Martina Čufar

Martina Čufar profile - photo © Tony Lamiche
Martina Čufar profile - photo © Keith Ladzinski

Slowenien

SVN
Kopfbereich
Photo portrait: 
Martina Čufar - photo © Tony Lamiche
Date de naissance: 
14 Januar 1977
Lieu de résidence: 
Mojstrana (Slowenien)
Formation: 
Sportlehrerin, verantwortlich für die Ausbildung der Kletterlehrer des slowenischen Sportkletterverbands (KSP)
Statut actuel: 
Leistungssportlerin in der slowenischen Armee
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2010

Phantasie und Wirklichkeit
"Paul Coelho sagt in "Der Alchimist": "Wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das Universum darauf hinwirken, dass du es erreichen kannst". In diesem Zitat ist etwas Wahres enthalten. Wenn mich zum Beispiel das Foto einer Felswand inspiriert, setze ich alles daran, meinen Traum zu verwirklichen.
Ich bin im Sternzeichen des Steinbocks unter dem höchsten Berg Sloweniens (Triglav 2864 m) geboren. Vielleicht liegt das Klettern in meinen Genen und ich kann deshalb die positiven Wirkungen dieses Sports auf Körper und Seele besser verstehen. In diesen Bergen habe ich im Alter von 10 Jahren zusammen mit meinem Vater mit dem Klettern begonnen. Mir ist sehr schnell klar geworden, dass mich das Sportklettern fasziniert und habe angefangen zu trainieren, um meine ersten Wettkämpfe zu bestreiten. Ich liebe das Abenteuer, abgelegene Orte wie den El Gigante in Mexiko oder Tadratate in Marokko, wo du dich auf dich selbst und deinen Seilpartner verlassen musst, wo du dich wirklich mit der Natur verbunden fühlst und wo du die Route ein bisschen suchen musst".

Colonne gauche

Carpe Diem, mein Lebensstil
"Ich lebe in den Bergen. Wirklich entdeckt habe ich das Klettern jedoch im Alter von 11 Jahren in einem Ferienlager in Österreich. Ich habe mich in diesen Sport verliebt! Ich wollte ständig klettern und verlangte von meinem Vater, dass er mich zu den Felswänden bringt. "Ich habe sofort gewusst, dass das Klettern mein Leben ist und konnte mir nicht vorstellen, etwas anderes zu tun. Klettern ist eine Aktivität, auf die ich nicht mehr verzichten kann. Es gibt so viele Wände zu entdecken, so viele Herausforderungen, die sich durch Arbeit verwirklichen lassen. Ich will jeden Tag dazulernen. Die Bewegungsabläufe in diesem Sport sind so komplex, dass ich sie nicht alle beherrschen kann. Mein Kopf ist voll von spannenden Dialogen, wie beispielsweise in einer schwierigen Route weit über dem letzten Sicherungspunkt, wo es heißt ruhig zu bleiben und du gleichzeitig das Gefühl hast, etwas vollbracht zu haben."
 
 
"Yoga ist ein guter Ausgleich zum Klettern. Ich beginne den Tag gerne früh am Morgen, wenn nur die Vögel wach sind. Ich bereite meinen Körper und meinen Geist auf die Herausforderungen des Tages vor. Ich liebe auch das Fallschirmspringen, das Gefühl, wenn ich in die Leere falle, ist wie ein Rausch."
 
 
Wie ein Zen-Garten...
"Die meisten meiner Lieblingslandschaften sind ruhige, abgelegene Täler, weit entfernt vom hektischen Geschäftstreiben, wie z.B. die Taghia-Schlucht in Marokko, wo das Leben noch sehr einfach ist: kein Telefon, kein Internet, keine Autos... Und in einem anderen Teil der Welt El Gigante in Mexiko. Außerdem gibt es viele wunderschöne Orte in Südfrankreich: Saint Léger, Buoux, Saint Guillhem le Désert. Und ganz in meiner Nähe eine Kletterschule mit dem Namen Warmbad. In anderen Klettergebieten, wie z.B. Yosemite, ist die ganze internationale Klettergemeinschaft anzutreffen. Das ist genial, denn wir diskutieren über Bewegungsabläufe und Routen. Du tauschst dich mit Menschen aus, die dich hundertprozentig verstehen."
 
 
Meine Gemeinschaft
"In erster Linie fühle ich mich der Klettergemeinschaft zugehörig und ganz besonders meinen Freunden im slowenischen Kletterteam, mit denen ich viele Jahre geklettert bin und zahlreiche Wettkämpfe bestritten habe. Für mich gehören alle, die die Kletterleidenschaft teilen, zu einer einzigen großen Familie. Das habe ich besonders in den USA gespürt, wo ich allein ohne Seilschaftspartner war. Ich hatte kein Problem, jemanden zu finden und hatte das Gefühl, dass wir uns bereits kannten. Mein Lebensstil ermöglicht es mir, mit Menschen in Berührung zu kommen, die einen Sport betreiben, der etwas mit Abenteuer zu tun hat: Klettern, Fallschirmspringen, Base-Jumping. Viele von ihnen sein keine Berufssportler, sie sind Arzt, Architekt oder Ingenieur, haben ein erfülltes Leben und verfügen über eine große Erfahrung. Sport und Karriere passen gut zusammen und ergänzen sich."

Colonne droite
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Lynn Hill

Lynn Hill profile - photo © Stephan Denys
Lynn Hill profile - photo © Guérin / Lynn Hill collection

USA

USA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Lynn Hill - photo © Stephan Denys
Date de naissance: 
3 Januar 1961
Lieu de résidence: 
Boulder, Colorado (USA)
Formation: 
Biologiestudium an der Universität New Paltz (New York), Ausbildung zur Psychotherapeutin
Statut actuel: 
Marken-Botschafterin für die Marken Patagonia, Petzl und Béal
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1989

Eine Leidenschaft
"Meine Hauptaktivität ist das Sportklettern und Bouldern, aber hin und wieder klettere ich auch längere Routen. Am liebsten klettere ich mit Freunden an einem Fels von guter Qualität. Ich ziehe gut strukturierte Kalkfelsen mit großen Stalaktiten vor. Ich habe das Klettern im Alter von vierzehn Jahren zusammen mit meinem Bruder und meiner älteren Schwester gelernt. Ich hätte nie gedacht, dass mein Leben so schön sein würde, da dieser Lebensstil zu jener Zeit nicht vorstellbar war! Meine Art zu leben hat sich mit der Zeit verändert. Ich habe meine Liebe zum Klettersport ausgelebt und bin sehr dankbar, dass ich bisher ein so schönes Leben hatte. Klettern ist meine Therapie! Es hilft mir, gesund zu bleiben und praktisch in jeder Lebenslage glücklich zu sein. Und was das Klettern mir in Bezug auf meine Lebensbalance nicht geben kann, das finde ich in anderen Bereichen meines Lebens, mit meinem Sohn, meiner Familie, meinen Freunden und durch verschiedene Projekte, an denen ich zur Zeit arbeite."

Colonne gauche

Immer klettern
"Ich werde oftmals als eine der besten Kletterinnen der Welt bezeichnet. Eine der bekanntesten Kletterinnen Amerikas… Als Kind habe ich bereits sehr früh mit dem Sport angefangen, zuerst mit Gymnastik und Laufen und als Jugendliche bin ich dann natürlich viel geklettert. 1978 gehörte ich bereits zu den Besten in meiner Kategorie, indem ich einen Kletterstil praktizierte, der den damals strengsten Kriterien in den USA (Art der Platzierung von Klemmkeilen, die Art einen Überhang zu klettern) sehr nahe kam. 1979 kletterte ich als erste Frau eine Route mit dem Schwierigkeitsgrad 5.12d. 1986 entdeckte ich bei einem Besuch in Frankreich das Wettkampfklettern. Ich stieß schnell zur Spitze vor und habe mehr als dreißig internationale Wettkämpfe, darunter fünfmal den Rock Master in Arco (Italien), gewonnen. Seither versuche ich, ich selbst zu bleiben. Meine Anekdote: Ich wurde ins Weiße Haus und häufig vom amerikanischen Fernsehen eingeladen, um über meine Erfahrungen zu berichten. Ich werde 2011 fünfzig und möchte meinen Geburtstag feiern, indem ich noch mehr klettere. Ich möchte das richtige Gleichgewicht zwischen einer guten Mutter und einem guten Menschen finden. Warum sollte ich das nicht feiern, indem ich mich stärker für die Aktivität einsetze, die ich seit fünfunddreißig Jahren liebe!"
 
 
Ziele?

"Natürlich habe ich Ziele! Ich habe immer in Projekten gearbeitet, die mit Bildung, freiem Sprechen, Schreiben, Fotografie, Videofilmen oder Radiointerviews zu tun haben. Ich möchte meine Leidenschaft und meine Erfahrungen mit allen Menschen teilen, die sich dafür interessieren. Dabei denke ich besonders an junge Menschen, die noch soviel vom Leben lernen können! Seit drei Jahren arbeite ich an einem Video über Klettertechniken, in die kulturelle und geschichtliche Elemente sowie psychologische Anekdoten einfließen, die meine Entwicklung als Freikletterin in den letzten fünfunddreißig Jahren beeinflusst haben."
 
 
Mein Bestreben
- "Ich möchte meine Zeit zwischen Klettern, Laufen, Ski, Reisen in die schönsten Gegenden der Erde und meinem Sohn Owen aufteilen."
- "In den kommenden Jahren möchte ich eine Firma gründen, die Kletterstrukturen für Spielplätze und Parks entwickelt und baut. Ich denke, damit könnte man auf nützliche und angenehme Art Gleichgesinnte jeden Alters zusammenbringen."
- "Ich möchte über meine Erfahrungen berichten, mich für etwas einsetzen, mich selbst in Frage stellen und Herausforderungen annehmen."
- "Ich mag Menschen nicht leiden sehen."
- "Ich kann es nicht ertragen mit anzusehen, wie unser Planet zerstört wird und dadurch alle Formen des Lebens in Mitleidenschaft gezogen werden."
- "Das Schwierigste für mich ist, mir in unserer hektischen Welt ein gesundes Gleichgewicht zu bewahren."
- "Wenn ich nicht Kletterin wäre, würde ich als Surferin auf einer Trauminsel mit glasklarem Wasser leben."
- "Ich träume von frischem Obst, nicht verunreinigtem Fisch, einem herrlichen Gemüsegarten umgeben von liebenden Menschen und riesigen Kalkfelsen auf einer der nahe gelegenen Hügel der Insel."
- "Ich lege Wert auf gute Nahrung."
- "Ich träume von herrlichen Klettertagen an einem fabelhaften Ort mit meinen Freunden, lautem Lachen und allem materiellen Komfort, den ich liebe!"

Colonne droite
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Video playlist featuring Lynn Hill :

Liv Sansoz

Liv Sansoz - photo © Evrard Wendenbaum
Liv Sansoz profile - photo © Keith Ladzinski

France

FRA
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Photo portrait: 
Liv Sansoz - photo © Evrard Wendenbaum
Date de naissance: 
12 Februar 1977
Lieu de résidence: 
Savoie (Frankreich)
Formation: 
Master 2 Forschung auf dem Gebiet der Neurokognition und sozialen Kognition, staatliche geprüfte Kletterlehrerin
Statut actuel: 
Sportklettern
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1994

Leidenschaft, über sich selbst hinauswachsen, Demut, Begegnung und Achtung vor den Bergen
«Ich möchte meine Leidenschaft ausleben, Träume haben, sie verwirklichen und mit anderen teilen in der Hoffnung, andere Klettererinnen und Kletterer zu inspirieren. Wenn ich eine Idee habe, setze ich sie um. Ich mache die Dinge gründlich, setze mich voll ein. Meine Hauptaktivität? Klettern, aber im Plural: Klettern an abgespecktem Fels, Bergsteigen, Bouldern usw. Ich liebe die unterschiedlichen Herangehensweisen und die Vielfalt. Klettern gibt meinem Leben einen gewissen Sinn. Es ist der Motor für meine Motivationen und gewisse Wünsche. Klettern ist eine ausgezeichnete Schule fürs Leben. Es ermöglicht mir, zu leben und besondere Momente mit anderen zu teilen, unheimlich interessante Menschen kennen zu lernen und mich ständig weiterzuentwickeln.
Klettern hat so viele Gesichter! Ich liebe vor allem die Freude, die mir das Klettern an sich bereitet, dies mit Menschen zu teilen, die das Gleiche mit der gleichen Intensität erleben. Und dann die Schönheit. Die Schönheit der Linie, die Schönheit der Bewegung, die Schönheit des Kampfes, den du mit dir selbst führst, um eine Route zu meistern. Und schließlich das Gefühl frei und vom Schicksal begünstigt zu sein. Klettern ist ein besonderer Sport, der dir alles abverlangt und für den du dich mit deiner ganzen Kraft einsetzen musst. Mit gefällt das Konzept des "Aufbaus". Bei Punkt A aufbrechen, um über eine Reihe von Etappen (B, C, D usw.), bei denen es sich um bereichernde Erfahrungen handelt, nach Punkt Z zu gelangen. So funktioniere ich. Auch wenn es vorkommen kann, dass ich Zweifel hege oder mich von meinem Konzept entferne, gibt es immer wieder Zeichen und Wünsche, die mich dahin zurückführen. Und wenn ich eine Idee im Kopf habe, halte ich mich daran und setze mich entschlossen dafür ein.»

Colonne gauche

In Verbundenheit mit der Natur, in der ich aufgewachsen bin
«Wir haben in Frankreich viele bedeutende Klettergebiete, angefangen von Bouldergebieten über klassische Routen im Gebirge bis hin zu fantastischen abgespeckten Felsen. Mit Fontainebleau, dem Verdon, den Tarn-Schluchten und anderen Gebieten mit ausgezeichnetem Fels und wunderbaren Routen sowie den alpinen Routen von Chamonix, les Ecrins im Oisans usw. sind die Möglichkeiten schwer zu überbieten. Ich persönlich habe eine engere Beziehung zu den Bergen, wo ich lebe und geboren bin, als zu einem Klettergebiet. Meine Vorfahren stammen aus demselben Tal, mit dem ich tief verwurzelt bin. Ich spüre eine gewisse Verbundenheit mit der Natur, in der ich aufgewachsen bin. Ich habe das Gefühl, Teil ihrer Bäume zu sein, die Steine in den Wildbächen zu kennen und spüre das Wohlwollen der Berge, die mich umgeben. Ich habe das Gefühl, eins zu sein mit der Natur und kein hinzugefügter Fremdkörper. Das Gleiche gilt für die Menschen. Ich kenne viele Einwohner von Bourg-Saint-Maurice von den Großeltern bis zu den Enkelkindern. Deshalb stehe ich den Veränderungen, die dem Tal zugefügt werden, auch nicht gleichgültig gegenüber: die Probleme in Bezug auf die Stadtentwicklung, die Einrichtung neuer Skilifte und Pisten, welche die Berghänge zerstören, Kunstschnee und Menschenmassen im Winter.»
 
 
Weitergabe von Erfahrungen
«Ich interessiere mich von Natur aus für den Menschen. Ich möchte gerne verstehen, wie wir funktionieren. Ich lerne gerne von anderen und von mir selbst und ich lerne einfach gerne zu lernen. Ich lasse mich gerne überraschen und durch Interaktionen, Gespräche und deren Wirkungen mitreißen. Manchmal wird mir durch eine einfache Begegnung etwas Elementares in meinem Leben bewusst. Ohne diese Begegnung hätte ich Jahre dafür gebraucht. Anfangs waren meine Fragen vorwiegend auf die Performance gerichtet. Wie kann es sein, dass dieser eine Kletterer gewinnt und jener andere niemals das Ziel erreicht, obwohl sie beide das gleiche körperliche, technische und taktische Niveau haben? Mit der Zeit hat sich mein Interesse gewandelt und betrifft den Menschen insgesamt. Es ist sehr wichtig für mich, bestimmte Dinge an aufstrebende junge Leute weiterzugeben. Auf meine Art an ihrer Entwicklung mitzuwirken. Bei anderen das Verlangen zu erwecken, ihren Traum auszuleben, neue Neigungen zu entdecken und ihnen eine gewisse Energie zu übermitteln. Dies geschieht oftmals stillschweigend. Und dann erhalte ich eines Tages einen Brief, eine E-Mail oder ich sehe einen Menschen wieder, der sich bei mir bedankt, weil ich vor einem Jahr, vor drei oder vor zehn Jahren etwas gemacht oder gesagt habe, das bei diesem Menschen einen Wunsch oder eine Motivation geweckt hat. Es ist ein tolles Gefühl. Darum bemühe ich mich, wenn ich mit einem jungen Menschen an seiner Performance, d.h. an seiner mentalen Vorbereitung arbeite. Ich begleite ihn bei seinem Vorhaben Leistungssportler zu werden, aber ich versuche auch, ihm einen Schlüssel für sein künftiges Erwachsenenleben an die Hand zu geben. Das ist sehr bereichernd.»
 
 
Innere Kraft und Energie
«Es gibt dir innere Kraft, wenn du fühlst, dass du etwas in dir trägst und du es mit Entschlossenheit, Willenskraft und Fantasie umsetzt. Sich vorstellen, dass die Dinge möglich sind und in der Lage sein, alles dafür einzusetzen, dass sie verwirklicht werden. Diese innere Kraft ist eine Art von Energie, ein Fluidum.  Und Energie ist alles. Sie ist die Grundlage jeden Handelns, jeder Emotion, jedes Wunsches und Traumes. Sie ermöglicht uns das zu tun, was wir tun möchten. Unsere Energie stimuliert und stützt uns bei allem, was wir tun. Ich hätte fast Lust, das Wort "Mission" zu benutzen. Ich lebe meine Energie wie etwas, das untrennbar mit meiner Mission verbunden ist. Aber da wird es schwierig, noch weiter zu gehen.»
 
 
Inspiration, Lebenserfahrung, Träume, Reisen
«Ich lese gerne Geschichten über die Berge, Romane und philosophische Werke. Als Jugendliche haben mich die Tagebuchaufzeichnungen "Les carnets du Vertige" und die Hauptperson Louis Lachenal tief beeindruckt. Er hat mich nachhaltig inspiriert. Ich bewunderte seinen reinen und starken Charakter. Aber das ist nicht alles. Ich spürte, dass unter seiner harten Schale ein Mann mit einer gewissen Demut, einer gewissen Haltung steckte. Hinter seiner körperlichen Kraft und seiner Charakterstärke verbirgt sich etwas sehr Schönes. Außerdem mag ich seine draufgängerische Art: keine Zeit verlieren beim Zustieg, nicht zu viele Fragen stellen, wenn du auf ein Hindernis triffst, sich den Schwierigkeiten stellen, im richtigen Augenblick und bestmöglich auf eine Situation reagieren... So sehe ich ihn jedenfalls. Wie beim Lesen gewisser Bücher, gibt es auch Reisen, die keinen großen Eindruck hinterlassen. Und es gibt Reisen, die dich fürs Leben prägen. Ich glaube, dass alles eine Frage der Begegnung zu einem bestimmten Zeitpunkt in deinem Leben ist. Und wieder das Wort Begegnung. Begegnung mit einem Land, mit den Menschen in diesem Land, mit sich selbst... Eine bestimmte Reise zu einem bestimmten Zeitpunkt deines Lebens hat nicht den gleichen Reiz und auch nicht die gleiche Wirkung, als wenn du sie drei Jahre früher gemacht hättest. Das gilt auch für Bücher. Damit die Begegnung funktioniert, müssen auch andere Dinge stimmen: unsere Energie, unser Verlangen, den Dingen und den Menschen aufgeschlossen gegenüber zu stehen... Unter diesem Aspekt muss man nicht unbedingt in die Ferne reisen.»

Colonne droite
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Video playlist featuring Liv Sansoz

Josune Bereziartu

Josune Bereziartu - photo © Rikar Otegui
Josune Bereziartu profile - photo © Rikar Otegui

Spain

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Photo portrait: 
Josune Bereziartu - photo © Rikar Otegui
Date de naissance: 
19 Januar 1972
Lieu de résidence: 
Baskenland (Spanien)
Statut actuel: 
halbprofessionelle Sportlerin
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2002

Ein Leben in Verbundenheit mit der Natur und das Streben nach dem Wahren
"Meine Klettertouren sind Teile meines Lebens, die ich intensiv ausleben will. Der Versuch, eine Route zu klettern, ist bereits der Anfang des zurückzulegenden Weges. Nur hin und wieder stehen am Ende des Weges Anerkennung und Sieg. Der Erfolg ist wichtig, aber noch wichtiger ist es, sich des Weges bewusst zu sein, der dich dahin geführt hat. Ich bin hartnäckig. Ich setze mich mit aller Kraft für meine Ziele ein. Wenn ich letztendlich das Ziel nicht erreiche, ist es nicht so schlimm, ich habe zumindest alles getan, um es zu versuchen. Ich liebe meinen Sport. Ich lebe gerne intensiv."

Colonne gauche

Die Natur voll auskosten
"Ich habe das Klettern zufällig durch eine Sendung im spanischen Fernsehen entdeckt. Es wurden zwei Frauen beim Klettern in der Verdon-Schlucht gezeigt. Es hat mich fasziniert. Ich war überrascht. Ich wollte diesen neuen Sport sofort ausprobieren. Es war wie eine offene Tür zu etwas, das für mich noch nicht existierte. Ich liebe kontrastreiche Landschaften. Ich lebe in San Sebastian, im Baskenland zwischen Ozean und Gebirge. Es ist ein wunderbarer Ort in einer natürlichen Umgebung. Wir haben nicht nur Kletterspots sondern auch das Meer. Aus den gleichen Gründen liebe ich auch Japan und seine Kultur. Ich lese immer wieder gerne "Das Meer der Fruchtbarkeit" von Yujio Mishima. Wenn ich nicht klettern würde, wäre ich auf dem Meer…"
 
 
Versuchen, versuchen und nochmals versuchen
"Das bedeutet, seine eigenen Grenzen immer weiter zu verschieben. Ich kann nicht nein sagen. Ich bin für alles Erdenkliche aufgeschlossen. Der Klettersport und die Berge haben mich gelehrt, geduldig zu sein. Ich will weiterhin meine eigenen Grenzen austesten. Es ist nicht witzig, keine Grenzen zu haben. Diese Grenzen sind es, die ich beim Klettern genieße. Nebenbei bemerkt, wenn ich eine 9a-Route bewältige, habe ich das Gefühl, effizient zu leben."
 
 
Eine Anekdote von Josune
"Vor einigen Jahren bin ich im Winter in den Riglos, einem seltsamen Kletterspot im Norden Spaniens, geklettert. Das Auto hatte eine Panne. Wir sind dann zu einem uns bekannten Automechaniker gegangen. Dieser hat uns einen Wagen geliehen. Es war schon spät, als wir an der Felswand ankamen und der Tag war kurz. Wir haben die Autoschlüssel mit Schnürbändern am Gurt befestigt. Bei der sechsten Seillänge war es dunkel. Die beiden letzten Längen waren eine echte Odyssee. Jeder gefundene Sicherungspunkt wurde zu einem wahren Rettungsanker. Auf dem Gipfel angekommen haben wir für den Abstieg die Schuhe angezogen. Wir haben uns mehrmals verirrt. Schließlich sind wir mit besorgter Miene beim Auto angekommen. Die Autoschlüssel? Wo sind die Autoschlüssel? Sie müssten am Fuße der Wand sein, oder? Wir können das Auto nicht aufschließen. Entschlossen machen wir uns am Fuße der Wand auf die Suche. Aber es sind keine Schlüssel zu finden. Die Schlüssel konnten also nur auf dem Gipfel der Visera sein. Ziemlich müde sind wir dann über den Pfad auf den Gipfel gestiegen und als wir dort ankamen, lagen die Schlüssel da, genau an der Stelle, an der wir die Schuhe angezogen hatten. Um drei Uhr morgens haben wir uns auf den Rückweg gemacht."
 

Colonne droite
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Gérôme Pouvreau

Gérôme Pouvreau profile - photo © Sam Bié
Gérôme Pouvreau profile - photo © Keith Ladzinski

France

FRA
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Photo portrait: 
Gérôme Pouvreau - photo © Sam Bié
Date de naissance: 
26 Oktober 1983
Lieu de résidence: 
Provence (Frankreich)
Formation: 
staatlich geprüfter Kletterlehrer
Statut actuel: 
Kletterlehrer im Club AS "Grimper" von Aix en Provence und Marseille
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2002

"Der Unterzeichnete, Gérome Pouvreau, erklärt und bescheinigt hiermit, den Kampf zu lieben, seine eigenen Grenzen zu überwinden und Kletterrouten stehenden Fußes in Angriff zu nehmen.

Meine seit zehn Jahren anhaltende Wettkampfkarriere im Schwierigkeitsklettern ist von ihrer Dauer her eine hohe Anforderung. Das Wort dafür heißt Performance."

Colonne gauche

Eine unerwartete Entdeckung
"Ich habe den Klettersport an meinem Heimatort, La Rochelle, entdeckt. Auf einem Jahrmarkt stand zwischen zwei Wohnwagen eine Kletterwand. Zu dieser Wand habe ich meine Eltern geschleift. Ich habe einen Klettergurt angelegt und wurde vom Klettervirus angesteckt. Einen Monat später bin ich in den Kletterverein von La Rochelle eingetreten. Da meine Eltern nicht kletterten und im Flachland von La Rochelle der Wassersport an erster Stelle steht, konnte ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, einmal im Klettersport Karriere zu machen. Heute bedeutet das Klettern sehr viel für mich. Zum Klettern reise ich um die ganze Welt. Ich habe einen tollen Freundeskreis und viele Bekannte in der ganzen Welt."
 
 
Asien, ein Königreich des Klettersports
"Meine Lieblingsspots sind: Yangshuo in China mit seinen traumhaften Landschaften und Hampi in Indien, das wie ein Hauch Zen-Philosophie anmutet, ein Paradies für Kletterer. Hampi besitzt ein Chaos an Felsblöcken soweit das Auge reicht. Ich hatte wirklich das Gefühl, in einem Traum zu leben. Und Badami, eine kleine Stadt in Indien. Ein Bad in der trotz aller Armut faszinierenden indischen Kultur."
 
 
Eine Aktivität, die in der Gegenwart verankert ist
"Mein Leben spielt sich in einem Dorf in der Provence mit echten Freunden und vielen Klettermöglichkeiten ab. Es hätte eine Illusion sein können, war es aber nicht. Ich lebe seit zehn Jahren in der Provence. Ich bin umgeben von herrlichen Felswänden, zahlreichen Kletterfreunden, die aber auch Fußball und Boule spielen können. Ich liebe Grillabende bei den Nachbarn. Ich mag es, mit einem Bier in der Hand im Kletterzentrum "Grimper" einen Moment inne zu halten und die jungen Kletterer aus dem Verein zu coachen." Ich gebe meine Liebe zu diesem Sport und meine Erfahrung an sie weiter, damit sie Fortschritte machen. Nebenbei mache auch ich dadurch Fortschritte."
 
 
Hinter all dem steht eine enorme Arbeit
"Meine ganze Energie schöpfe ich aus der Natur". Die Voraussetzungen, um ein guter Kletterer zu werden, sind Spaß am Klettern und Hartnäckigkeit. Du musst für den Erfolg kämpfen. Ein normaler Tagesablauf sieht bei mir so aus: ausschlafen, dann klettern und die Route beim ersten Versuch abhaken, anschließend im Café mit Freunden über diesen schönen Tag reden. Aber um so weit zu kommen, darfst du in den Kletterrouten nicht aufgeben."
 
 
Ein cooles Leben also?
Antwort: "Ein lautes Ja und ein leises Nein."

"Erklärung: Das Leben, das ich führe, lohnt sich wirklich. Ich bin glücklich, aber das heißt nicht, dass alle Momente wirklich cool sind. Da sind all die Risiken, all die Kämpfe, die diejenigen, die nicht klettern, sich überhaupt nicht vorstellen können. Du brauchst viel Durchhaltevermögen. Du musst auf dich aufmerksam machen, der Beste sein, präsent sein. Die Kletter-Weltreise ist nicht umsonst und niemals gewonnen. So habe ich beispielsweise am Abend, bevor ich eine 9a Route klettere, Schwierigkeiten einzuschlafen. Es ist wie eine Besessenheit. Mein Herz schlägt schneller, wenn ich nur daran denke. Im Auto spiele ich ständig den nächsten Bewegungsablauf durch. Ich gebe zu, dass ich mich nach dem Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes befreit fühle. Es kann sogar passieren, dass ich einen kleinen Durchhänger habe. Ich bewundere Kletterer in einem gewissen Alter, die noch die gleiche Motivation wie am ersten Tag haben und weiter von Entdeckung zu Entdeckung gehen."
 
 
Meine Devise
"Wenn du nichts versuchst, kannst du auch nichts erreichen."
 
 
Die Anekdote, die um die ganze Welt gegangen ist
"Mein Sturz beim RocTrip in Millau 2004, der große Sprung. Ich glaube, das war der Moment meines Lebens, in dem ich beim Klettern die größte Angst hatte. Ich glaube, dass ich nie wieder so große Angst haben kann, das ist einfach unmöglich. Als ich stürzte, dachte ich, ich schlage auf den Boden auf, aber das Seil hat mich knapp davor gehalten... Ja, jetzt kann ich darüber lachen."
 

Colonne droite
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Video playlist featuring Gérôme Pouvreau

Florence Pinet

Florence Pinet profile - Photo © Florence Pinet
Florence Pinet profile - Photo © Sam Bié

France

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Photo portrait: 
Florence Pinet profile - Photo © Florence Pinet
Date de naissance: 
3 März 1986
Lieu de résidence: 
Provence (Frankreich)
Statut actuel: 
Kinderpflegerin
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2009

Grenzen verschieben
"Ich genieße das Klettern in der Wand mit Freunden und in einem schönen landschaftlichen Rahmen.
Ich liebe es, meine Grenzen zu verschieben und fantastische Routen zu klettern wegen der Bewegungsabläufe und der Suche nach dem richtigen Routenverlauf.
Ich liebe das Klettern in allen Variationen, Klettern an abgespecktem Fels, Bouldern, Klettern von Mehrseillängenrouten und ganz besonders das On-Sight-Klettern. Wenn ich klettere, ist die Welt in Ordnung!"

Colonne gauche

Meine Lieblingswand ist Buoux en Provence im Süden Frankreichs. Ich habe im Alter von sechs Jahren angefangen. Ich kletterte auf alles, was hoch war.  Seither habe ich nicht mehr aufgehört. Ich habe schon immer viel Sport getrieben, ich brauche das einfach. Ich bin nicht gerne eingesperrt. Ich liebe die Natur und verbringe soviel Zeit wie möglich im Freien. Ich liebe die unberührte Schönheit, das gemeinsame Erlebnis, den Kampfgeist, die Bewältigung einer vertikalen Wand wie die «Infinity Lane» in der Jonte-Schlucht beim RocTrip in Millau (Frankreich)."
 
 
 
"Beim Klettern am Fels konzentriere ich mich lieber auf mein Empfinden und mein Feeling anstatt nach einer so genannten Methode vorzugehen. Ich liebe das Gefühl, mit dem Element zu verschmelzen. Was mich interessiert und am stärksten motiviert, ist die Vielfalt der Bewegungsabläufe, die jede Linie bietet, und sie nach meiner eigenen Kombination zu meistern. Ich achte darauf, an jedem Ort etwas Neues zu finden.

Um auf meinem Gebiet erfolgreich zu sein, setze ich meine ganze Kraft und Entschlossenheit ein. Meine Devise nach dieser Spiel- bzw. Lebensregel lautet: zuerst kommt das Vergnügen. Ich träume davon zu reisen, um die schönsten Routen der Welt zu klettern und alles zu entdecken, was die Erde zu bieten hat."
 

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Dave Graham

Dave Graham profile - photo © Tony Lamiche
Dave Graham profile - photo © Sam Bié

USA

USA
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Photo portrait: 
Dave Graham - photo © Sam Bié
Date de naissance: 
10 November 1981
Lieu de résidence: 
Boulder (Colorado (USA)
Statut actuel: 
Sportklettern, Bouldern
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2008

Selbstverwirklichung
«Mit 15 habe ich mit dem Klettern in der Halle angefangen und bin später zum Bouldern und Sportklettern übergegangen. Eines Tages wurde mir klar, wie unendlich viele Felsen es auf der Welt gibt. Ich habe mir auf Anhieb gedacht, dass dies für der Schlüssel zum Glücklichsein ist. Komischerweise wusste ich anfangs nicht, dass der Klettersport mein Leben ausfüllen würde. Ich wollte zur Universität, Hockeyspieler werden und eine Punkgruppe gründen. Das Klettern ist zu einem Teil von mir geworden. Das Klettern bereichert mein Leben. Es verbindet mich mit einem Teil meiner selbst, der voller Enthusiasmus ist, und mit Tausenden von Menschen, die die gleiche Lebensphilosophie haben wie ich.»

Colonne gauche

Elf Jahre Reisen durch Europa
«Im Laufe dieser Jahre habe ich mein Interesse für fremde Sprachen entdeckt. So habe ich auf meine Art meinen Horizont erweitert und ein Gefühl für die Realität entwickelt. Mein Ziel war, immer nach vorne zu blicken. Als professioneller Kletterer bin ich motiviert, Routen zu wiederholen, zu denen Presseartikel und Fotos mich inspirieren und diese Sektoren dann weiterzuentwickeln. Ich liebe es, Linien zu interpretieren, Felsblöcke zu säubern und Routen zu erschließen. Meine Lieblingsplätze auf der Welt sind die Alpen und die Umgebung von Montpellier in Frankreich, das Wallis und der Tessin in der Schweiz und Katalonien in Spanien. Dazu kommt die Ostküste der Vereinigten Staaten, wo ich aufgewachsen bin, und Colorado, wo ich jetzt lebe.

Alle diese Orte haben mich beeinflusst. Die Menschen, die in diesen Regionen leben, haben meinen Charakter geformt und mich viele Dinge über mich selbst gelehrt. Als junger Amerikaner hatte ich eine starke Bindung zum Meer und zu den Fischregionen in meiner Heimat. Später habe ich erkannt, wohin mein Herz tendiert. Mein Intuition hat mich in die Alpen geführt, aus deren Landschaften ich unwahrscheinliche Energien und künstlerische Schaffenskraft geschöpft habe. Seit meiner Rückkehr in die Staaten versuche ich alles umzusetzen, was ich im Ausland gelernt habe, um meine Heimat noch mehr zu schätzen. Ich fühle mich von neuem inspiriert. Ich stelle neue Verbindungen her. So funktioniere ich. Es ist eine nicht endende Baustelle in ständiger Entwicklung.»
 
 
 
Ich widme ganze Tage dem Studium der Bewegungsabläufe
«Ich setze viel Energie für die Entdeckung neuer Plätze ein, die mich zwingen, mir neue Bewegungen auszudenken. Es ist etwas ganz Besonderes, neue Routen zu beobachten, in denen ich mit Ideen experimentieren kann, die noch keine Realität sind. Ich bin von Natur aus leidenschaftlich und der Klettersport ist für mich die kreativste sportliche Aktivität. Die Inspiration ist ein unaufhörlicher und etwas chaotischer Fluss. Es amüsiert mich und gibt mir die Energie, meine Träume zu verwirklichen. Wenn ich erfolgreich sein will, muss ich offen und entschlossen sein. Ich bin besessen von meinem Sport. Ich stelle gerne viele Fragen, um die Antworten zu finden. Ich verbringe ganze Tage damit, Bewegungsabläufe zu entschlüsseln.»
 
 
 
Die Gründung meiner Firma "The Island" hat meinem Leben eine Wendung gegeben.
«Diese Firma hat folgende Ziele:

  • Informationen auszutauschen und die Erfahrungen der Kletterer weiterzugeben
  • eine Emulationsplattform für eine wachsende internationale Community zu entwickeln
  • die Ausbildung der Kletterer fortzusetzen
  • Menschen, die nicht klettern den Lebensstil der Kletterer zu erklären
  • neue Bouldergebiete in den Schwierigkeitsgraden 9b+ und 9a zu entwickeln
  • meine künstlerische Dimension des Klettersports zu verkörpern
  • die Möglichkeiten professioneller Kletterer generell zu erkunden
  • Filme zu produzieren, den Ausdruck der Fotografie und die Macht der Worte zu erkunden
  • die durch das Internet gebotenen Möglichkeiten maximal auszuschöpfen
  • weltweit mit einem Team von Leistungssportlern zusammenzuarbeiten: Jon Cardwell, Cooper Roberts, Daniel Andrada, Chris Sharma, Chad Greedy, Joe Kinder, Luke Parady, Jamie Emerson, Daniel Woods usw.»
Colonne droite
Diaporama Photos: 
Diaporama Videos: 

Dave Graham sends "Les Arts du vide" in Kalymnos

 

 
Dave Graham sends "Baston à la maison" in St-Géry

 
 
The video playlist featuring Dave Graham

Chris Sharma

Chris Sharma profile - photo © Stephan Denys
Chris Sharma profile - photo © Bernardo Gimenez

USA

USA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Chris Sharma - photo © Stephan Denys
Date de naissance: 
23 April 1981
Lieu de résidence: 
Sant Llorenc de Montgai (Spanien)
Statut actuel: 
professioneller Kletterer
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1995

Klettern hat etwas Befreiendes für mich.

"Das Klettern ist seit meinem zwölften Lebensjahr mein Lebensinhalt und mein Weg, um die schönsten Ort der Welt zu entdecken. Meine Spezialität ist das Erschließen neuer, immer schwierigerer Routen. Diese Aktivität gibt mir ein Ziel im Leben und kanalisiert meine Energie.

Es ist meine Art, ein Teil der Gesellschaft zu sein."

Colonne gauche

Dein schönster Ort?
"Meine Lieblingsregion ist Katalonien in Spanien. Ich habe mich hier 2005 niedergelassen und bin nie wieder weggegangen. Jetzt bin ich hier zu Hause. Die Gegend steckt voller Überraschungen und bietet enorme Möglichkeiten, um extrem schwierige neue Routen zu erschließen."
 
 
Neben dem Klettern?
"Abgesehen vom Klettersport arbeite ich gerne an meinem Haus und im Garten. Mein Lebensstil ließe sich als eine Art permanenter Improvisation definieren."
 
 
"Meine Devise: ich selbst zu sein. Alles was ich mache, hat einen Zusammenhang. Ich möchte so authentisch wie möglich sein. Wie alle Athleten des Petzl-Teams liebe ich die Natur und möchte so gut wie möglich sein."
 
 

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The Infinity Lane (100m-single pitch) flashed by Chris Sharma

 
 
Chris Sharma sends La Rambla in Siurana

 
 
Video playlist featuring Chris Sharma

Charlotte Durif

Charlotte Durif profile - Photo © Sam Bié
Charlotte Durif profile - Photo © Sam Bié

France

FRA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Charlotte Durif profile - Photo © Sam Bié
Date de naissance: 
18 August 1990
Lieu de résidence: 
Bourgogne (Frankreich)
Formation: 
Vorbereitungsstudium auf die Ingenieurschule (höhere Mathematik und Spezialbereiche der Mathematik), Ingenieurschule ENSMM (Mechanik und Mikrotechnik)
Statut actuel: 
Studentin
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2000

Sich mit Ausdauer einsetzen
"Ich habe wie selbstverständlich mit meinem Vater und meinem Bruder im Hochgebirge angefangen, Mehrseillängenrouten zu klettern und auf Gletschern zu übernachten. Schon in sehr jungen Jahren war mein Umfeld geprägt von der Natur, von Wanderungen, Ski und Klettersteige. Als ich das erste Mal in der Halle geklettert bin, habe ich meine Leidenschaft fürs technische Klettern entdeckt. An meinen Kletterspots begegne ich unkomplizierten Menschen, die oftmals am Rande des Systems stehen. Ihre Art zu leben färbt mehr und mehr auf meinen Kletterstil ab. Ihre Authentizität und ihr Einfluss bewirken, dass ich mir meine Kletterziele bewusst aussuche. Ich weiß, warum ich klettere und wie ich klettere. Ich fühle mich in Harmonie mit der Art, wie ich meinen Sport betreibe, und mit dem inneren Frieden, den die Natur mir schenkt. Ich liebe kontinuierliche Mehrseillängenrouten, die einen langen Einsatz von mir verlangen. Sie geben mir Zeit, meine Kreativität zu verfeinern, um eine Passage nach der anderen zu bewältigen. Diese Herangehensweise, die sich bis zum Relais fortsetzt, hinterlässt emotionale Erinnerungen an die Atmosphäre und die Empfindungen der Bewegungen."

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Geduld und Konzentration
"Die Natur ist schön und voller Überraschungen. Der Rhythmus und die Aufmerksamkeit, die notwendig sind, damit wir uns in der Natur wohl fühlen, werfen nicht nur Fragen technischer Art in mir auf. Wenn ich bei einer Skitour auf Gämsen, Steinböcke, Raubvögel, Murmeltiere oder gar Wölfe treffe, stellt sich mir die Frage meiner Legitimität an diesen Orten, so dass ich der Natur differenziert, bescheiden und respektvoll gegenüber trete. Beim Klettern genügt eine logische, natürliche, gewagte oder unwahrscheinliche Linie, um mich zu inspirieren und zu motivieren. Dann benötige ich Geduld, Konzentration sowie Klarsicht und Mut."
 
 
"Die Tarn-Schlucht in Frankreich hat mich alles gelehrt und mir die Motivation für das Ausdauerklettern gegeben. Jetzt gehört meine Aufmerksamkeit der Verdon-Schlucht. Diese Schlucht am linken Verdon-Ufer bietet eine enorme Vielseitigkeit. Die Zeit hat hier absurde geologische Formen geschaffen und die jeweiligen Routeneröffner sind klarsichtig genug, um nur die eindeutigsten Routen entsprechend einer logischen, natürlichen Linie zu erschließen. Außerhalb Frankreichs ist Kalymnos ein echtes Schmuckstück und auch Spanien hat angenehme Klettermomente zu bieten. Aber es gibt noch so viele andere bemerkenswerte Orte, dass ein Leben nicht ausreichen würde, um alle zu genießen. Ich bedaure jedes Mal, dass ich sie nicht stärker auf mich wirken lassen kann."
 
 
Ein Doppelleben
"Manchmal träume ich davon, mehr Zeit zum Klettern zu haben. Ich muss meine Zeit optimal einteilen. Ich muss mich organisieren, um meinen Erfahrungsschatz zu erweitern. Meine Kletterphasen auf optimalem Leistungsniveau sind in Bezug auf die Zahl der Routen, Häufigkeit und Vielseitigkeit. sehr intensiv. Das Erreichen symbolischer Ziele grenzt zuweilen an Arbeit. Ich liebe mein Doppelleben als Studentin und Kletterin, aber manchmal bedaure ich, dass ich nur für kurze Zeiträume über eine maximale Performance verfüge. Ich würde gerne einen Schritt weiter gehen und meine Aktivität durchgehend ausüben. Die Bereicherung, die mein Studium meinem Leben gibt, ist für mich notwendig. Also gehe ich "on sight" vorwärts und vielleicht fügen sich meine Wünsche eines Tages anders zusammen."
 
 
Biwaks
"Biwaks sind ganz besondere Momente. Momente, in denen das Imaginäre entsteht und auf mich wirkt. Als kleines Mädchen habe ich im Alter von sechs Jahren die Nacht damit verbracht, dem Wind zu lauschen, der an unserem Iglu-Zelt rüttelte und habe auf das geringste Geräusch von herabstürzenden Steinen gelauert. Zwei weitere Biwaks in der Felswand haben einen starken Eindruck bei mir hinterlassen. In der Nacht meines zwölften Geburtstags habe ich in einem Biwak in “Happy-birthday” auf dem Croix des têtes im Maurienne-Tal die Große Bärin verfolgt. Ich habe mich darauf eingestellt, häufig aufzuwachen, um ihre Bewegungen im Auge zu behalten. Ein anderer Biwak in Sardinien während der Arbeitsphase in der “Hotel-Supramonte” war eine Aufforderung zum Nichtstun in diesem in luftiger Höhe gelegenen Hotel mit der unübersehbaren Nische in der neunten Seillänge."

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Arnaud Petit

Arnaud Petit profile - photo © Tony Lamiche
Arnaud Petit profile - photo © Thomas Vialletet

France

FRA
Kopfbereich
Photo portrait: 
Arnaud Petit - photo © Tony Lamiche
Date de naissance: 
17 Februar 1971
Lieu de résidence: 
Céüse, Hautes-Alpes (Frankreich)
Formation: 
Masterabschluss in Physik
Statut actuel: 
professioneller Kletterer, Bergführer, Autor, Fotograf
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1994

Meiner Leidenschaft einen Sinn geben
"Ich mache die Dinge gerne gründlich, auch wenn es Zeit kostet. Wichtige Projekte tun sich in der Regel plötzlich vor mir auf, sie basieren auf keiner Planung sondern auf zufälligen Begegnungen und meiner augenblicklichen Aktivität. Von diesem Moment an geben sie meinem Leben einen Sinn und werden ungeheuer wichtig, als wenn sie schon immer existiert hätten.
Ich möchte neue Orte, neue Leute kennen lernen und mit ihnen teilen, was ich verstanden und über die Aktivität gelernt habe. Ich bin gerne mit anderen Kletterern zusammen, so dass wir uns gegenseitig motivieren können. Ich liebe die Atmosphäre, den Enthusiasmus und den Wetteifer, auch wenn wir nicht dieselbe Route klettern."

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Exklusiv
"Mich inspirieren Leute, die ungeachtet ihres Niveaus die Dinge mit Leidenschaft tun und sich ihnen ganz hingeben. Den Klettersport habe ich mit meinem Vater entdeckt, der mich im Alter von acht Jahren zum Klettern mitgenommen hat. In meiner Jugend habe ich nicht im Entferntesten daran gedacht, dass ich eines Tages vom Klettersport leben könnte. Ich sah mich nicht als technischer Berater großer Marken wie René Desmaison, noch konnte ich mir vorstellen, Bücher zu schreiben, Expeditionen zu organisieren, Filme zu drehen oder Konferenzen abzuhalten. Und doch zählte nur das Klettern für mich und ich bewunderte Menschen wie Gaston Rébuffat und seine Bücher (Les Cent Plus Belles Courses) sowie Leute, die neue Produkte entwickeln. Am liebsten eröffne ich neue Routen von mehreren Seillängen, stelle mir eine Linie vor und sehe nach, ob entsprechend der jeweiligen Wand ein Durchstieg von unten oder durch Abseilen möglich ist. Es ist etwas ganz Besonders, diese neuen Routen dann klettern zu dürfen. Es gibt noch keine Schwierigkeitseinstufung und eine gewisse Ungewissheit, die mich zwingt, mich ganz auf den Augenblick zu konzentrieren. Ich gehe gerne an die Grenze des Absturzes, indem ich etwas versuche, dass sehr ungewiss scheint. Oft sage ich im Scherz: "Ich bin ein Spezialist für alles"! Das heißt mittelmäßig in allem! Um diesen Beruf auszuüben, brauchst du Willenskraft, Einsatz und auch eine Portion Kreativität. Du musst Abstand zu den Dingen gewinnen und vorausschauend planen können."
 
Meine Lieblingsorte sind Ceüse und Taghia in Marokko.
- "In Ceüse habe ich angefangen von extremen Linien zu träumen. Ich wohne am Fuße der Felswand, so dass ich außerhalb der Saison, wenn hier nicht so viele Leute sind, von diesem Platz profitieren kann."
- "In Taghia habe ich viel Zeit verbracht und der Ort und seine Einwohner sind mir ans Herz gewachsen. Es ist eine Beziehung, die ich in den langen Zeiträumen, die ich hier verbringe, aufgebaut habe."
 
Meine Devise
"Freiheit bedeutet zu wissen, was wirklich notwendig ist."
 
Eine Anekdote von Arnaud
"Es fand es toll, Stéphanie zu sichern und sie beim Klettern des Free Rider (El Capitan) im Vorstieg zu unterstützen. Ich sagte mir, dass ich großes Glück habe, mitzuerleben, wie die Frau, die ich liebe, eine großartige Leistung vollbringt."

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