Martina Čufar

Martina Čufar - photo © Tony Lamiche
  • 14 Januar 1977
  • Mojstrana (Slowenien)
  • Sportlehrerin, verantwortlich für die Ausbildung der Kletterlehrer des slowenischen Sportkletterverbands (KSP)
  • Leistungssportlerin in der slowenischen Armee
  • 2010

Phantasie und Wirklichkeit
"Paul Coelho sagt in "Der Alchimist": "Wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das Universum darauf hinwirken, dass du es erreichen kannst". In diesem Zitat ist etwas Wahres enthalten. Wenn mich zum Beispiel das Foto einer Felswand inspiriert, setze ich alles daran, meinen Traum zu verwirklichen.
Ich bin im Sternzeichen des Steinbocks unter dem höchsten Berg Sloweniens (Triglav 2864 m) geboren. Vielleicht liegt das Klettern in meinen Genen und ich kann deshalb die positiven Wirkungen dieses Sports auf Körper und Seele besser verstehen. In diesen Bergen habe ich im Alter von 10 Jahren zusammen mit meinem Vater mit dem Klettern begonnen. Mir ist sehr schnell klar geworden, dass mich das Sportklettern fasziniert und habe angefangen zu trainieren, um meine ersten Wettkämpfe zu bestreiten. Ich liebe das Abenteuer, abgelegene Orte wie den El Gigante in Mexiko oder Tadratate in Marokko, wo du dich auf dich selbst und deinen Seilpartner verlassen musst, wo du dich wirklich mit der Natur verbunden fühlst und wo du die Route ein bisschen suchen musst".

Carpe Diem, mein Lebensstil
"Ich lebe in den Bergen. Wirklich entdeckt habe ich das Klettern jedoch im Alter von 11 Jahren in einem Ferienlager in Österreich. Ich habe mich in diesen Sport verliebt! Ich wollte ständig klettern und verlangte von meinem Vater, dass er mich zu den Felswänden bringt. "Ich habe sofort gewusst, dass das Klettern mein Leben ist und konnte mir nicht vorstellen, etwas anderes zu tun. Klettern ist eine Aktivität, auf die ich nicht mehr verzichten kann. Es gibt so viele Wände zu entdecken, so viele Herausforderungen, die sich durch Arbeit verwirklichen lassen. Ich will jeden Tag dazulernen. Die Bewegungsabläufe in diesem Sport sind so komplex, dass ich sie nicht alle beherrschen kann. Mein Kopf ist voll von spannenden Dialogen, wie beispielsweise in einer schwierigen Route weit über dem letzten Sicherungspunkt, wo es heißt ruhig zu bleiben und du gleichzeitig das Gefühl hast, etwas vollbracht zu haben."
 
 
"Yoga ist ein guter Ausgleich zum Klettern. Ich beginne den Tag gerne früh am Morgen, wenn nur die Vögel wach sind. Ich bereite meinen Körper und meinen Geist auf die Herausforderungen des Tages vor. Ich liebe auch das Fallschirmspringen, das Gefühl, wenn ich in die Leere falle, ist wie ein Rausch."
 
 
Wie ein Zen-Garten...
"Die meisten meiner Lieblingslandschaften sind ruhige, abgelegene Täler, weit entfernt vom hektischen Geschäftstreiben, wie z.B. die Taghia-Schlucht in Marokko, wo das Leben noch sehr einfach ist: kein Telefon, kein Internet, keine Autos... Und in einem anderen Teil der Welt El Gigante in Mexiko. Außerdem gibt es viele wunderschöne Orte in Südfrankreich: Saint Léger, Buoux, Saint Guillhem le Désert. Und ganz in meiner Nähe eine Kletterschule mit dem Namen Warmbad. In anderen Klettergebieten, wie z.B. Yosemite, ist die ganze internationale Klettergemeinschaft anzutreffen. Das ist genial, denn wir diskutieren über Bewegungsabläufe und Routen. Du tauschst dich mit Menschen aus, die dich hundertprozentig verstehen."
 
 
Meine Gemeinschaft
"In erster Linie fühle ich mich der Klettergemeinschaft zugehörig und ganz besonders meinen Freunden im slowenischen Kletterteam, mit denen ich viele Jahre geklettert bin und zahlreiche Wettkämpfe bestritten habe. Für mich gehören alle, die die Kletterleidenschaft teilen, zu einer einzigen großen Familie. Das habe ich besonders in den USA gespürt, wo ich allein ohne Seilschaftspartner war. Ich hatte kein Problem, jemanden zu finden und hatte das Gefühl, dass wir uns bereits kannten. Mein Lebensstil ermöglicht es mir, mit Menschen in Berührung zu kommen, die einen Sport betreiben, der etwas mit Abenteuer zu tun hat: Klettern, Fallschirmspringen, Base-Jumping. Viele von ihnen sein keine Berufssportler, sie sind Arzt, Architekt oder Ingenieur, haben ein erfülltes Leben und verfügen über eine große Erfahrung. Sport und Karriere passen gut zusammen und ergänzen sich."

picto plus Bedeutende Leistungen

Wettkämpfe
- Weltmeisterin 2001 im Schwierigkeitsklettern
- Erster Platz im Schwierigkeitsklettern beim Rockmaster in Arco (Italien), 2001
- Erster Platz im Schwierigkeitsklettern bei den Masters in Serre Chevalier (Frankreich), 2002
 
 
Sportklettern
- Osp (Slowenien) "Vizija" (8c)
- Sardinien (Italien) "Hotel Supramonte" (8b)
- Verdon (Frankreich) "Tom et je ris" (8b+)
 
 
Bigwall-Klettern
- El Capitan (Yosemite, USA) "Goldengate", "El Nino"

picto rss Andere Informationen

Buch
"Z glavo in s srcem do vrha" (Mit Geist und Seele zum Gipfel), ein Buch über die mentale Vorbereitung im Bereich des Sportkletterns (nur in slowenisch verfügbar).
 
 
Film
"Tom et je ris, Verdon" Film von Laurent Triay.
 
 
Website
www.martinacufar.com
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picto photo Photos

picto video Videos

Martina Čufar climbing in Jilotepec, Mexico - photo © John Evans

picto featured Martina und der Petzl-Team

"Klettern gehört zu den Grundbewegungen des Menschen, es liegt in unserer Natur. Deshalb ist Klettern ein wichtiger Sport. Abgesehen von der Petzl-Ausrüstung geht es mir vor allem darum, meine Leidenschaft und meine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Ich möchte, dass sich so viele Menschen wie möglich mit dem Klettersport vertraut machen und die positiven Wirkungen dieses Sports auf Körper und Seele entdecken. Das Petzl-Team bietet uns die Möglichkeit, neue Kletterspots zu entdecken und unvergessliche Momente mit der "Kletterfamilie" zu verbringen. In diesem Team herrscht wirklich eine gute Atmosphäre. Die Tatsache, dass wir die gleiche Leidenschaft und die gleiche Motivation teilen, ermöglicht es uns, unsere Grenzen auszuweiten. Mithilfe dieses Teams ist es uns möglich, zahlreiche Menschen für diesen Sport zu gewinnen und sie darin zu bestärken, einen gesünderen Lebensstil zu führen."