France

Gérôme Pouvreau

Gérôme Pouvreau - photo © Sam Bié
  • 26 Oktober 1983
  • Provence (Frankreich)
  • staatlich geprüfter Kletterlehrer
  • Kletterlehrer im Club AS "Grimper" von Aix en Provence und Marseille
  • 2002

"Der Unterzeichnete, Gérome Pouvreau, erklärt und bescheinigt hiermit, den Kampf zu lieben, seine eigenen Grenzen zu überwinden und Kletterrouten stehenden Fußes in Angriff zu nehmen.

Meine seit zehn Jahren anhaltende Wettkampfkarriere im Schwierigkeitsklettern ist von ihrer Dauer her eine hohe Anforderung. Das Wort dafür heißt Performance."

Eine unerwartete Entdeckung
"Ich habe den Klettersport an meinem Heimatort, La Rochelle, entdeckt. Auf einem Jahrmarkt stand zwischen zwei Wohnwagen eine Kletterwand. Zu dieser Wand habe ich meine Eltern geschleift. Ich habe einen Klettergurt angelegt und wurde vom Klettervirus angesteckt. Einen Monat später bin ich in den Kletterverein von La Rochelle eingetreten. Da meine Eltern nicht kletterten und im Flachland von La Rochelle der Wassersport an erster Stelle steht, konnte ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, einmal im Klettersport Karriere zu machen. Heute bedeutet das Klettern sehr viel für mich. Zum Klettern reise ich um die ganze Welt. Ich habe einen tollen Freundeskreis und viele Bekannte in der ganzen Welt."
 
 
Asien, ein Königreich des Klettersports
"Meine Lieblingsspots sind: Yangshuo in China mit seinen traumhaften Landschaften und Hampi in Indien, das wie ein Hauch Zen-Philosophie anmutet, ein Paradies für Kletterer. Hampi besitzt ein Chaos an Felsblöcken soweit das Auge reicht. Ich hatte wirklich das Gefühl, in einem Traum zu leben. Und Badami, eine kleine Stadt in Indien. Ein Bad in der trotz aller Armut faszinierenden indischen Kultur."
 
 
Eine Aktivität, die in der Gegenwart verankert ist
"Mein Leben spielt sich in einem Dorf in der Provence mit echten Freunden und vielen Klettermöglichkeiten ab. Es hätte eine Illusion sein können, war es aber nicht. Ich lebe seit zehn Jahren in der Provence. Ich bin umgeben von herrlichen Felswänden, zahlreichen Kletterfreunden, die aber auch Fußball und Boule spielen können. Ich liebe Grillabende bei den Nachbarn. Ich mag es, mit einem Bier in der Hand im Kletterzentrum "Grimper" einen Moment inne zu halten und die jungen Kletterer aus dem Verein zu coachen." Ich gebe meine Liebe zu diesem Sport und meine Erfahrung an sie weiter, damit sie Fortschritte machen. Nebenbei mache auch ich dadurch Fortschritte."
 
 
Hinter all dem steht eine enorme Arbeit
"Meine ganze Energie schöpfe ich aus der Natur". Die Voraussetzungen, um ein guter Kletterer zu werden, sind Spaß am Klettern und Hartnäckigkeit. Du musst für den Erfolg kämpfen. Ein normaler Tagesablauf sieht bei mir so aus: ausschlafen, dann klettern und die Route beim ersten Versuch abhaken, anschließend im Café mit Freunden über diesen schönen Tag reden. Aber um so weit zu kommen, darfst du in den Kletterrouten nicht aufgeben."
 
 
Ein cooles Leben also?
Antwort: "Ein lautes Ja und ein leises Nein."

"Erklärung: Das Leben, das ich führe, lohnt sich wirklich. Ich bin glücklich, aber das heißt nicht, dass alle Momente wirklich cool sind. Da sind all die Risiken, all die Kämpfe, die diejenigen, die nicht klettern, sich überhaupt nicht vorstellen können. Du brauchst viel Durchhaltevermögen. Du musst auf dich aufmerksam machen, der Beste sein, präsent sein. Die Kletter-Weltreise ist nicht umsonst und niemals gewonnen. So habe ich beispielsweise am Abend, bevor ich eine 9a Route klettere, Schwierigkeiten einzuschlafen. Es ist wie eine Besessenheit. Mein Herz schlägt schneller, wenn ich nur daran denke. Im Auto spiele ich ständig den nächsten Bewegungsablauf durch. Ich gebe zu, dass ich mich nach dem Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes befreit fühle. Es kann sogar passieren, dass ich einen kleinen Durchhänger habe. Ich bewundere Kletterer in einem gewissen Alter, die noch die gleiche Motivation wie am ersten Tag haben und weiter von Entdeckung zu Entdeckung gehen."
 
 
Meine Devise
"Wenn du nichts versuchst, kannst du auch nichts erreichen."
 
 
Die Anekdote, die um die ganze Welt gegangen ist
"Mein Sturz beim RocTrip in Millau 2004, der große Sprung. Ich glaube, das war der Moment meines Lebens, in dem ich beim Klettern die größte Angst hatte. Ich glaube, dass ich nie wieder so große Angst haben kann, das ist einfach unmöglich. Als ich stürzte, dachte ich, ich schlage auf den Boden auf, aber das Seil hat mich knapp davor gehalten... Ja, jetzt kann ich darüber lachen."
 

picto plus Bedeutende Leistungen

Wettkampf
- Erster Platz im Schwierigkeitsklettern bei den internationalen Masters in Sheffield (Großbritannien), 2010
- Dritter Platz im Schwierigkeitsklettern bei den Weltmeisterschaften in München 2005
- Weltmeister im Schwierigkeitsklettern 2001
- Zweiter Platz im Schwierigkeitsklettern beim Weltcup 2001
- Französischer Vizemeister im Schwierigkeitsklettern 2000 und 2002
- Europameister der Junioren im Schwierigkeitsklettern 2001
 
Sportklettern
- Orgon (Frankreich) "Shashidananda" (9a) 2009, "Beim Clippen des Standplatzes hatte ich das Gefühl zu schweben"
- Gorges du Loup (Nizza, Frankreich) "Puntx" (9a) 2009, "erschlossen von einem guten Freund, Cédric Lo Piccolo. Ich bin sie an einem Tag mit Unwetterwarnung geklettert. Der Regen peitschte in die Schlucht, aber ich war dermaßen motiviert... Es ist eine tolle Erinnerung für mich"
- La Verrière La Dourbie (Millau, Frankreich) "La guerre des nerfs" (9a) 2010
- Badami (Indien) "Ganesh" (8b+) 2010
- Sainte Victoire, Sektor Dessous de la Vierge (France) "Aubade" (9a) 2010

picto rss Andere Informationen

Film
"King of da caillasse" Les Collets production.
 
Website
http://gerome-pouvreau.blogspot.com/

picto photo Photos

picto video Videos

 
 
Video playlist featuring Gérôme Pouvreau

Gérôme Pouvreau at Red River Gorge (USA) - photo © Fred Labreveux