft ausleben, Träume haben, sie verwirklichen und mit anderen teilen in der Hoffnung, andere Klettererinnen und Kletterer zu inspirieren. Wenn ich eine Idee habe, setze ich sie um. Ich mache die Dinge gründlich, setze mich voll ein. Meine Hauptaktivität? Klettern, aber im Plural: Klettern an abgespecktem Fels, Bergsteigen, Bouldern usw. Ich liebe die unterschiedlichen Herangehensweisen und die Vielfalt. Klettern gibt meinem Leben einen gewissen Sinn. Es ist der Motor für meine Motivationen und gewisse Wünsche. Klettern ist eine ausgezeichnete Schule fürs Leben. Es ermöglicht mir, zu leben und besondere Momente mit anderen zu teilen, unheimlich interessante Menschen kennen zu lernen und mich ständig weiterzuentwickeln.
Klettern hat so viele Gesichter! Ich liebe vor allem die Freude, die mir das Klettern an sich bereitet, dies mit Menschen zu teilen, die das Gleiche mit der gleichen Intensität erleben. Und dann die Schönheit. Die Schönheit der Linie, die Schönheit der Bewegung, die Schönheit des Kampfes, den du mit dir selbst führst, um eine Route zu meistern. Und schließlich das Gefühl frei und vom Schicksal begünstigt zu sein. Klettern ist ein besonderer Sport, der dir alles abverlangt und für den du dich mit deiner ganzen Kraft einsetzen musst. Mit gefällt das Konzept des "Aufbaus". Bei Punkt A aufbrechen, um über eine Reihe von Etappen (B, C, D usw.), bei denen es sich um bereichernde Erfahrungen handelt, nach Punkt Z zu gelangen. So funktioniere ich. Auch wenn es vorkommen kann, dass ich Zweifel hege oder mich von meinem Konzept entferne, gibt es immer wieder Zeichen und Wünsche, die mich dahin zurückführen. Und wenn ich eine Idee im Kopf habe, halte ich mich daran und setze mich entschlossen dafür ein.»

Colonne gauche

In Verbundenheit mit der Natur, in der ich aufgewachsen bin
«Wir haben in Frankreich viele bedeutende Klettergebiete, angefangen von Bouldergebieten über klassische Routen im Gebirge bis hin zu fantastischen abgespeckten Felsen. Mit Fontainebleau, dem Verdon, den Tarn-Schluchten und anderen Gebieten mit ausgezeichnetem Fels und wunderbaren Routen sowie den alpinen Routen von Chamonix, les Ecrins im Oisans usw. sind die Möglichkeiten schwer zu überbieten. Ich persönlich habe eine engere Beziehung zu den Bergen, wo ich lebe und geboren bin, als zu einem Klettergebiet. Meine Vorfahren stammen aus demselben Tal, mit dem ich tief verwurzelt bin. Ich spüre eine gewisse Verbundenheit mit der Natur, in der ich aufgewachsen bin. Ich habe das Gefühl, Teil ihrer Bäume zu sein, die Steine in den Wildbächen zu kennen und spüre das Wohlwollen der Berge, die mich umgeben. Ich habe das Gefühl, eins zu sein mit der Natur und kein hinzugefügter Fremdkörper. Das Gleiche gilt für die Menschen. Ich kenne viele Einwohner von Bourg-Saint-Maurice von den Großeltern bis zu den Enkelkindern. Deshalb stehe ich den Veränderungen, die dem Tal zugefügt werden, auch nicht gleichgültig gegenüber: die Probleme in Bezug auf die Stadtentwicklung, die Einrichtung neuer Skilifte und Pisten, welche die Berghänge zerstören, Kunstschnee und Menschenmassen im Winter.»
 
 
Weitergabe von Erfahrungen
«Ich interessiere mich von Natur aus für den Menschen. Ich möchte gerne verstehen, wie wir funktionieren. Ich lerne gerne von anderen und von mir selbst und ich lerne einfach gerne zu lernen. Ich lasse mich gerne überraschen und durch Interaktionen, Gespräche und deren Wirkungen mitreißen. Manchmal wird mir durch eine einfache Begegnung etwas Elementares in meinem Leben bewusst. Ohne diese Begegnung hätte ich Jahre dafür gebraucht. Anfangs waren meine Fragen vorwiegend auf die Performance gerichtet. Wie kann es sein, dass dieser eine Kletterer gewinnt und jener andere niemals das Ziel erreicht, obwohl sie beide das gleiche körperliche, technische und taktische Niveau haben? Mit der Zeit hat sich mein Interesse gewandelt und betrifft den Menschen insgesamt. Es ist sehr wichtig für mich, bestimmte Dinge an aufstrebende junge Leute weiterzugeben. Auf meine Art an ihrer Entwicklung mitzuwirken. Bei anderen das Verlangen zu erwecken, ihren Traum auszuleben, neue Neigungen zu entdecken und ihnen eine gewisse Energie zu übermitteln. Dies geschieht oftmals stillschweigend. Und dann erhalte ich eines Tages einen Brief, eine E-Mail oder ich sehe einen Menschen wieder, der sich bei mir bedankt, weil ich vor einem Jahr, vor drei oder vor zehn Jahren etwas gemacht oder gesagt habe, das bei diesem Menschen einen Wunsch oder eine Motivation geweckt hat. Es ist ein tolles Gefühl. Darum bemühe ich mich, wenn ich mit einem jungen Menschen an seiner Performance, d.h. an seiner mentalen Vorbereitung arbeite. Ich begleite ihn bei seinem Vorhaben Leistungssportler zu werden, aber ich versuche auch, ihm einen Schlüssel für sein künftiges Erwachsenenleben an die Hand zu geben. Das ist sehr bereichernd.»
 
 
Innere Kraft und Energie
«Es gibt dir innere Kraft, wenn du fühlst, dass du etwas in dir trägst und du es mit Entschlossenheit, Willenskraft und Fantasie umsetzt. Sich vorstellen, dass die Dinge möglich sind und in der Lage sein, alles dafür einzusetzen, dass sie verwirklicht werden. Diese innere Kraft ist eine Art von Energie, ein Fluidum.  Und Energie ist alles. Sie ist die Grundlage jeden Handelns, jeder Emotion, jedes Wunsches und Traumes. Sie ermöglicht uns das zu tun, was wir tun möchten. Unsere Energie stimuliert und stützt uns bei allem, was wir tun. Ich hätte fast Lust, das Wort "Mission" zu benutzen. Ich lebe meine Energie wie etwas, das untrennbar mit meiner Mission verbunden ist. Aber da wird es schwierig, noch weiter zu gehen.»
 
 
Inspiration, Lebenserfahrung, Träume, Reisen
«Ich lese gerne Geschichten über die Berge, Romane und philosophische Werke. Als Jugendliche haben mich die Tagebuchaufzeichnungen "Les carnets du Vertige" und die Hauptperson Louis Lachenal tief beeindruckt. Er hat mich nachhaltig inspiriert. Ich bewunderte seinen reinen und starken Charakter. Aber das ist nicht alles. Ich spürte, dass unter seiner harten Schale ein Mann mit einer gewissen Demut, einer gewissen Haltung steckte. Hinter seiner körperlichen Kraft und seiner Charakterstärke verbirgt sich etwas sehr Schönes. Außerdem mag ich seine draufgängerische Art: keine Zeit verlieren beim Zustieg, nicht zu viele Fragen stellen, wenn du auf ein Hindernis triffst, sich den Schwierigkeiten stellen, im richtigen Augenblick und bestmöglich auf eine Situation reagieren... So sehe ich ihn jedenfalls. Wie beim Lesen gewisser Bücher, gibt es auch Reisen, die keinen großen Eindruck hinterlassen. Und es gibt Reisen, die dich fürs Leben prägen. Ich glaube, dass alles eine Frage der Begegnung zu einem bestimmten Zeitpunkt in deinem Leben ist. Und wieder das Wort Begegnung. Begegnung mit einem Land, mit den Menschen in diesem Land, mit sich selbst... Eine bestimmte Reise zu einem bestimmten Zeitpunkt deines Lebens hat nicht den gleichen Reiz und auch nicht die gleiche Wirkung, als wenn du sie drei Jahre früher gemacht hättest. Das gilt auch für Bücher. Damit die Begegnung funktioniert, müssen auch andere Dinge stimmen: unsere Energie, unser Verlangen, den Dingen und den Menschen aufgeschlossen gegenüber zu stehen... Unter diesem Aspekt muss man nicht unbedingt in die Ferne reisen.»

Colonne droite
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Diaporama Videos: 
 
 
Video playlist featuring Liv Sansoz

Gérôme Pouvreau

Gérôme Pouvreau profile - photo © Sam Bié
Gérôme Pouvreau profile - photo © Keith Ladzinski

France

FRA
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Photo portrait: 
Gérôme Pouvreau - photo © Sam Bié
Date de naissance: 
26 Oktober 1983
Lieu de résidence: 
Provence (Frankreich)
Formation: 
staatlich geprüfter Kletterlehrer
Statut actuel: 
Kletterlehrer im Club AS "Grimper" von Aix en Provence und Marseille
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2002

"Der Unterzeichnete, Gérome Pouvreau, erklärt und bescheinigt hiermit, den Kampf zu lieben, seine eigenen Grenzen zu überwinden und Kletterrouten stehenden Fußes in Angriff zu nehmen.

Meine seit zehn Jahren anhaltende Wettkampfkarriere im Schwierigkeitsklettern ist von ihrer Dauer her eine hohe Anforderung. Das Wort dafür heißt Performance."

Colonne gauche

Eine unerwartete Entdeckung
"Ich habe den Klettersport an meinem Heimatort, La Rochelle, entdeckt. Auf einem Jahrmarkt stand zwischen zwei Wohnwagen eine Kletterwand. Zu dieser Wand habe ich meine Eltern geschleift. Ich habe einen Klettergurt angelegt und wurde vom Klettervirus angesteckt. Einen Monat später bin ich in den Kletterverein von La Rochelle eingetreten. Da meine Eltern nicht kletterten und im Flachland von La Rochelle der Wassersport an erster Stelle steht, konnte ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, einmal im Klettersport Karriere zu machen. Heute bedeutet das Klettern sehr viel für mich. Zum Klettern reise ich um die ganze Welt. Ich habe einen tollen Freundeskreis und viele Bekannte in der ganzen Welt."
 
 
Asien, ein Königreich des Klettersports
"Meine Lieblingsspots sind: Yangshuo in China mit seinen traumhaften Landschaften und Hampi in Indien, das wie ein Hauch Zen-Philosophie anmutet, ein Paradies für Kletterer. Hampi besitzt ein Chaos an Felsblöcken soweit das Auge reicht. Ich hatte wirklich das Gefühl, in einem Traum zu leben. Und Badami, eine kleine Stadt in Indien. Ein Bad in der trotz aller Armut faszinierenden indischen Kultur."
 
 
Eine Aktivität, die in der Gegenwart verankert ist
"Mein Leben spielt sich in einem Dorf in der Provence mit echten Freunden und vielen Klettermöglichkeiten ab. Es hätte eine Illusion sein können, war es aber nicht. Ich lebe seit zehn Jahren in der Provence. Ich bin umgeben von herrlichen Felswänden, zahlreichen Kletterfreunden, die aber auch Fußball und Boule spielen können. Ich liebe Grillabende bei den Nachbarn. Ich mag es, mit einem Bier in der Hand im Kletterzentrum "Grimper" einen Moment inne zu halten und die jungen Kletterer aus dem Verein zu coachen." Ich gebe meine Liebe zu diesem Sport und meine Erfahrung an sie weiter, damit sie Fortschritte machen. Nebenbei mache auch ich dadurch Fortschritte."
 
 
Hinter all dem steht eine enorme Arbeit
"Meine ganze Energie schöpfe ich aus der Natur". Die Voraussetzungen, um ein guter Kletterer zu werden, sind Spaß am Klettern und Hartnäckigkeit. Du musst für den Erfolg kämpfen. Ein normaler Tagesablauf sieht bei mir so aus: ausschlafen, dann klettern und die Route beim ersten Versuch abhaken, anschließend im Café mit Freunden über diesen schönen Tag reden. Aber um so weit zu kommen, darfst du in den Kletterrouten nicht aufgeben."
 
 
Ein cooles Leben also?
Antwort: "Ein lautes Ja und ein leises Nein."

"Erklärung: Das Leben, das ich führe, lohnt sich wirklich. Ich bin glücklich, aber das heißt nicht, dass alle Momente wirklich cool sind. Da sind all die Risiken, all die Kämpfe, die diejenigen, die nicht klettern, sich überhaupt nicht vorstellen können. Du brauchst viel Durchhaltevermögen. Du musst auf dich aufmerksam machen, der Beste sein, präsent sein. Die Kletter-Weltreise ist nicht umsonst und niemals gewonnen. So habe ich beispielsweise am Abend, bevor ich eine 9a Route klettere, Schwierigkeiten einzuschlafen. Es ist wie eine Besessenheit. Mein Herz schlägt schneller, wenn ich nur daran denke. Im Auto spiele ich ständig den nächsten Bewegungsablauf durch. Ich gebe zu, dass ich mich nach dem Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes befreit fühle. Es kann sogar passieren, dass ich einen kleinen Durchhänger habe. Ich bewundere Kletterer in einem gewissen Alter, die noch die gleiche Motivation wie am ersten Tag haben und weiter von Entdeckung zu Entdeckung gehen."
 
 
Meine Devise
"Wenn du nichts versuchst, kannst du auch nichts erreichen."
 
 
Die Anekdote, die um die ganze Welt gegangen ist
"Mein Sturz beim RocTrip in Millau 2004, der große Sprung. Ich glaube, das war der Moment meines Lebens, in dem ich beim Klettern die größte Angst hatte. Ich glaube, dass ich nie wieder so große Angst haben kann, das ist einfach unmöglich. Als ich stürzte, dachte ich, ich schlage auf den Boden auf, aber das Seil hat mich knapp davor gehalten... Ja, jetzt kann ich darüber lachen."
 

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Video playlist featuring Gérôme Pouvreau

Florence Pinet

Florence Pinet profile - Photo © Florence Pinet
Florence Pinet profile - Photo © Sam Bié

France

FRA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Florence Pinet profile - Photo © Florence Pinet
Date de naissance: 
3 März 1986
Lieu de résidence: 
Provence (Frankreich)
Statut actuel: 
Kinderpflegerin
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2009

Grenzen verschieben
"Ich genieße das Klettern in der Wand mit Freunden und in einem schönen landschaftlichen Rahmen.
Ich liebe es, meine Grenzen zu verschieben und fantastische Routen zu klettern wegen der Bewegungsabläufe und der Suche nach dem richtigen Routenverlauf.
Ich liebe das Klettern in allen Variationen, Klettern an abgespecktem Fels, Bouldern, Klettern von Mehrseillängenrouten und ganz besonders das On-Sight-Klettern. Wenn ich klettere, ist die Welt in Ordnung!"

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Meine Lieblingswand ist Buoux en Provence im Süden Frankreichs. Ich habe im Alter von sechs Jahren angefangen. Ich kletterte auf alles, was hoch war.  Seither habe ich nicht mehr aufgehört. Ich habe schon immer viel Sport getrieben, ich brauche das einfach. Ich bin nicht gerne eingesperrt. Ich liebe die Natur und verbringe soviel Zeit wie möglich im Freien. Ich liebe die unberührte Schönheit, das gemeinsame Erlebnis, den Kampfgeist, die Bewältigung einer vertikalen Wand wie die «Infinity Lane» in der Jonte-Schlucht beim RocTrip in Millau (Frankreich)."
 
 
 
"Beim Klettern am Fels konzentriere ich mich lieber auf mein Empfinden und mein Feeling anstatt nach einer so genannten Methode vorzugehen. Ich liebe das Gefühl, mit dem Element zu verschmelzen. Was mich interessiert und am stärksten motiviert, ist die Vielfalt der Bewegungsabläufe, die jede Linie bietet, und sie nach meiner eigenen Kombination zu meistern. Ich achte darauf, an jedem Ort etwas Neues zu finden.

Um auf meinem Gebiet erfolgreich zu sein, setze ich meine ganze Kraft und Entschlossenheit ein. Meine Devise nach dieser Spiel- bzw. Lebensregel lautet: zuerst kommt das Vergnügen. Ich träume davon zu reisen, um die schönsten Routen der Welt zu klettern und alles zu entdecken, was die Erde zu bieten hat."
 

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Dave Graham

Dave Graham profile - photo © Tony Lamiche
Dave Graham profile - photo © Sam Bié

USA

USA
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Photo portrait: 
Dave Graham - photo © Sam Bié
Date de naissance: 
10 November 1981
Lieu de résidence: 
Boulder (Colorado (USA)
Statut actuel: 
Sportklettern, Bouldern
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2008

Selbstverwirklichung
«Mit 15 habe ich mit dem Klettern in der Halle angefangen und bin später zum Bouldern und Sportklettern übergegangen. Eines Tages wurde mir klar, wie unendlich viele Felsen es auf der Welt gibt. Ich habe mir auf Anhieb gedacht, dass dies für der Schlüssel zum Glücklichsein ist. Komischerweise wusste ich anfangs nicht, dass der Klettersport mein Leben ausfüllen würde. Ich wollte zur Universität, Hockeyspieler werden und eine Punkgruppe gründen. Das Klettern ist zu einem Teil von mir geworden. Das Klettern bereichert mein Leben. Es verbindet mich mit einem Teil meiner selbst, der voller Enthusiasmus ist, und mit Tausenden von Menschen, die die gleiche Lebensphilosophie haben wie ich.»

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Elf Jahre Reisen durch Europa
«Im Laufe dieser Jahre habe ich mein Interesse für fremde Sprachen entdeckt. So habe ich auf meine Art meinen Horizont erweitert und ein Gefühl für die Realität entwickelt. Mein Ziel war, immer nach vorne zu blicken. Als professioneller Kletterer bin ich motiviert, Routen zu wiederholen, zu denen Presseartikel und Fotos mich inspirieren und diese Sektoren dann weiterzuentwickeln. Ich liebe es, Linien zu interpretieren, Felsblöcke zu säubern und Routen zu erschließen. Meine Lieblingsplätze auf der Welt sind die Alpen und die Umgebung von Montpellier in Frankreich, das Wallis und der Tessin in der Schweiz und Katalonien in Spanien. Dazu kommt die Ostküste der Vereinigten Staaten, wo ich aufgewachsen bin, und Colorado, wo ich jetzt lebe.

Alle diese Orte haben mich beeinflusst. Die Menschen, die in diesen Regionen leben, haben meinen Charakter geformt und mich viele Dinge über mich selbst gelehrt. Als junger Amerikaner hatte ich eine starke Bindung zum Meer und zu den Fischregionen in meiner Heimat. Später habe ich erkannt, wohin mein Herz tendiert. Mein Intuition hat mich in die Alpen geführt, aus deren Landschaften ich unwahrscheinliche Energien und künstlerische Schaffenskraft geschöpft habe. Seit meiner Rückkehr in die Staaten versuche ich alles umzusetzen, was ich im Ausland gelernt habe, um meine Heimat noch mehr zu schätzen. Ich fühle mich von neuem inspiriert. Ich stelle neue Verbindungen her. So funktioniere ich. Es ist eine nicht endende Baustelle in ständiger Entwicklung.»
 
 
 
Ich widme ganze Tage dem Studium der Bewegungsabläufe
«Ich setze viel Energie für die Entdeckung neuer Plätze ein, die mich zwingen, mir neue Bewegungen auszudenken. Es ist etwas ganz Besonderes, neue Routen zu beobachten, in denen ich mit Ideen experimentieren kann, die noch keine Realität sind. Ich bin von Natur aus leidenschaftlich und der Klettersport ist für mich die kreativste sportliche Aktivität. Die Inspiration ist ein unaufhörlicher und etwas chaotischer Fluss. Es amüsiert mich und gibt mir die Energie, meine Träume zu verwirklichen. Wenn ich erfolgreich sein will, muss ich offen und entschlossen sein. Ich bin besessen von meinem Sport. Ich stelle gerne viele Fragen, um die Antworten zu finden. Ich verbringe ganze Tage damit, Bewegungsabläufe zu entschlüsseln.»
 
 
 
Die Gründung meiner Firma "The Island" hat meinem Leben eine Wendung gegeben.
«Diese Firma hat folgende Ziele:

  • Informationen auszutauschen und die Erfahrungen der Kletterer weiterzugeben
  • eine Emulationsplattform für eine wachsende internationale Community zu entwickeln
  • die Ausbildung der Kletterer fortzusetzen
  • Menschen, die nicht klettern den Lebensstil der Kletterer zu erklären
  • neue Bouldergebiete in den Schwierigkeitsgraden 9b+ und 9a zu entwickeln
  • meine künstlerische Dimension des Klettersports zu verkörpern
  • die Möglichkeiten professioneller Kletterer generell zu erkunden
  • Filme zu produzieren, den Ausdruck der Fotografie und die Macht der Worte zu erkunden
  • die durch das Internet gebotenen Möglichkeiten maximal auszuschöpfen
  • weltweit mit einem Team von Leistungssportlern zusammenzuarbeiten: Jon Cardwell, Cooper Roberts, Daniel Andrada, Chris Sharma, Chad Greedy, Joe Kinder, Luke Parady, Jamie Emerson, Daniel Woods usw.»
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Dave Graham sends "Les Arts du vide" in Kalymnos

 

 
Dave Graham sends "Baston à la maison" in St-Géry

 
 
The video playlist featuring Dave Graham

Chris Sharma

Chris Sharma profile - photo © Stephan Denys
Chris Sharma profile - photo © Bernardo Gimenez

USA

USA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Chris Sharma - photo © Stephan Denys
Date de naissance: 
23 April 1981
Lieu de résidence: 
Sant Llorenc de Montgai (Spanien)
Statut actuel: 
professioneller Kletterer
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1995

Klettern hat etwas Befreiendes für mich.

"Das Klettern ist seit meinem zwölften Lebensjahr mein Lebensinhalt und mein Weg, um die schönsten Ort der Welt zu entdecken. Meine Spezialität ist das Erschließen neuer, immer schwierigerer Routen. Diese Aktivität gibt mir ein Ziel im Leben und kanalisiert meine Energie.

Es ist meine Art, ein Teil der Gesellschaft zu sein."

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Dein schönster Ort?
"Meine Lieblingsregion ist Katalonien in Spanien. Ich habe mich hier 2005 niedergelassen und bin nie wieder weggegangen. Jetzt bin ich hier zu Hause. Die Gegend steckt voller Überraschungen und bietet enorme Möglichkeiten, um extrem schwierige neue Routen zu erschließen."
 
 
Neben dem Klettern?
"Abgesehen vom Klettersport arbeite ich gerne an meinem Haus und im Garten. Mein Lebensstil ließe sich als eine Art permanenter Improvisation definieren."
 
 
"Meine Devise: ich selbst zu sein. Alles was ich mache, hat einen Zusammenhang. Ich möchte so authentisch wie möglich sein. Wie alle Athleten des Petzl-Teams liebe ich die Natur und möchte so gut wie möglich sein."
 
 

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The Infinity Lane (100m-single pitch) flashed by Chris Sharma

 
 
Chris Sharma sends La Rambla in Siurana

 
 
Video playlist featuring Chris Sharma

Antony Lamiche

Tony Lamiche profile - Photo © Stephan Denys
Tony Lamiche profile - Photo © Stephan Denys

France

FRA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Tony Lamiche profile - Photo © Stephan Denys
Date de naissance: 
15 Juli 1977
Lieu de résidence: 
Hautes-Alpes (Frankreich)
Formation: 
ENSA, Bergführer, Ski- und Kletterlehrer
Statut actuel: 
professioneller Kletterer, Bergführer
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2001

Bedürfnis nach Freiheit und frischer Luft
"Mein Sternzeichen ist Krebs und ich hänge gerne meinen Träumen nach."
"Mein Leben ist ein einziges Streben nach körperlichem und seelischem Wohlbefinden in einer natürlichen Umgebung und mit enthusiastischen Menschen, die Energie auf andere übertragen. In fröhlicher und gut gelaunter Atmosphäre teile ich gerne schöne Geschichten auf Fotos oder in Filmen mit anderen. Im Sport ist Bouldern mein Schwerpunkt, aber auch Sportklettern und Bergsteigen nehmen einen wichtigen Platz in meinem Leben ein. Klettern ist die natürlichste Bewegungsart. Dank meines Sports lebe ich in den schönsten Flecken der Erde, um immer wieder etwas Neues zu entdecken. Ich bin süchtig nach dem Klettern, mir macht einfach alles Spaß. Außerdem fahre ich gern Ski, denn Pulverschnee ist für mich pures Vergnügen. Was ich am meisten liebe und am besten kann ist: Bouldern, Skifahren und essen."

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Wie ein Zen-Garten
"Boulderspots gehören zu den Landschaften, die ich am meisten liebe. Sie haben eine eigene, ganz besondere Energie, wie z.B. die Rocklands in Südafrika. Sie sind wie ein Magnet, der mich fit und fröhlich macht. Unberührte Orte zu entdecken und aufrichtigen Menschen zu begegnen, das macht mich glücklich."
 
 
 
Mein Lebensstil lässt sich mit dem Wort "frei" umschreiben.
"Mein Bekanntenkreis besteht aus Kletterern, Bergsteigern und Freeridern. Ich fühle mich Menschen verbunden, die lieben, was sie tun und sich morgens beim Aufstehen schon darauf freuen. Bei den Leuten, mit denen ich arbeite, fühle ich mich wohl. So einfach ist das.” Der Kletterer, der mich am meisten inspiriert hat, ist Philippe Ribière (Petitou). Die Person, die mich im eigentlichen sowie im übertragenen Sinne am meisten berührt hat, ist meine Frau. Wir teilen einfach alles. Wenn ich kein professioneller Boulderer wäre, wäre ich professioneller Skifahrer oder Tischler geworden."
 
 
 
Mein Lebensziel ist, meine Erfahrung in schönen Bildern zu vermitteln.
"Was mir fehlt, ist die nötige Zeit. Ich kann mich nicht mit allem beschäftigen. Ich wäre gerne ein Sportgenie, um meinen Körper besser zu verstehen und bewegen zu können. Ein perfekter Tag würde mit einem Frühstück mit frischen Orangen beginnen, dann ausgiebig Bouldern auf Kalk oder Granit, anschließend Biken ohne zu übertreiben, Skifahren zum Sonnenuntergang und ein netter Abend mit Freunden."
 
 
 
Eine Anekdote von Tony
"Erfolg und Niederlage liegen dicht beieinander. Manchmal musst du das Schicksal zwingen. An dem Tag, als ich "The Fly" (New Hampshire, Quebec) versuchte, habe ich es fast beim zweiten Anlauf geschafft. Dann kann schlechtes Wetter, schlechte Form und das Ende der Reise, der Aufbruch in eine andere Region. Eines Morgens wache ich total motiviert auf, steige ins Auto und kehre zu einem letzten Versuch zurück, bevor ich ins Flugzeug steige. So geht's auch."
 
 

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