François Damilano

Francois Damilano profile - photo © Bertrand Delapierre
Francois Damilano profile - photo © Bertrand Delapierre

France

FRA
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Photo portrait: 
Francois Damilano - photo © Bertrand Delapierre
Date de naissance: 
30 Dezember 1959
Lieu de résidence: 
Chamonix (Frankreich)
Formation: 
Sozialpädagoge, Bergführer
Statut actuel: 
Bergführer, Schriftsteller, Filmemacher
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
1985

Ein Anspruch und eine Ambition: eine langfristige Perspektive entwickeln
«Ich hatte das Glück, das goldene Zeitalter des Eiskletterns zu erleben und liebe es noch immer, im tiefen Winter im hintersten Winkel eines Tals zu klettern. Das Eisklettern hat meinem Leben als Bergsteiger einen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. An der Wende der achtziger Jahre habe ich eine Synthese zwischen dem Sportklettern einerseits und dem Bergsteigen andererseits gefunden. Zu diesem Zeitpunkt tendierten die beiden Sportarten dazu, sich in zwei getrennte Welten aufzuspalten. Beim Eisklettern habe ich den Bewegungsablauf und den Reiz des Sportkletterns kombiniert mit der Beherrschung eines ungewissen Geländes beim Bergsteigen gefunden. Beim Eisklettern habe ich auch wertvolle Freundschaften mit meinen Seilschaftspartnern geknüpft. Bilder haben einen starken Einfluss auf mich und es macht mir großen Spaß, die Ästhetik eines Bergs oder die Flucht einer Linie, die mich beeindruckt hat, mit nach Hause zu nehmen. Das sind wieder andere Geschichten von Kameradschaften. Mit Fotografen und Filmemachern. Ihre Ansprüche haben mich gelehrt, nach dem Licht zu suchen, die Materie auszuwählen und meine Ungeduld beim Klettern zu zügeln. Es ist meine Art, mich nicht in dem Wettlauf um höchste Performance zu verstricken. Beim Fotografieren oder Filmen geht es um die Wahl des Hintergrunds, um Emotionen zu erwecken, eines Blickwinkels, um eine Geschichte zu erzählen, damit ich die Aufnahmen anderen Menschen zeigen oder einfach einige Momente unseres Kletterlebens in Erinnerung behalten kann. Ich muss, jetzt oder später, den Mut aufbringen, meinen Film zu drehen, d.h. hinter die Kamera zu treten und mich auf andere Art zu äußern. Ich muss meinen Blick schärfen, meinen Ausdruck verfeinern, den anderen zum Sprechen bringen und die Erfahrung der vertikalen Welt mit meiner Liebe zu den Bildern kombinieren. Mehr noch als die Geschichten übers Klettern liebe ich Geschichten über die Kletterer.»

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«Ich klettere nun seit geraumer Zeit und wie bei einem Aufstieg ist auch meine Laufbahn von einigen Schlüsselpassagen geprägt. Der Reiz der Entdeckung, die Befriedigung der Performance, innige Freundschaften, Tränen des Unglücks und das Wiederaufleben der Motivation gehören dazu.
Die Jahre zwingen dich, eine Richtung einzuschlagen: Es ist der Verlust der Unbekümmertheit. Vielleicht bemühe ich deshalb darum, nicht zu meiner eigenen Karikatur zu erstarren. Zwar ist das Eisklettern der Höhepunkt meines Bergsteigerlebens, aber es hat mir auch die Möglichkeit gegeben, mich anderswo umzusehen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen und andere Berufe als meinen zu erlernen ! Obwohl ich weder Schriftsteller noch Filmemacher bin, habe ich viel Zeit damit verbracht, Bücher zu schreiben und Filme zu drehen. Meine Tätigkeit als Bergführer und Begleiter beim Höhenbergsteigen zwingt mich, meine Gedanken in andere Bahnen zu lenken und den Sport, meinen Sport mit einem gewissen Abstand zu betrachten. Die Leitung des Verlag JMéditions ermöglicht es mir, das Schreiben zu nutzen, um den schriftstellerischen Projekten von anderen zum Durchbruch zu verhelfen. Die Verbundenheit zwischen Verleger und Autor ist auch eine Frage der Seilschaft. Wenn du für eine Zeit dein Handwerkszeug wechselst und das Eisgerät gegen eine Kamera eintauschst, gibt du die Position des Kletterers, der sich in Szene setzt, auf, um andere zu Wort kommen zu lassen. Den Blickwinkel einer Reportage zu bestimmen bedeutet, die kritische Analyse zu schärfen und sich durch die Gewohnheit nicht einschläfern zu lassen. Ich lebe noch immer in meinen Jugendträumen, die erfüllt sind von Berichten von Rebuffat, Terray und Desmaison. Ihre Bücher und Filme haben mich bewogen, mein heimatliches Flachland zu verlassen. Ich war schon immer von Menschen angetan, die die Fähigkeit besitzen, zwischen ihrer Leidenschaft (Klettern), ihrem Beruf (Bergführer) und dem Wunsch, anderen etwas zu vermitteln, zu jonglieren.»

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Francois Damilano - photo Bertrand Delapierre
 
 
 
 
Francois Damilano - photo Bertrand Delapierre

Audrey Gariepy

Audrey Gariepy profile - © Cory Richards
Audrey Gariepy profile - © Dan Elridge

Canada

CAN
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Photo portrait: 
Audrey Gariepy - © Cory Richards
Date de naissance: 
3 September 1979
Lieu de résidence: 
St-Jean-Chrysostome (Quebec)
Formation: 
Sportlehrerin
Statut actuel: 
Gruppenleiterin bei "Celtic Reforestation"
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2008

Ein gewählter "Lebensstil"
«Ich habe mein Studium an der Universität im Jahr 2002 abgeschlossen und bin Sportlehrerin geworden. Mit dem Klettern habe ich im letzten Jahr meines Studiums begonnen. Zum Schluss war ich total süchtig nach diesem Sport und dem damit verbundenen Lebensstil und beschloss, mir einen Lieferwagen zu kaufen und mich auf die Suche nach Abenteuern anstatt einer Anstellung als Lehrerin zu machen. Um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen und die Reisen während meiner freien Zeit zu finanzieren, habe ich angefangen, während des Sommers im Wald Bäume zu pflanzen.»

Colonne gauche

«Dieses Leben führe ich nun seit acht Jahren. Die Zeit vergeht und ich bin mittlerweile zur Gruppenleiterin aufgestiegen. Ich arbeite jeden Sommer drei oder vier Monate lang mit einem Team von sechzehn Pflanzern. Ich habe viel freie Zeit, um das zu tun, was ich am meisten liebe.
Das Klettern ist im Laufe der Jahre mehr als nur ein Sport für mich geworden.  Alles was ich tue, scheint einen Bezug zum Klettern zu haben: die Saisonarbeit, die ich anfänglich gewählt hatte, um mehr Zeit zum Klettern zu haben, die Reisen, die ich gemacht habe. Heute kann ich mir ein Leben ohne den Klettersport nicht mehr vorstellen. Ich glaube, dass es wichtig ist, in der Gegenwart zu leben und den Augenblick zu genießen. Es ist klar, dass die meisten von uns altern und man auch daran denken muss, aber dass sollte nicht unser ganzes Leben beherrschen. Das Klettern gibt mir die Möglichkeit, jeden kleinsten Moment auszukosten. Es hilft mir, mich darauf zu konzentrieren, was ich tue. Im Herbst klettere ich soviel wie möglich, um wieder in Form zu kommen. Wenn dann der Winter kommt, kehre ich häufig in die kanadischen Rocky Mountains zurück, um von der langen Saison im Eiskletterparadies mit seinen fantastischen Bergen zu profitieren.»
 
Eine wesentliche Erkenntnis in meinem Leben
«SEIN ist wichtiger als BESITZEN.
Ich bin ohne großen materiellen Besitz glücklich.
Von der Kletterausrüstung abgesehen...»
 
Das Gefühl lebendig zu sein
«Ich hatte immer das Bedürfnis, im Freien zu spielen. Meine Eltern hatten sogar im Winter, wenn es kalt war, Schwierigkeiten, mich im Haus zu behalten. Als ich 1999 mit dem Felsklettern anfing, habe ich die Empfindungen, die mir dieser neue Sport bescherte, sofort geliebt. Im Freien sein, sich auf jeden Moment konzentrieren, mir aller Dinge bewusst sein, die mich umgeben. Es scheint mir, als wenn alles, was ich vorher in meinem Leben unternommen habe, dazu beigetragen hat, eine Kletterin aus mir zu machen. Als ich auf der Universität war, musste ich im Winter in der Halle klettern. Eine Zeit lang habe ich Gefallen daran gefunden, aber nach einem Jahr hatte ich das Bedürfnis, regelmäßig im Freien zu klettern. Deshalb habe ich mit dem Eisklettern begonnen und konnte so mein Bedürfnis zu klettern und in der freien Natur zu sein, während des langen kanadischen Winters stillen. Ich bin sehr schnell süchtig danach geworden. Ich musste ein neues Terrain erkunden und neue Techniken erlernen. Ich liebe es, morgens früh aufzustehen, noch halb schlafend bei Dunkelheit loszufahren und Musik zu hören, den Zustieg mit der Stirnlampe zurückzulegen und zuzusehen, wie die Sonne langsam aufgeht, während ich unten an der Route ankomme. Nichts in meinem Leben gibt mir mehr das Gefühl, lebendig zu sein als das Eisklettern. Ich bin von der ersten bis zur letzten Bewegung vollkommen konzentriert, nehme die Geräusche meines Eisgeräts und meiner Steigeisen und alles, was um mich herum ist, wahr. Ich habe keine Zeit, darüber nachzudenken, was ich am Abend zu essen mache. Ich werde so und so nicht rechtzeitig zu Hause sein. Es ist ein zugleich friedvolles und intensives Gefühl. Natürlich frage ich mich zuweilen, wenn ich mir an einem Stand den Po abfriere, wenn ich an einer zugigen Stelle hänge oder wenn nach einer kalten Woge plötzlich das Blut wieder in meine Finger zurückkehrt, was ich an diesem Sport so liebe. Zum Glück vergesse ich das alles sehr schnell, wenn ich einen Blick auf die Umgebung werfe. Ich fühle mich so klein inmitten dieser gigantischen, verschneiten Berge. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich hier sein und tun darf, was ich gerade mache.»
 
Bäume pflanzen
«Meine Hobbys außer dem Klettern sind Snowkiten, mit Holz arbeiten, lesen, Filme gucken und Eis essen. Allerdings nimmt meine Arbeit einen großen Teil meines Lebens in Anspruch. Von April bis Juli bin ich für ein Team von kräftigen Pflanzern verantwortlich. Zusammen pflanzen wir ungefähr 30.000 Bäume pro Tag. Die Tage dauern fast 15 Stunden und da bleibt mir keine Zeit mehr zum Klettern. Aber ich liebe meine Arbeit und genieße die kurze Kletterpause.»
 
Meine Lieblingsorte
«Ich reise gerne in die nördlichen Gebiete Kanadas. Die Menschen sind sehr stolz auf den Ort, an dem sie leben. Es scheint, als würde die Zeit langsamer vergehen und als bekäme alle Menschen leuchtende Augen, wenn sie über ihr Land reden. Ein anderer Lieblingsort von mir ist der Nepal. Die Menschen aus dem Khumbu-Tal beeindrucken mich enorm. Sie tragen und bauen alles mit ihren Händen. Sie verlassen Lukla für mehrere Tage, um Früchte in ihre Dörfer zu bringen. Ich war von ihrer mentalen und körperlichen Stärke ebenso beeindruckt wie von den gigantischen, endlosen Bergen, von denen sie umgeben sind. Ich könnte auch Island dazu zählen, denn es ist ebenfalls ein fantastisches Land. Als ich zusammen mit Inès Papert dort war, hatten wir großes Glück mit dem Wetter und konnten klettern, so viel wir wollten. Wir haben sogar 1000 m vertikales Eis an einem Tag gemeistert. Aber wenn ich mich wirklich für einen einzigen Ort entscheiden müsste, würde ich Norwegen sagen. Ich denke mit Freude an meinen Aufenthalt im Februar 2008 mit Guy Lacelle, Mathieu Audibert, Chris Alstrin und Alex Lavigne zurück. Das Timing war perfekt, es gab viel Eis zum klettern. Das Fahren entlang der Fjorde, durch Tunnel, die Berge rauf und wieder runter. Dank der Erfahrung von Guy, der uns an die richtigen Orte führte und uns mit seiner positiven Energie ansteckte wurde es ein fantastisches Erlebnis. Das Eis war traumhaft und wir haben wohl einige Erstbesteigungen gemacht (jedenfalls glauben wir das). Was diese Reise aber von anderen unterscheidet sind die Personen, mit denen ich unterwegs war. Mit den richtigen Menschen zusammen zu sein, ist heute für mich wichtiger als das Ziel.»

Colonne droite
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Ich erinnere mich
«Als ich 2003 mit meiner Arbeit, also mit dem Bäume pflanzen anfing, war Guy Lacelle mein Gruppenleiter. So habe ich Guy kennen gelernt. Es war eine Ehre, in seinem Team arbeiten zu dürfen. Er arbeitete jeden Tag so hart wie möglich und setzte seine ganze Kraft ein. Ohne von uns zu verlangen, es ihm gleichzutun, war er doch ein Vorbild und motivierte alle Mitglieder des Teams, hundertprozentigen Einsatz zu leisten. Egal, ob bei schönem Wetter oder Regen, er hat immer gerne gearbeitet. Er hatte das Gefühl, als Verantwortlicher eines Teams, das Tag für Tag hochwertige Bäume pflanzt, etwas Gutes für unseren Planeten zu tun. Man spürte, dass er stolz darauf war. Vergangenen Winter hatte ich das Glück, Guy unter vollkommen anderen Umständen bei seiner Lieblingsaktivität, dem Eisklettern, zu erleben. Er zeigte alle Qualitäten, die ihn auch beim Bäume pflanzen kennzeichnen, aber in einem cooleren Umfeld. Ich war noch ein Neuling im Eisklettern, aber unter der Anleitung von Guy habe ich sehr schnell Fortschritte gemacht. Er hat mir nie direkt gesagt, was ich tun sollte, sondern erzählte mir immer eine gute Anekdote, die mich zum Nachdenken und Handeln anregte. Guy war mein Mentor und eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Er verstand es, immer das Beste aus allen Menschen herauszuholen.»
Guy Lacelle ist im Jahr 2009 in einer Lawine in Bozeman ums Leben gekommen
 
 

 

Ueli Steck

Ueli Steck profile - photo © coll. U.Steck
Ueli Steck profile - photo © Tony lamiche

Switzerland

CHE
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Photo portrait: 
Ueli Steck profile - © photo coll. U.Steck
Date de naissance: 
4 Oktober 1976
Lieu de résidence: 
Ringgenberg (Schweiz)
Formation: 
Zimmermann
Statut actuel: 
professioneller Bergsteiger
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2007

Die Philosophie des Klettersports
"Ich bin in der Nähe der Berge aufgewachsen. Im Alter von zwölf Jahren habe ich mit dem Klettern angefangen. Das Klettern in der Felswand habe ich in Eigenregie entdeckt, es war eine große Herausforderung. Der Alpinismus ist eine gute Denkschule. Die Regeln sind einfach und klar. Das gefällt mir, es ist sehr leicht zu verstehen. Wenn du keinen warmen Schlafsack dabei hast, musst du frieren. Wenn du nicht genügend Kraft hast, schaffst du den Aufstieg nicht.
Für mich ist es wichtig, die Philosophie des Klettersports mit anderen zu teilen. Ich bin gerne mit Leuten zusammen, die darauf achten, wie sie klettern. Stil, Haltung und die Art und Weise, wie der Aufstieg durchgeführt wird, sind von Bedeutung."

Colonne gauche

Der Weg zur Höchstleistung
"Ich bin ein Allround-Kletterer. Ich liebe den Fels aber auch das Eis. Das Wichtigste für mich ist, dass ich mich auf imposanten Bergen wie beispielsweise im Himalaya sowie generell in jedem Terrain (vom einfachsten bis zum extremsten) wohl fühle. Ich liebe die Herausforderung mit mir selbst und mit der Natur, aber nicht mit anderen Kletterern. Mein größtes Problem ist es, zwischen der Gefahr und der Suche nach Schwierigkeiten das richtige Gleichgewicht zu finden. Es ist wie ein Spiel, bei dem es darum geht, wie ich diese Kombination beurteile und nicht um die Frage, warum ich mein Leben riskiere. Ich gehe ein hohes Risiko ein aber mit einer großen Selbstkontrolle. Diese Beherrschung in einer nicht beherrschbaren Umgebung ist nicht einfach zu realisieren. Das gilt ganz besonders für meine Herangehensweise im Himalaya, wo du schnell sein musst, meistens on sight kletterst und die Abschnitte immer schwieriger werden. Für mich ist dies der Weg zur Höchstleistung. Obwohl ich mich gerne kopfüber ins Abenteuer stürze, bin ich glücklich, intensiver zu leben. Übung macht den Meister. Genauso wird aus einem Kletterer Schritt für Schritt ein Himalayabergsteiger. Um eine Solobegehung in Rekordzeit zu bewältigen, benötige ich eine gute Technik in Fels und Eis und vor allem Ausdauer. Ich trainiere täglich und lege beim Laufen oder Skiwandern jedes Mal 1600 Höhenmeter zurück."
 
 
Himalaya
"Ich liebe Nepal und den Himalaya" Das sind echte Berge. Ich bin gerne dort. Bis zum Basislager müssen wir einen mehrtägigen Fußmarsch zurücklegen. Es gibt keine Autos. Wenn wir einen Ort besichtigen oder jemanden besuchen möchten, müssen wir zu Fuß gehen. Ich liebe die Kultur dieses Landes. Die Menschen sind so positiv, auch wenn ihr Leben wirklich hart ist. Ich habe generell Menschen gern, die einen starken Charakter haben. Menschen, die selbst über ihr Leben entscheiden. Nicht die, die anderen folgen."
 
 
Ständig besser werden
"Ich muss regelmäßig neue Kraft tanken und ein bisschen Zeit zu Hause verbringen. Ich brauche eine Weile der Ruhe und muss mich auf einen Traum konzentrieren können. Aber ich bin ein entschlossener Mensch. Wenn ich eine Idee habe, lasse ich mich durch nichts aufhalten. Meine wichtigste Inspirationsquelle ist mein Wissensdurst. Wissen bedeutet Freiheit. Um dieses Wissen zu erlangen, musst du lernen. Um frei zu sein, musst du dich sicher fühlen und um sicher zu sein, musst du hart trainieren. Um ein Allround-Kletterer auf hohem Niveau zu werden, musst du die Aktivität von Grund auf verstehen, du musst eine Leidenschaft für den Sport entwickeln und vor allem musst du akzeptieren, zuweilen wieder Schüler oder Anfänger zu sein, um weiter zu lernen. Das gilt für alle komplementären und verschiedenen Disziplinen, auch wenn es um ein einziges Ziel geht: den Erfolg."
 
 
Meine Devise
"Alles was ich mir vorstellen kann ist möglich".
 

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This video is part of the ReelRockTour - video courtesy of Mountain Hardware
 
 

Video playlist featuring Ueli Steck
Watch Ueli sending "the Secret" (X, 10) during the Scottish Ice Trip in Ben Nevis

 

Sam Beaugey

Sam Beaugey profile - Photo © David Ravanel
Sam Beaugey profile - Photo © Tony Lamiche

France

FRA
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Photo portrait: 
Sam Beaugey - Photo © Collection S.Beaugey
Date de naissance: 
3 Juni 1971
Lieu de résidence: 
Chamonix
Formation: 
ENSA (Nationale Schule für Ski und Alpinismus in Chamonix)
Statut actuel: 
Bergführer
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2000

Ich bin in den Bergen aufgewachsen und habe dort das Leben entdeckt
"Mein Vater war Bergführer und hat mich in seine Bergwelt eingeführt. Diese Aktivität gibt meinem Leben auch weiterhin einen Sinn. Ich möchte dem Abstieg wie dem Aufstieg einen neuen Wert geben. Den Sinn meiner Aktivität sehe ich darin, etwas zu erobern, das keinen Nutzen bringt, und dieses Abenteuer im Respekt vor der Natur, mit einem Lächeln und viel Freude mit anderen zu teilen. Der wichtigste Wert, den ich mit meinen Seilschaftskameraden teile, ist der Einsatz. Ich möchte zeigen, dass Alpinismus sich nicht auf eine einzige Disziplin beschränkt, sondern aus einer Fülle von Bewegungen besteht und dass es immer wieder neue zu entdecken gibt. Die Freude am Fliegen nach einem wunderbaren Aufstieg ist für mich lebenswichtig geworden. Das größte Problem sind die Unfälle beim Landen mit vielerlei Verletzungen."

Colonne gauche

Fest verankert im Familien- und Freundeskreis
"Ich habe eine enge Beziehung zu meiner Umgebung und ganz besonders zu meinen Eltern, denen ich es verdanke, dass ich bis ans Ende der Welt reisen kann. Meinen Jugendfreunden steht ich besonders nahe, zumindest denen, die mich am meisten inspirieren: Jérôme Ruby, weil er eben Jérôme ist, Dean Potter wegen seiner Träume, die er in die Praxis umsetzt, mein Bruder, weil er meinem Leben nahe steht, Erwan Le Lann und Manu Pellissier, weil es nicht so viele echte Bergkameraden gibt. Meine Inspiration bekomme ich von all den anderen Kletterern. Ich habe große Achtung vor den ehemaligen Kletterern. Sie beflügeln mein Fantasie. Ich bewundere sie. Durch sie habe ich gelernt, Geduld zu haben. Auch bin ich dankbar für die Arbeit aller Kletterer, die insbesondere durch ihren Erfindungsgeist in Bezug auf die Produkte zur Weiterentwicklung des Alpinismus beigetragen haben. Ich stelle mir vor, wie die Pioniere der Höhlenforschung nach einer gelungenen Expedition an ihren Lampen gebastelt haben und ich weiß, dass wir es den Vätern unseres Sports verdanken, dass wir etwas hatten, von dem wir träumen konnten und noch heute träumen können."
 
 
Im Entwicklungsprozess
"Jeder weiß, dass ich an der Weiterentwicklung des Alpinismus mitwirke, aber ich bin mir der unendlich vielen Möglichkeiten bewusst, die mir teils durch das Internet mit seinem unerschöpflichen Informations- und Austauschangebot in Bezug auf Spots, Wände, Berichte und Wettervorhersagen zur Verfügung stehen. Die gesamte Alpenkette beispielsweise ist noch immer ein beliebtes Spielfeld für die Kinder, die wir sind. Wir können nicht mehr von Erkundung eines Terrains sprechen, aber wir können weiterhin neue Techniken und Kompetenzen entdecken. Ich betrachte Alpinismus nicht als Aktivität sondern als die Summe aller Dinge, die du in den Bergen machen kannst. Das Wort "aller" steht für unterschiedliche Aktivitäten mit dem gleichen Anteil an Einsatz, Optimismus und guter Laune. Umso besser, wenn ich zur Entwicklung neuer, seriöser Produkte im Umfeld eines nicht seriösen Sports beitragen kann. Dieser Sport ist nicht seriös, da er keinen wirklichen Nutzen hat. Er ist jedoch eine der besten Schulen zum Erlernen von Disziplin.
 
 
Als ob der Planet Erde mein Garten sei
"Ich glaube nicht, dass ich überspannt bin sondern eher, dass für alles empfänglich bin und so die Erde als meinen Garten und fantastisches Spielfeld betrachten kann. Meine Lieblingsorte auf dieser Erde sind die Polarregionen und Kanada. Mein verrücktester Traum ist, mit einem Weltraumschiff zu reisen und mir einen Sprung von 20.000 m an einer Felswand auf dem Mars zu gönnen. Eine andere Idee mit einem direkten Bezug zu meiner Aktivität wäre, in drei Jahren von der Antarktis über Amerika zum Nordpol und dann über Asien und Afrika wieder zurück zur Antarktis zu reisen."
 
 
Kommunikation
"Mit der Firma Lineprod organisiere ich Veranstaltungen, Firmenseminare und Konferenzen. Wir sind Partner der Vereinigungen, die es Kindern ermöglichen, in die Berge zu reisen, wie z.B. der Verein "Raid Choucas", der eine kostenlose Bergrallye für Kinder aus Frankreich und der Schweiz organisiert. Während unserer Expedition in die Antarktis im Jahr 2010 hatten wir über unsere Satellitentelefone direkten Kontakt mit den schweizerischen und französischen Schulen in Valorcine und Maurienne."
 
 
Meine Devise
"Sprich dein Wort und zerbrich."
 
 
Eine Anekdote von Sam
"Ich hatte schon immer eine besondere Beziehung zu Bären. Ich habe noch nie einen blauen Bären gesehen, dafür aber einen Eisbären direkt neben unserem Zelt. Er nimmt ein Bad, trocknet sich, setzt sich auf sein Hinterteil und betrachtet uns spöttisch. Ein anderes Mal im Westen Kanadas die Spuren eines Grizzlybären, den ich nicht gesehen habe, dessen Begegnung ich jedoch bei jedem Schritt fürchtete, während ich mitten im Winter, ohne Wasser sechs Stunden durch den Wald lief, um einer Lawine auszuweichen, die mir den Weg versperrte."

Colonne droite
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Diaporama Videos: 

Video playlist featuring Sam Beaugey :

 

 
Big wall aid climbing in Baffin Island :

 

 
Holtanna Antartica project preparation :

Robert Jasper

Robert Jasper profile - photo © coll. Robert Jasper
Robert Jasper profile - photo © Klaus Fengler

Deutschland

DEU
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Photo portrait: 
Robert Jasper profile - photo © coll. Robert Jasper
Date de naissance: 
15 April 1968
Lieu de résidence: 
Baden-Württemberg
Statut actuel: 
Bergführer, Sportlehrer, Bergführerausbilder
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2000

Mein Beruf, die Erforschung der Natur"
"Die Leidenschaft verbindet die Menschen miteinander und mit der Natur. Je enger sich die Menschen mit der Natur verbunden fühlen, desto enger sind sie mit sich selbst verbunden und ruhen in sich selbst. Als Alpinist bin ich auf Eisfälle spezialisiert, aber ich mag alle Sportarten, die einen Bezug zu den Bergen haben. Mein Ziel ist es, einen modernen Kletterstil zu entwickeln, wie beispielsweise die erste freie Begehung der Japanese-Diretissima (1800 m / 8a) in der Eiger-Nordwand. Für mich ist dies die derzeit schwierigste Route der Alpen. Außerdem möchte ich den modernen Alpinstil in fernen Regionen wie Feuerland, Baffin Island, Svalbard und im Himalaya entwickeln."

Colonne gauche

Ich arbeite mich Schritt für Schritt voran, indem ich meinen Traum verwirkliche
"Mit dem Klettern habe ich im Schwarzwald begonnen. Ich hatte den Fels direkt vor der Tür und in der Nähe die Schweizer Alpen. Meine Lieblingswand in den Alpen ist die Eiger-Nordwand. Hier habe ich unzählige Abenteuer erlebt. Sie hat etwas Magisches für mich. Außerdem mag ich Landschaften wie Feuerland in Patagonien und den Himalaya mit seiner wunderbaren Kultur. In Europa ist der Süden Frankreichs wegen seiner Kletterfelsen besonders interessant. Bleibt noch der Schwarzwald für Ausflüge mit meinen Kindern. Für mich ist es wichtig, aufzubrechen, zurückzukommen, wieder aufzubrechen usw. In den Schwarzwald, meinem Basislager, zurückzukehren und neue Kraft zu schöpfen, ist sehr wichtig für mich."
 
 
Einführung in die Reise
"Reisen bedeutet für mich mehr als Sport. Es ist eine Lebensform und eine Leidenschaft. Ich habe das Glück, andere Menschen in verschiedenen Ländern kennen zu lernen und das bereichert mein Leben. Je mehr ich das, was ich erlebe, mit anderen teile, desto reicher wird meine Erfahrung."
 
 
Ich erzähle gerne von neuen Wänden
"Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und meinen Kindern. Nach der Rückkehr von meinen Klettertouren oder Expeditionen lasse ich alle, die es interessiert durch Berichte, Diavorträge und Veranstaltungen an meinen Erfahrungen teilhaben. Ich nehme mir Zeit, um meine Leidenschaft und das, was ich durch meine Abenteuer gelernt habe, an andere weiterzugeben. Ich organisiere Konferenzen und Schulungen für Teilnehmer mit den unterschiedlichsten kulturellen und soziologischen Hintergründen. Es ist einfach eine Art, meine Lebensphilosophie an andere weiterzugeben. Ich versuche, die unterschiedlichen Disziplinen des Alpinismus miteinander zu verknüpfen. Ich spreche über meine persönliche Erfahrung, über das, was ich gelernt habe. Ich mag den Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit in meinem Beruf, wenn ich beispielsweise an einer Managementschulung für Großkonzerne wie Holcim, ABB, Adidas usw. teilnehme."
 
 
Meine Devise
"Tun was zu tun ist, nachdem ich darüber nachgedacht habe, ob es mit meinen ethischen Vorstellungen übereinstimmt. Es mit ganzem Herzen und so gut wie möglich zu machen."

Colonne droite
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Antony Lamiche

Tony Lamiche profile - Photo © Stephan Denys
Tony Lamiche profile - Photo © Stephan Denys

France

FRA
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Photo portrait: 
Tony Lamiche profile - Photo © Stephan Denys
Date de naissance: 
15 Juli 1977
Lieu de résidence: 
Hautes-Alpes (Frankreich)
Formation: 
ENSA, Bergführer, Ski- und Kletterlehrer
Statut actuel: 
professioneller Kletterer, Bergführer
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2001

Bedürfnis nach Freiheit und frischer Luft
"Mein Sternzeichen ist Krebs und ich hänge gerne meinen Träumen nach."
"Mein Leben ist ein einziges Streben nach körperlichem und seelischem Wohlbefinden in einer natürlichen Umgebung und mit enthusiastischen Menschen, die Energie auf andere übertragen. In fröhlicher und gut gelaunter Atmosphäre teile ich gerne schöne Geschichten auf Fotos oder in Filmen mit anderen. Im Sport ist Bouldern mein Schwerpunkt, aber auch Sportklettern und Bergsteigen nehmen einen wichtigen Platz in meinem Leben ein. Klettern ist die natürlichste Bewegungsart. Dank meines Sports lebe ich in den schönsten Flecken der Erde, um immer wieder etwas Neues zu entdecken. Ich bin süchtig nach dem Klettern, mir macht einfach alles Spaß. Außerdem fahre ich gern Ski, denn Pulverschnee ist für mich pures Vergnügen. Was ich am meisten liebe und am besten kann ist: Bouldern, Skifahren und essen."

Colonne gauche

Wie ein Zen-Garten
"Boulderspots gehören zu den Landschaften, die ich am meisten liebe. Sie haben eine eigene, ganz besondere Energie, wie z.B. die Rocklands in Südafrika. Sie sind wie ein Magnet, der mich fit und fröhlich macht. Unberührte Orte zu entdecken und aufrichtigen Menschen zu begegnen, das macht mich glücklich."
 
 
 
Mein Lebensstil lässt sich mit dem Wort "frei" umschreiben.
"Mein Bekanntenkreis besteht aus Kletterern, Bergsteigern und Freeridern. Ich fühle mich Menschen verbunden, die lieben, was sie tun und sich morgens beim Aufstehen schon darauf freuen. Bei den Leuten, mit denen ich arbeite, fühle ich mich wohl. So einfach ist das.” Der Kletterer, der mich am meisten inspiriert hat, ist Philippe Ribière (Petitou). Die Person, die mich im eigentlichen sowie im übertragenen Sinne am meisten berührt hat, ist meine Frau. Wir teilen einfach alles. Wenn ich kein professioneller Boulderer wäre, wäre ich professioneller Skifahrer oder Tischler geworden."
 
 
 
Mein Lebensziel ist, meine Erfahrung in schönen Bildern zu vermitteln.
"Was mir fehlt, ist die nötige Zeit. Ich kann mich nicht mit allem beschäftigen. Ich wäre gerne ein Sportgenie, um meinen Körper besser zu verstehen und bewegen zu können. Ein perfekter Tag würde mit einem Frühstück mit frischen Orangen beginnen, dann ausgiebig Bouldern auf Kalk oder Granit, anschließend Biken ohne zu übertreiben, Skifahren zum Sonnenuntergang und ein netter Abend mit Freunden."
 
 
 
Eine Anekdote von Tony
"Erfolg und Niederlage liegen dicht beieinander. Manchmal musst du das Schicksal zwingen. An dem Tag, als ich "The Fly" (New Hampshire, Quebec) versuchte, habe ich es fast beim zweiten Anlauf geschafft. Dann kann schlechtes Wetter, schlechte Form und das Ende der Reise, der Aufbruch in eine andere Region. Eines Morgens wache ich total motiviert auf, steige ins Auto und kehre zu einem letzten Versuch zurück, bevor ich ins Flugzeug steige. So geht's auch."
 
 

Colonne droite
Diaporama Photos: 
Diaporama Videos: 

 
 

 
 
Video playlist featuring Tony Lamiche

Aljaž Anderle

Aljaz Anderle profile - Photo © Arnaud Childéric
Aljaz Anderle profile - Photo © Guillaume Vallot

Slowenien

SVN
Kopfbereich
Photo portrait: 
Aljaz Anderle - Photo © Tony Lamiche
Date de naissance: 
8 Juni 1973
Lieu de résidence: 
Tržič (Slowenien)
Formation: 
Universitätsabschluss in internationaler Sicherheit
Statut actuel: 
Bergführer
Date d'entrée dans le Team Petzl: 
2000

Zwanzig Jahre Eisklettern mit unverminderter Begeisterung
"Begeisterung für meinen Sport, Lebensfreude, eine gewisse Ethik, Einsatz, Freude am Erforschen, das Bestreben, mich zu verbessern... Das Klettern gibt meinem Leben Kontur. Dies ist eine Zusammenfassung meiner Wesenszüge. Jeder Mensch kann sich selbst verwirklichen, wenn er die Möglichkeit hat, sein Leben so zu gestalten, dass er glücklich und in Harmonie lebt mit dem, was ihm wichtig ist. Ich versuche mit allen Mitteln, ein solcher Mensch zu sein. Petzl hat in diesem Sinne stets eine wichtige Rolle als Sponsorpartner, aber auch in puncto Freundschaft und Philosophie gespielt. Ich versuche, meine Grenzen zu erkunden und zu hinterfragen. Wie in dem Film "Im Rausch der Tiefe" habe auch ich das Bedürfnis nachzusehen, was auf der anderen Seite ist, um die Bedeutung des Möglichen und gleichzeitig die Bedeutung des Lebens zu verstehen."

Colonne gauche

Hat meine Kindheit mich für den Beruf des Bergsteigers prädestiniert?
"Nicht wirklich. Zwar sind meine beiden Eltern Bergsteiger, aber ich wollte von klein auf Pilot werden. Danach wollte ich Berufssoldat werden. In meiner Jugend hat mich Ayrton Senna mit seinem unermüdlichen Drang, sich ständig zu verbessern, stark beeindruckt (so habe ich dann auch einige Autos zu Schrott gefahren…). Wenn ich nicht das wäre, was ich heute bin, wäre ich Pilot geworden. Warum? Gibt es eine Verbindung mit meinem jetzigen Leben? Welche? Ich weiß es nicht."
 
Örtliche Bindung
"Am wohlsten fühle ich mich im Norden Norwegens, in der Provinz Alberta (Westkanada) und in Slowenien. Slowenien ist meine Heimat. Ich habe eine gefühlsmäßige Bindung zu meinem Land, das wohl zu den abwechslungsreichsten unseres Planeten zählt. Und das, obwohl ich sehr viel gereist bin. Sie haben richtig verstanden, ich liebe mein Heimatland. Kanada ist ein sehr gastfreundliches Land. Ich bin gerne in Kanada, denn das Gefühl von Raum, Freiheit und unendlicher Weite macht mich glücklich. In Kanada kann ich die Menschenmassen und das hektische Leben in Europa hinter mir lassen. Das Gleiche gilt für Norwegen, wo der Mensch, vor allem im nördlichen Teil des Landes, mit der Natur in Harmonie lebt und wo unvorstellbare Szenarien möglich sind. Ich spreche von Kombinationen, die selbst in härtester Umgebung noch für Gemütlichkeit sorgen."
 
Meine Beziehung zur Arbeit
"Finanzielle Aspekte stehen in meinem Leben nicht im Vordergrund. Dies ist vielleicht ein Teil des Geheimnisses, um glücklich zu sein. Ich bin gerne mit wirklichen Freunden zusammen. Ich arbeite gerne mit Partnern, die respektvoll und aufgeschlossen sind. Ich versuche, auf einer Grundlage zu arbeiten, die für alle Seiten von Vorteil ist, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Meine Partner, Arbeitgeber oder Kunden, sind: die slowenische Bergsteigervereinigung, der Bergrettungsdienst, der slowenische Bergführerverband, die Schule für rhetorische Fähigkeiten in Ljubljana."
 
Inspiration
"Ich verbringe viel Zeit mit Lesen und Schreiben. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Douglas Adams, Arthur C. Clarke und Richard Bach.
Meine Lieblingsbücher sind:
- "Childhood’s end" von Arthur C.Clarke (Vielleicht hat die Menschheit eine Zukunft.)
- "Illusionen" von Richard Bach (Wir sind die Herren unseres eigenen Lebens.)
- "Fate is the hunter" von Ernest Gann (Die wahre Geschichte eines Piloten, der über die unvorhersehbare Weise berichtet, auf die das Schicksal stets seinen Tribut von uns verlangt.)
Die beiden Filme, die bei mir den stärksten Eindruck hinterlassen haben, sind:
- "Blade Runner" (Dieser Film zeigt eine andere Dimension des Lebens, das wir zu kennen glaubten. Wir entdecken, was wir bereits wissen und was wir dabei sind zu lernen.)
- "Pulp Fiction" (Man muss das eigene Leben in die Hand nehmen, um es nicht nur zu erdulden.)"
 
Vom richtigen Umgang mit der Rhetorik
"Mein wichtigstes Ziel ist, meine Erfahrung weiterzugeben. Ich unterrichte junge Bergsteiger. Ich veranstalte Diavorträge. Ich schreibe über das Klettern und die Sicherheit in den Bergen. Ich bin Bergführer. Ich biete ein theoretisches Schulungsprogramm für die Ausbilder von Bergführern an. Es bedeutet mir sehr viel, meine Kenntnisse mit anderen zu teilen und gleichzeitig von anderen zu lernen."
 
Geduld, Glaube, Ruhe, Vertrauen und Ausdauer
"Mein Leben wird in fünf Jahren nicht viel anders aussehen als heute. Ich werde weiterhin meinem guten Stern folgen, die nötigen Kursänderungen vornehmen und die richtigen Entscheidungen treffen, indem ich mich auf meinen Instinkt verlasse und mich mit den Menschen, die ich schätze, austausche. Wenn ich keine Grenzen hätte, würde ich eine Kehrtwendung machen, Guy Lacelle bei der Hand nehmen und eine Eiskletterroute wählen, die wir gemeinsam durchsteigen würden und die auf seiner Liste der glücklichen Momente an erster Stelle stehen würde. Guy Lacelle ist der Meister, der mich in das Eisklettern eingeführt hat."
 
Eine Anekdote von Aljaz
"Viele meiner Klettergeschichten haben etwas Gemeinsames: einen Autounfall. Dafür muss es einen Grund geben. Vielleicht muss ich erkennen, wie viel Glück ich in den Bergen habe. Ein paar Autos schrottreif zu fahren, ist letztendlich kein zu hoher Preis dafür. Das Resultat, ich stehe in dem Ruf, dass es weniger stressig ist, mir mir zu klettern, als mit mir im Auto zu fahren."

Colonne droite
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