Mittwoch, 28. August, es ist 7 Uhr morgens, als in Courmayeur das Startzeichen zum TDS gegeben wird. Der erste der drei Läufe des UTMB gibt den Rhythmus der diesjährigen Veranstaltung vor, die den Läufern starke Emotionen bei ausnahmsweise günstigen Wetterbedingungen verspricht.
Vor dem Start des CCC und des UTMB macht Petzl, Partner dieses Ereignisses, eine erste Bestandsaufnahme…

 

TDS: tre, due, uno… das Rennen hat begonnen!

UTMB 2013 © Petzl/ Lafouche
Start des Rennens in Courmayeur

Für einen Ultratrail ist der TDS ist ein relativ kurzer Lauf: 119 km und 7250 positive Höhenmeter. Die Läufer legen die Hälfte der Mont-Blanc-Umrundung zurück. Die Strecke führt über Bourg Saint Maurice, den Cornet de Roseland, Beaufort und Les Contamines. Es ist ein technisch anspruchsvoller Streckenverlauf mit vielen in großer Höhe (2500 m) liegenden Abschnitten. Der TDS verläuft in entgegengesetzter Richtung zum CCC.
 
Hochmotivierte Trailer treffen aus allen Himmelsrichtungen im Zentrum des Ortes Courmayeur ein und begeben sich zur Startlinie. 15 Minuten vor dem Startzeichen beeilen sich die Letzten, um die Startlinie zu erreichen, während sich am Straßenrand die Zuschauer drängen.
Der Countdown läuft: tre, due, uno … das Rennen hat begonnen! 1500 Läufer stürzen sich ins Rennen, einige von ihnen mit dem einzigen Ziel, Chamonix in weniger als 33 Stunden zu erreichen, und andere, um vielleicht einen Podestplatz zu belegen.

UTMB 2013 © Petzl/ Lafouche
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Läufer am Lac Verney

 

Eine atemberaubende Strecke

Am Lac Verney vergrößert sich zweieinhalb Stunden nach dem Start der Abstand zwischen den Läufern. Clément Posecak hat bereits mehr als zwei Minuten Vorsprung vor seinen Verfolgern. Nathalie Mauclair, die Favoritin des Rennens, ist an der Spitze und unter den zehn Ersten in der Scratch-Wertung. Sie kann ihren Platz während des gesamten Rennens halten. Hinter einem leichten Dunstschleier zeigt sich die Sonne und noch herrscht bei den Läufern am Ufer des Sees Wettkampfstimmung. Der Anstieg zum Col du Petit Saint Bernard und der Abstieg nach Bourg Saint Maurice erweisen sich als beschwerlich und stellen die bisherige Wertung auf den Kopf.

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Nathalie Mauclair - Siegerin der Damen

Die Verpflegungsstelle Bourg Saint Maurice kommt den Läufern gelegen. Sie wappnen sich für den endlosen Anstieg zum Passeur de Pralognan. Einige geben unter Tränen und mit großer Enttäuschung auf.

Alle Teilnehmer sind außer Atem, als sie den Passeur de Pralognan (2567m) erreichen und freuen sich auf die Erholung des Abstiegs. Aber der Weg ist sehr steil und kann nur mit Hilfe eines Geländerseils bewältigt werden, damit die Läufer in den Felsen nicht stolpern. Diejenigen, die vor der Dämmerung ankommen, sind froh, dass sie diesen Abstieg nicht in der Dunkelheit bewältigen müssen. Nach diesem Hindernis werden einige Teilnehmer auf dem weiteren Streckenverlauf von Krämpfen und Sehnenentzündungen geplagt.

 

Die Nacht ist hereingebrochen, es ist nebelig und die Stirnlampen sind eingeschaltet.

UTMB 2013 © Petzl/ Lafouche

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Abstieg vom Passeur de Pralognan in der Dunkelheit

Über 400 Läufer haben den Passeur de Pralognan hinter sich gelassen. Für die anderen Teilnehmer geht es darum, das Ziel zu erreichen; sie laufen nicht mehr um einen Platz in der Rangliste. In diesen Momenten ist die gegenseitige Unterstützung bei den Ultraläufern am stärksten. Der Wettkampfgeist wird durch andere Fragen verdrängt: Das Rennen beenden? An der Verpflegungsstelle aufgeben? Jeder hat seine Entscheidung getroffen, aber alle helfen sich gegenseitig bei diesem endlosen Abstieg.
Bei der Ankunft am Cornet sind Erschöpfung und Zweifel spürbar. Die meisten geben auf, aber einige wollen ihre ganze mentale Stärke einsetzen, um das Rennen zu beenden. Einige Läufer brechen erst eine halbe Stunde nach Mitternacht auf.

 

Bericht eines Engländers am Passeur de Pralognan - Dave Stephenson.

UTMB 2013 © PETZL / Lafouche

Wir sind zusammen gelaufen und haben uns bis zum Ende gegenseitig unterstützt. Der Aufstieg zum Passeur de Pralognan war sehr hart. Wir haben 3:30 Std. gebraucht, um 1750 Höhenmeter zurückzulegen. Wir haben den Pass nicht laufend erklommen, aber versucht, schnell zu gehen. Wenn ein Mitglied der Gruppe außer Atem war, hat die Gruppe ihn zum Weiterlaufen motiviert. Auf dem Pass angekommen bot sich uns eine atemberaubende Landschaft...
Andy Giggons und Dave Stephenson beenden das Rennen auf dem 336. und 337. Platz. Bravo!

 
 
 

TDS-Rangliste

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Podestplätze der Herren:
Arnaud JULIA BONMATI (Buff) : 15:09:59
Antoine GUILLON (Lafuma) : 15:21:26
Mattia RONCORON : 15:31:20

Podestplätze der Damen:
Nathalie MAUCLAIR (Lafuma) : 17:36:41
Claire PRICE (Salomon) : 18:09:23
Lisa BORZANI (Lafuma) : 19:07:1

 

Ultra Trail®-Messe

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Die Ultra Trail®-Messe ist bis Freitag, den 30. August für Besucher geöffnet. Eine gute Gelegenheit für alle Anwesenden, Kontakte zu Herstellern von Trail-Ausrüstung und Trail-Spezialisten zu knüpfen.
Unser Team auf dem Petzl-Stand stellt speziell zum Trailrunning bestimmte Stirnlampen vor und gibt Tipps für den Gebrauch der Lampen (Programmierung der NAO-Lampe usw.).

 

 

 

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