Ultra-Trail Mount Fuji®: zweite Veranstaltung in entgegengesetzter Richtung!

Die Strecke verlief in entgegengesetzter Richtung, um die Läufer zu schonen und zum Schutz der Flora wurde der Termin in diesem Jahr vorgezogen. Die Konzentration an der Startlinie ließ das Niveau dieses außergewöhnlichen Rennens erahnen. Der zweite Ultra-Trail Mount Fuji® (UTMF®), an dem namhafte Läufer für Spannung sorgten, hat uns erneut unvergessliche Momente beschert.

 

 
Eine Strecke, die Pflanzenwelt und Läufer schützt

UTMF 2013

Der UTMF® ist die Schwesterveranstaltung des UTMB® (Ultra-Trail Mont Blanc®). Die Route rund um den Fuji verlief in diesem Jahr in entgegengesetzter Richtung. Somit mussten die Läufer die extremsten Anstiege nicht nach einer Strecke von über 100 km bewältigen. Diese für den UTMF® typischen Anstiege ähneln mehr einer Klettertour als einem Berglauf und wurden vielen Läufern im letzten Jahr zum Verhängnis!
Außerdem wurde der Termin des Rennens vorgezogen. Die für das Naturgebiet rund um den Vulkan zuständigen Behörden hatten festgestellt, dass einige der in dieser Jahreszeit in dem Gebiet wachsenden Wildblumen unter der Veranstaltung gelitten hatten. Trotz der herausragenden Organisation und des äußerst umsichtigen Verhaltens der meisten Teilnehmer kann die Anwesenheit von mehreren Tausend Läufern und freiwilligen Helfern natürlich Schaden anrichten. Die etwas raue Kehrseite: Es ist kalt! Auch wenn die ersten Läufer dies aufgrund der kontinuierlichen Anstrengung kaum spürten, litten andere umso mehr, vor allem diejenigen, die zwei Nächte auf der Strecke verbrachten. In der Region mit den fünf Seen sanken die Temperaturen in der zweiten Nacht unter null Grad. Trotzdem waren die klimatischen Bedingungen eher günstig, während es kurz vor dem Start noch geregnet hatte.

 

Konzentration auf der Startlinie

UTMF 2013

Es ist fast 15:00 an diesem 26. April und der Start des UTMF® steht unmittelbar bevor. An der Startlinie stehen mehrere namhafte Läufer wie Sébastien Chaigneau, sehr ruhig und konzentriert, Julien Chorier, Sieger der letzten Veranstaltung, sowie weitere Läufer des stark vertretenen Salomon-Teams. Unter dem Gebimmel der für alle Teilnehmer obligatorischen Bärenglocken und den fröhlichen "Ganbatte" Zurufen der Zuschauer, mit denen Sie die Läufer anfeuern, wird das Startsignal gegeben. Keniji Yamamoto, Dritter im letzten Jahr, startet mit einem Sprint! Das Niveau in diesem Jahr ist offensichtlich sehr hoch!

Bei Kilometer 36 taucht Julien Chorier nach 3:30 Stunden Lauf hinter einem malerischen Kirschbaum voller weißer Blüten auf. Er führt das Rennen und versucht, seinen Vorsprung vor Einbruch der schnell einsetzenden Dunkelheit möglichst weit auszubauen. Hinter ihm Cyril Cointre, der Kanadier Gary Robins und der Australier Davies. Die anderen Läufer (Hara Yoshikazu usw.) liegen bereits um 15 Minuten zurück, aber das Rennen ist noch längst nicht zu Ende. Sébastien Chaigneau bestreitet den Beginn dieses Rennens mit 4 Freunden aus Frankreich: Antoine Guillon, Lionel Trivel und Christophe Le Saux. Sie liegen ungefähr 20 Minuten hinter der Spitze. Seb hat die Strecke in den letzten Tagen gut vorbereitet und bleibt vorsichtig. Er trägt seine NAO-Stirnlampe bereits seit mehreren Kilometern am Kopf und ist für die Nacht gerüstet.

 

Der rasante Anstieg von Hara San!

Der Sonnenuntergang ist ebenso überwältigend wie der Sonnenaufgang. Die rote Sonne spiegelt sich auf den verschneiten Höhen des Mount Fuji wider. In der Nacht ist einiges passiert: bei Kilometer 79 stellen wir fest, dass der Japaner Hara die Führung übernommen hat. Bei den Zuschauern brennt die Luft! Hara San hat einen mehr als 15 Kilometer langen Anstieg mit geringem Gefälle auf der Straße für sich genutzt, um an Julien vorbeizuziehen und einen Vorsprung von 5 Minuten herauszuholen. Der Ultramarathon-Spezialist und herausragende Straßenläufer Hara fühlt sich in diesem Terrain zu Hause. Er hält die Führung bis zu seiner triumphierenden Ankunft am Ufer des Kawaguchi-Sees nach 161 Kilometern, mehr als 9000 positiven Höhenmetern und 19:39 Std. Ein schöner Sieg!

UTMF 2013UTMF 2013

 

Seb konnte nach und nach zu Julien und Gary aufschließen und hat Julien gegen Tagesanbruch bei Kilometer 122 eingeholt. Die beiden liefen praktisch gleichzeitig über die Ziellinie, Julien als Zweiter und Seb weniger als 2 Minuten später nach 19:50 Std. als Dritter. Super-Podium! Auch die nachfolgenden Läufer überzeugten mit guten Leistungen, besonders Gary Robins, der als Vierter ins Ziel lief und einen großen Teil des Rennens mit einem Lächeln auf den Lippen bestritt. Er war überglücklich, in dieser überwältigenden japanischen Landschaft von Ort zu Ort zu laufen, und tagsüber sowie nachts durch begeisterte freiwillige Zuschauer angefeuert zu werden. Hut ab. Kristin Moehl beendete als 1. Frau das Rennen in 24:35 Std., in denen sie praktisch ununterbrochen in Führung lag. Bemerkenswert auch die hervorragende Leistung der französischer Läufer: Unter den 10 ersten waren 5 Franzosen!  


 

Rangliste

<div style="clear:both;"> </div>UTMF 2013

 
Rangliste Herren:
1. Hara Yoshikazu - Japan (NAO runner) - 19:39:48
2. Julien Chorier - Frankreich - 19:48:28
3. Seb Chaigneau – Frankreich (NAO runner) - 19:50:13
4. Garry Robins – Kanada - 20:20:39
5. Brendan Davies – Australien - 20:38:17
6. John Tidd – Uruguay - 20:50:44
7. Antoine Guillon – Frankreich (MYO RXP) - 21:04:44
8. Yamaya Koji – Japan - 21:05:12
9. Lionel Grivel – Frankreich (MYO RXP) - 21:10:16
9. Cyril Cointre - Frankreich - 21:10:16

 

Rangliste Damen:
1. Krissy Moehl - USA (Patagonia/Ultraspire) – 24:35:45
2. Shona Stephenson – Australien (Inov-8) –  25:56:52
3. Hitomi Ogawa - Japan (Patagonia/Vasque) – 26:15:25
4. Kumiko Amikura - Japan – 27:26:33
5. Hiroko Suzuki - Japan - (Salomon) – 27:52:06
6. Akemi Ban - Japan – 27:52:27
7. Chiaki Fjelddahl - Hongkong (Salomon) – 28:43:59
8. Claire Price – Hongkong – 29:37:08
9. Matsuura Mayumi - Japan – 31:53:29
10. Yoshiko Takahashi - Japan – 32:20:14
 

Die "Leuchten" des UTMF®

Bei den Stirnlampen konnte die NAO etwas mehr als ein Jahr nach ihrer Einführung bei Läufern aus aller Welt punkten. Wir haben Dutzende NAO-Stirnlampen angetroffen, sowohl bei den erstplatzierten (Hara und Seb) als auch bei den letzten Läufern. Ganz besonders haben wir uns über den Dank und die positiven Kommentare von Grant Guise aus Neuseeland, NAO runner und 16. in der Gesamtwertung, gefreut.
Die bei den Teilnehmern des UTMF meistbenutzte Stirnlampe bleibt jedoch weiterhin die MYO RXP. Ungefähr jeder vierte Teilnehmer war mit dieser Lampe ausgerüstet. Beeindruckend!

Zum Abschluss des Rennens ein Wort von Seb, lächelnd:

Ich gehe niemals in ein Rennen mit dem Gedanken, es zu gewinnen oder einen Podiumsplatz zu erobern. Beim Ultratrail gewinnt jeder Teilnehmer. Schon allein die Reise ist ein echter Gewinn, du gewinnst sehr viele Dinge.

Arrigato Gozaimas !

 

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